Im Grunde ist es unfassbar, was an diesem Samstag alles rennsportlich geboten wird. Im Fokus neben dem Grand National in Aintree stehen die Rennen rund um den Dubai World Cup auf der Rennbahn von Meydan. Aufgrund hoher Temperaturen beginnt die Veranstaltung etwas später als ursprünglich angedacht. Das erste von neun Rennen wird um 14:35 Uhr gestartet.
Das Programm
30 Millionen Dollar. Diese Summe wird bei dieser Veranstaltung ausgeschüttet. Wobei der Dubai World Cup mit 12 Millionen Dollar am höchsten dotiert ist. Die ersten drei Rennen – das erste wird von Arabern bestritten – haben jeweils eine Dotierung von 1 Million €. Ebenso im 5.Rennen. 1.5 sind es im 4. Rennen, 2 Millionen Dollar gibt es im 6. Rennen. Danach folgen eine Prüfung mit der Dotierung 5 Millionen Dollar und eine mit der Dotierung 6 Millionen Dollar. Und dann geht es im Dubai World Cup um das ganz große Geld.
Interessante Starter
Aus Deutschland startet nur ein Pferd bei dieser Veranstaltung. Das ist Straight im Dubai Gold Cup über 3200 Meter, dem 2.Rennen. Der von Marian Falk Weißmeier trainierte Hengst verfügt über große Klasse, er gilt aber als launisch und braucht somit einen guten Tag, wenn er seine neun Gegner besiegen möchte. Die Distanz ist Neuland, aber Chancen zumindest auf eine Platzierung sind vorhanden. Seine stärksten Gegner sind der Ire Continuous sowie die Engländer Trawlerman und Epic Poet.
Deutsch gezüchtet ist der im 4. Rennen antretende Quinault. Vor allem gegen die Japaner wird es sicherlich nicht leicht, aber er hat 10 seiner 22 Rennen gewonnen und lief nun mehrfach auf hohem Level platziert. Ebenfalls in Deutschland gezüchtet ist Calif. Er startet in der vorletzten Tagesprüfung. In Deutschland gewann er in der Gruppe 1, war zuletzt in Saudi-Arabien starker Zweiter.
Unsere Einzelanalyse der Starter im Dubai Turf
Facteur Cheval (1) ist ein Franzose, der im Vorjahr dieses Rennen gewinnen konnte. Der Titelverteidiger versuchte sich bereits im Januar wieder auf dieser Bahn und belegte einen guten dritten Platz. Danach blieb er in Saudi-Arabien ohne Möglichkeiten.
Ghostwriter (2) vertritt englische Interessen. Es ist sein erster Versuch in Dubai, aber als klares Gruppe 1-Pferd (wobei er in dieser Kategorie bei fünf Versuchen bisher nur Platzierungen erreichte), wird er bestens vorbereitet sein.
Goemon (3) tritt als frischer Sieger aus Bahrain an, wo er ohne Zweifel eines der besten Pferde ist. Die bisherigen Ausflüge nach Dubai verliefen erfolglos.
Holloway Boy (4) hat nur 2 seiner 19 Rennen gewonnen. Dieses Jahr startete er aber dreimal in Dubai und platzierte sich jeweils. Man sollte sich hüten, ihn zu unterschätzen.
Maljoom (5) mag als klassischer Sieger aus Deutschland (German 2000 Guineas) ein wenig in Vergessenheit geraten sein, weil er tatsächlich seit Mai 2022 nicht mehr gewonnen hat. Er galt damals als wahres Monster und zeigte auch im letzten Jahr durch Platzierungen in der Gruppe 1 seine Klasse. Die Generalprobe absolvierte er in Lingfield einer kleinen Prüfung, in der er geschlagen wurde.
Meisho Tabaru (6) ist der erste Japaner. Vier seiner neun Rennen gewann er zwar, hat aber in seinen beiden letzten Aufgaben enttäuscht. Gewisse Zweifel bestehen, aber auslassen darf man ihn natürlich nicht. Ein Vorteil könnte die kürzere Distanz als zuletzt sein.
