Pferderennen auf Sumbawa

Jockeys mit ihren Pferden im Meer
Jockeys mit ihren Pferden im Meer, Foto: TT
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Es gibt eine lange Liste an ungewöhnlichen Geschichten aus der Welt des internationalen Galopprennsports. In diesem Artikel stellen wir Ihnen Pferderennen vor, die nicht zum Programm bei RaceBets gehören. Das wird nicht verwundern, da Indonesien allgemein kein bekanntes Rennsportland ist. Doch in dieser aus Inseln bestehenden asiatischen Nation gibt es Pferderennen. Fast schon berühmt sind die besonderen Rennen auf Sumbawa. Die waren sogar schon dem deutschen TV einen Bericht wert. In einer Reisesendung des NDR sah man im Herbst 2019 Bilder. Diese Sendung des Magazins Mare ist leider nicht mehr im Internet verfügbar.

Die speziellen Pferderennen

Pferderennen auf der Insel Sumbawa
Pferderennen auf der Insel Sumbawa , Foto: TT

Auf der indonesischen Insel Sumbawa gibt es alljährlich ein spezielles Event, bei dem Kinder im Mittelpunkt stehen. Dort, auf einem Eiland mit knapp 1,4 Millionen Einwohnern, das so groß wie Schleswig-Holstein ist, haben seit dem 19. Jahrhundert (manche sprechen sogar von über 300 Jahren) Pferderennen mit speziellen indonesischen Ponys eine große Tradition. Geritten werden sie von Kindern im Alter von vier bis im Höchstfall elf Jahren, die – wie bereits zuvor ihre Eltern – in den Sattel der Pferde steigen – und manchmal gehoben werden müssen, weil sie so klein sind.  Erstmals aufmerksam wurde man auf dieses Thema übrigens durch einen Artikel In der Zeitschrift Stern. Dieser basierte auf einer Dokumentation mit dem Titel Die Kinderjockeys von Sumbawa. In dieser heißt es, dass es die Tradition der Rennen bereits seit über 300 Jahren gibt. Frühes 19. Jahrhundert entstammt aus einer anderen Quelle. Aber immer reiten die Kinder. Es gibt also keine Männer oder Frauen, die in den Sattel steigen.

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Es gibt mehrere „Bahnen“

Wenn man sich über Pferderennen in Indonesien informieren möchte, wird man immer auf dieses spezielle Events auf der Insel Sumbawa stoßen. Rennbahnen nach europäischem Maßstab gibt es auf diesem Eiland natürlich nicht. Doch sie ist groß genug für eine Reihe von Anlagen, die speziell für die Rennen vorbereitet werden. Man darf sich Sandpisten vorstellen, die uneben sind, eng, von Büschen oder von Zäunen abgegrenzt. Die Reiter reisen über die gesamte Insel, immer in der Hoffnung auf einen Sieg mit den meist familieneigenen Pferde. Es sind also nicht nur die Reiter unterwegs, sondern Familien, oftmals sehr große Gruppen. Wer über dieses Thema recherchiert, wird Überschriften lesen, die besagen, dass die jungen Reiter ständig ihr Leben riskieren. Das mag rein faktisch stimmen, da es handelt sich halt um Schlagzeilen, die Aufmerksamkeit erregen sollen.

Es geht um Geld

Training von jungen Jockeys auf der Insel Sumbawa
Training von jungen Jockeys auf der Insel Sumbawa, Foto: TT

Die Reiter verdienen mit ihren Ritten Geld für ihre Familien, das Training ist oftmals wichtiger als die Schule. 2 bis 5 Dollar gibt es pro Ritt, was bei einem durchschnittlichen Einkommen von 85 Dollar pro Monat viel Geld ist, zumal wenn bis zu zehn Rennen pro Veranstaltung gelaufen werden. Oftmals erhalten die erfolgreichsten Reiter zusätzlich eine Kuh als Belohnung. Über 300 junge Reiter soll es auf dieser Insel geben. Und immer wieder kommen neue nach. In den Familien, die mit diesem Sport verbunden sind, sind es die jüngsten, die die größten Hoffnungen tragen. Wer beispielsweise 14 Jahre alt ist, gilt bereits als ein Veteran und steht somit etwas übertrieben formuliert vor dem Ende der Karriere. Nur wenige reiten noch mit 14. Elf Jahre gilt wie zuvor erwähnt meist als obere Grenze. Gründe sind nicht bekannt.

Keine Frage: Große Gefahren lauern

Der Galopprennsport ist auf der ganzen Welt eine Sportart mit klaren und eindeutigen Regeln. Diese gelten auf dieser indonesischen Insel nicht, hierzu reicht ein Blick auf Fotos oder Video Schnipsel. Stürze sind wohl an der Tagesordnung, die Reiter sind klein, jung und unerfahren, die Bahnen wie erwähnt nicht wirklich als solche zu bezeichnen. Die Pferde laufen schnell, da kann es zu Vorfällen kommen. Genau deshalb kann man hier auch nicht von Werbung für den Galopprennsport sprechen. Und das erklärt die erwähnten Schlagzeilen. Kurz gesagt ist das, was auf der Insel Sumbawa das ganze Jahr über (oder doch nur im Frühjahr? – es gibt verschiedene Quellen mit unterschiedlichen Aussagen) stattfindet zwar in einer gewissen Art und Weise einzigartig. Aber weder die Art, wie die Rennen gelaufen werden, noch die Hintergründe wären in Europa denkbar.

Foto: TT

Ein positives Fazit zu den Pferderennen auf Sumbawa

Sumbawa und die dortigen Pferderennen sollen in diesem Artikel nicht kritisiert werden. Es ging uns mehr darum, aufzuzeigen, dass dieser Sport in unterschiedlichen Arten auf der ganzen Welt beliebt ist. In diesem Falle handelt es sich um eine Möglichkeit der Armut zu entfliehen. Die erwähnte Sendung des NDR im Jahr 2019 berichtete nicht ohne Grund von dieser Insel. Es war keiner dieser kritischen Berichte, bei denen ein gesamter Sport negativ beleuchtet wird. Es handelte sich um eine Reisesendung. Man könnte diese Art der Rennen sogar als eine Touristenattraktion von Sumbawa bezeichnen, nur dass die hier beschriebene Insel selten von Touristen besucht wird. Wer sich für Pferderennen interessiert und exotische Eindrücke gewinnen möchte, sollte zumindest mal auf den entsprechenden Portalen den Suchbegriff Sumbawa eingeben. Vermutlich werden direkt die Pferderennen angezeigt.

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