Furioses Finale in der Hauptstadt!

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Die Pferde und Jockeys kurz nach dem Start vor der Tribüne in Berlin Hoppegarten.
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Normalerweise war nach dem 3. Oktober rund um den Preis der Deutschen Einheit Winterpause angesagt für die Galoppfreunde in Berlin-Hoppegarten. Doch 2018 ist alles anders und es geht an diesem Sonntag beim großen Saisonfinale noch einmal so richtig in die Vollen. Grund ist die Initiative von Rennbahn-Eigentümer Gerhard Schöningh, ein zusätzliches Gruppe III-Rennen in seinen Terminkalender in der Hauptstadt zu integrieren – die mit 55.000 Euro dotierte Prüfung mit dem traditionsreichen Namen Silbernes Pferd über weite 3.000 Meter.

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Silbernes Pferd

Va Bank siegt unter Eduardo Pedroza im 28. Preis der Deutschen Einheit Gruppe 3 am 03.10.2018 in Hoppegarten,

Es handelt sich um das älteste Pferderennen Deutschlands. Das Gruppe-Rennen, das nun vakant wurde, war allerdings als Niederrhein-Pokal auf anderer Distanz bis 2017 in Krefeld beheimatet. Nun lockt Berlin nochmals in 2018 die Langstrecken-Asse an, die ja mit diversen Listenrennen und natürlich dem Comer Group International Oleander-Rennen auf Gruppe-Parkett die gesamte Saison über hier besonders präsent waren.

Abadan am 20.05.2017 in Düsseldorf.

In den vergangenen Wochen dominierten die Gäste mit schöner Regelmäßigkeit die Top-Rennen hierzulande. Diesmal sieht es bei aller Hochachtung vor den beiden Kandidaten aber nicht danach aus. Die Stute Abadan (St. Hellyn) war früher in Deutschland beheimatet, der Sieg in einem Verkaufsrennen in Frankreich darf normalerweise kaum reichen. Sulman (R. Piechulek) reist aus der Slowakei nach Hoppegarten, hat aber in diesem 2018 und 2017 nicht mehr gewonnen. Der letzte Sieg ist fast auf den Tag genau zwei Jahre her.

Moonshiner am 17.09.2017 in Dortmund.

Kommen wir zu den deutschen Pferden, die hier einige Trümpfe auf der Hand haben: Eine bewährte Größe scheint Stall Ullmanns Moonshiner (M. Cadeddu), der aktuelle Dritte aus dem St. Leger in Dortmund. Trotz einer Menge an Platzierungen wartet der von Jean-Pierre Carvalho trainierte Distanzspezialist in diesem Jahr noch auf seinen ersten Volltreffer. Ohnehin waren bei elf Platzierungen und drei Siegen die Platzgelder in seiner gesamten Laufbahn in der Überzahl.

Adler am 16.09.2018 in Dortmund.

Zuletzt ließ er schon Adler (M. Seidl), der sich als Vierter aber gleichermaßen gut hielt und ebenso Vertrauen finden dürfte, und den Dreijährigen Klüngel (M. Pecheur) hinter sich, wobei sich der Zweite aus dem Altano-Rennen im Frühjahr wieder zurückmeldete und an der nun noch längeren Distanz Geschmack finden dürfte. Summershine (B. Ganbat) blüht in aller Regel nur in Hamburg auf, hat den Sieg aus dem Langen Hamburger noch nicht bestätigt.

Klüngel am 08.07.2018 in Hamburg.

Die Lokalmatadorin Edith (B. Murzabayev) hat eine knifflige Aufgabe zu lösen in diesem Steher-Highlight. Auch der von Peter Schiergen trainierte Ittlinger Nikkei (A. Starke) muss hier Trumpf bedienen, aber der Erfolg in Iffezheim deutete zumindest an, dass man noch längst nicht alles von ihm gesehen haben sollte. Sein Trainer weiß genau, was hier verlangt wird, auch wenn der Sprung erheblich ist.

Nikkei am 01.09.2018 in Baden-Baden.

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