NationS Pride (7) vertritt Godolphin. Die Herrscher von Dubai wollen bei dieser Veranstaltung natürlich möglichst gewinnen. Ihr Starter siegte in 11 von 21 Rennen, auch in Deutschland war er erfolgreich – im Juli 2023. Er ist ein frischer Sieger vom 1. März, schlug damals in der Gruppe 2 Holloway Boy.
Romantic Warrior (8) dürfte hier der Favorit sein. Dieser Wallach aus Hongkong verfügt über eine große Klasse und über viel Speed. Er liegt oft weit hinten, um danach angeflogen zu kommen. 18 seiner 24 Rennen gewann er, beim ersten Versuch auf Sand in Saudi-Arabien wurde er knapp geschlagen. Man gab in seinem Team dem Reiter die Schuld. Sein Sieg zuvor aus Dubai lässt erste Chancen bei der Rückkehr auf Gras vermuten.
Soul Rush (9) ist ein weiterer Japaner. 8 von 24 Rennen gewann er, tritt in aktueller Form an, denn seit Herbst gewann er einmal und lief dreimal platziert. Er könnte stärker als die Landsmänner sein.
Brede Weg (10) vertritt ebenfalls Japan. Er gewann die Hälfte seiner Rennen, kam im November hinter Soul Rush über die Linie. Die Leistung danach war nicht unbedingt besser.
Liberty Island (11) gilt gemeinhin als stärkstes japanisches Pferd. Diese Stute unterlag im Dezember Romantic Warrior in Hongkong. Im Vorjahr lief sie in Dubai in einer anderen Prüfung auf den dritten Platz.
Interessanter Außenseitertipp: Maljoom (5)
Tipp:
1: 8 Romantic Warrior
2: 11 Liberty Island
3: 7 Nations Pride
4: 9 Soul Rush
Unsere Einzelanalyse der Starter im Dubai Sheema Classic
Calif (1) ist deutsch gezüchtet. Er wird gerne ein wenig unterschätzt, kennt aber fast nur gute Leistungen. Wie zuletzt einen zweiten Platz in Saudi-Arabien. Im Vorjahr kam er in dieser Prüfung im Mittelfeld ein.
Durezza (2) ist der erste Japaner. Die Hälfte seiner zehn Rennen konnte er gewinnen und tritt mit einem zweiten Platz aus dem Japan Cup an. Im Toten Rennen mit Shin Emperor.
Giavellotto (3) gewann im Dezember in Hongkong, was bedeutet, dass er erste Chancen besitzt. Es war der erste Treffer auf höchstem Level, er war jedoch mehrfach in der Gruppe 2 siegreich. Unterschätzt werden sollte dieser Engländer nicht.
Rebel’s Romance (4) läuft für Godolphin. 16 von 23 Rennen konnte er gewinnen, ist nun dreimal in Folge erfolgreich gewesen, in der Reihenfolge in Köln, in den USA und in Qatar. Er ist der Vorjahressieger.
Calandagan (5) vertritt irische Interessen. Er war in seiner Karriere nie schlechter als Dritter, tritt mit zwei zweiten Plätzen aus Gruppe 1-Rennen an. Er dürfte hier mit besten Chancen unterwegs sein.
Danon Decile (6) ist wie der zuvor genannte Konkurrent in 4 von 8 Rennen erfolgreich gewesen. Eventuell traf er in Japan aber bessere Gegner, das ist schwer in Relation zu setzen. Er war jedenfalls bereits auf höchstem Level erfolgreich und gewann seine Generalprobe im Januar gegen 17 Gegner.
Deira Mile (7) ist ein weiterer Engländer. Nach ordentlichen Leistungen in der Heimat, wo er es in der Gruppe 1 aber nicht ganz leicht hatte und auch auf weiteren Wegen antrat, misslang die Generalprobe ein wenig, denn in Saudi-Arabien kam er nur ins Mittelfeld. Auffällig ist, dass er nur eines seiner neun Rennen gewinnen konnte.
Shin Emperor (8) ist zwar nur in 3 von 10 Rennen erfolgreich gewesen, aber dennoch vermutlich der stärkste Japaner. Er gewann kürzlich in Saudi-Arabien vor Calif. Davor belegte er in Japan Cup nur knapp zurück den zweiten Platz, wie erwähnt im Toten Rennen mit einem ebenfalls hier laufenden Gegner.
