Von München nach Luhmühlen

Leb wohl, München!
Leb wohl, München!
Road to Cheltenham

Wir sind dann mal weg

8 Jahre lang habe ich in München gelebt: Nach Bereiter-Jobs in England/ Irland und dem Studium fand eigentlich meine ganze berufliche Laufbahn in der bayerischen Landeshauptstadt statt. Doch in den letzten Monaten stellte ich – als gebürtiges Landei – fest, dass ich die Großstadt Leid war. Zu laut. Zu voll. Zu hektisch. Und viel zu wenig grün.

Der Münchner Wohnungsmarkt übertrifft jeglichen Ruf; der Markt für Pferdeboxen sieht nicht viel besser aus. Für den Preis einer akzeptablen Box in München bekommt man anderorts ein halbes Wohnhaus. Wartezeiten auf Boxen liegen im Schnitt bei mehreren Monaten, auf gute Boxen teils bei Jahren. Koppeln sind Mangelware. Und egal, welche Straße man zum Stall fährt: Man steht gefühlt immer und überall im Stau.

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Wohin?

Als selbstständige PR Beraterin arbeite ich inzwischen ausschließlich im Home Office; somit lag die Frage nahe, warum ich mir diesen Wahnsinn noch länger antue. Doch die Frage “Wohin?” wird überraschend kniffelig, wenn man wirklich und völlig flexibel ist. Die neue Wohnung sollte einen schönen Garten für den Hund haben; die neue Box eine schöne Koppel fürs Pferd.

Die letzten Tage auf der Münchner Olympia Reitanlage; einem tollen und zentralen Pferdesport-Zentrum. Doch uns zieht‘s aufs Land.
Die letzten Tage auf der Münchner Olympia Reitanlage; einem tollen und zentralen Pferdesport-Zentrum. Doch uns zieht‘s aufs Land.

Grünland ist in der Großstadt ja leider Mangelware; entsprechend gut passen Reitställe auf die wenigen, verfügbaren Grashalme auf. Ich wollte schönes Ausreitgelände, gute Trainingsmöglichkeiten (manche Reithallen ähneln eher einem Sandplatz und sind langfristig sehr ungesund für den Bewegungsapparat des Pferdes) und vor allem gute Trainer und Reiter vor Ort, von/ bei denen ich lernen und mich verbessern kann.

Ziemlich bald landete ich bei Warendorf und Luhmühlen; den beiden großen Buschreiter-Zentren des Landes. Warendorf lag nah an meinem Geburtsort Wipperfürth (Bergisches Land); Luhmühlen in der Lüneburger Heide. In der Heide war ich noch nie gewesen und so war es letztendlich eine abendliche, spontane Bauchentscheidung: Duke (Pferd), Oskar (Hund) und ich ziehen in die Vielseitigkeits-Hochburg nach Luhmühlen.

Ingrid Klimke bei Geländeritt in Luhmühlen

Das Schicksal sagt: Ja

Während meine Wohnungs- und Boxensuche in München schlichtweg eine Katastrophe war, ging es im Reiterdorf Luhmühlen ganz problemlos. Durch einen glücklichen Zufall bekam ich eine große Traumwohnung mit Garten, mitten im Dorf und 30 Meter weiter gleich 2 Boxen im nächsten Reitstall. Im renommierten Ausbildungszentrum gab es leider keine freien Boxen, dort stehen wir auf der Warteliste.

Das Ausbildungszentrum Luhmühlen
Das Ausbildungszentrum Luhmühlen

Doch man (bzw. Ich) kann für relativ kleines Geld einen Monats- oder Jahrespass ziehen, täglich hinreiten (1200 Meter) und trainieren. Wobei ich mir schnell die Frage stellte, ob ich dort wirklich täglich hinwill. Das Ausreitgelände in der Lüneburger Heide ist sensationell – weites Land, fantastische Sandwege, Hangbahnen und regelmäßig feste Hindernisse, die u.a. für die Fuchsjagden genutzt werden. Da werde ich garantiert nicht jeden Tag auf dem Reitplatz kringeln.

Es wird ernst

Da in Bayern noch immer der Reitsport durch die Politik eingeschränkt wird – man will ja schließlich die Golfer nicht verärgern – werde ich schon in 2 Wochen ernst machen und in die Heide umsiedeln. Sicherheitshalber habe ich mir gleich 2 Boxen reserviert. Schon seit geraumer Zeit möchte ich einen 2. Vollblüter; zuletzt bin ich immer wieder am Hindernis “München” gescheitert. Doch das ist bald Geschichte.

Mehr Pferde als EInwohner
Mehr Pferde als EInwohner

Und so suche ich für/ab Mitte März einen passenden, neuen Lebenspartner für den späteren Einsatz im Hobby-Turniersport:

  • 3-5 Jahre
  • Ab 165 cm. Gerne etwas kräftiger gebaut.
  • Gesund
  • Stabiles Nervenkostüm
  • Gerne ein Spezialist für tiefen Boden; die haben in der Regel hohe Knieaktion ( = schöne Gänge für den Reitsport).
  • Muss nicht schnell sein, sollte aber gerne (mit-)arbeiten.
  • Ein eingesprungenes Pferd wäre natürlich toll, aber das ist im deutschen Rennsport ja eher selten.
  • Da er oder sie sich eine Koppel mit Duke teilt, sollte er/ sie sozial, verspielt und standfest sein (denn Duke spielt teils ziemlich wild und grob).
Abendsonne
Abendsonne

Falls jemand jetzt oder in Zukunft einen passenden Galopper in Rente schicken möchte, würde ich mich über eine Meldung freuen :). Aktuelle Infos zu Umzug und Pferdesuche findet ihr auch auf Facebook oder Instagram: Ein Rennpferd geht in Rente.

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