Cervinia (8) ist eine weitere Hoffnungsträgerin aus Japan. Die Hälfte ihrer acht Rennen gewann sie und lief im mehrfach erwähnten Japan Cup auf dem vierten Platz. Und somit waren Durezza und Shin Emperor besser.
Interessanter Außenseitertipp: Calif (1)
Tipp:
1: 4 Rebel’s Romance
2: 5 Calandagan
3: 8 Shin Emperor
4: 6 Danon Decile
Unsere Einzelanalyse der Starter im Dubai World Cup
Forever Young (1) dürfte hier der Favorit sein. Der Japaner ist international aktiv und erfolgreich. Zuletzt triumphierte er überzeugend in Saudi-Arabien. In seiner Karriere gewann er achtmal und lief zweimal auf einen dritten Platz. Auch in Dubai war er schon siegreich.
Hit Show (2) konnte 8 seiner 17 Rennen gewinnen. Der Amerikaner bestritt seine Generalprobe Anfang März. Der dritte Platz auf höchstem Level war mehr als ordentlich, ankommen tut es auf die heutige Prüfung.
Il Miracolo (3) kann nicht unbedingt als Siegtyp beschrieben werden bei 4 Siegen in 22 Rennen. Dieser Amerikaner ist seit August nicht mehr gelaufen, als er einen letzten Platz belegte. Der letzte Sieg liegt aber genau ein Jahr zurück; auch Pferde haben einen Biorhythmus.
Imperial Emperor (4) konnte die Hälfte seiner 10 Rennen gewinnen. Er vertritt lokale Interessen, hat in den letzten Wochen nur gute Leistungen gezeigt, nämlich dreifach gewonnen und einen zweiten Platz belegt. Aber ob das hier reicht? Er wird hoch gehandelt.
Katonah (5) konnte 5 von 18 Rennen in den USA für sich entscheiden. Seine Generalprobe misslang mehr oder weniger, davor hatte er allerdings gewonnen. Normalerweise sind andere stärker.
Mixto (6) ist der nächste Amerikaner. Nur 2 von 17 Rennen gewann er, vertritt aber gute Klasse. Im Pegasus World Cup kam er auf einem vierten Platz ein, mehr als acht Längen hinter dem Sieger. Eigentlich kann das hier nicht reichen.
Ramjet (7) ist Sieger in der Hälfte seiner Rennen, von denen er bis auf eine Ausnahme alle in Japan bestritt. In seinen letzten drei Aufgaben war jeweils Forever Young der Sieger, aber er verdiente Geld.
Rattle N Roll (8) ist Sieger in 10 von 25 Rennen. Er ist der nächste Amerikaner, lief aber jetzt zweimal in Saudi-Arabien. Eines dieser Rennen holte er sich und kam zuletzt in einem Millionenrennen auf einem fünften Platz ein. Sieger war Forever Young.
Ushba Tesoro (9) ist ein routinierter Japaner. 11 von 38 Rennen gewann er. Er ist hier das nächste Pferd, welches die Bahn kennt. Vor einem Jahr belegte er den zweiten Platz im Dubai World Cup. Zweimal war nun Forever Young stärker.
Walk of Stars (10) ist ein Lokalmatador, auf dieser Bahn kennt er nur gute Leistungen, lief hier seit Dezember 2023 immer ins Geld. Ein Sieg vor Imperial Emperor im Januar ist ein Argument für ihn. Zuletzt war in Saudi-Arabien nicht nur Forever Young klar besser.
Wilson Tesoro (11) ist noch ein Japaner. Er kennt diese Bahn aus dem vergangenen Jahr, belegte in dieser Prüfung den vierten Platz. Das überraschte ein bisschen. Es folgten vier zweite Plätze, ein Sieg Anfang November und zuletzt ein vierter Platz im mehrfach erwähnten Rennen in Saudi-Arabien und somit hinter dem Sieger Forever Young.
Interessanter Außenseitertipp: Katonah (5)
Tipp:
1: 1 Forever Young
2: 4 Imperial Emperor
3: 9 Ushba Tesoro
4: 10 Walk of Stars