Galopprennbahn Hoppegarten: Weit ist der Weg zum Ruhm!

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Der Fokus ist eindeutig: „Wir wollen die Langstrecken-Rennen pushen“, hieß es schon vor geraumer Zeit von der Galopprennbahn in Berlin-Hoppegarten. Die Macher um Rennbahn-Eigentümer Gerhard Schöningh haben es sich zum Ziel gesetzt, den Langstrecklern eine Heimat zu bieten. „Marathon-Pferde“ sollen sich in der Hauptstadt profilieren können. Das Comer Group International Oleander-Rennen als  bedeutendstes Steherrennen, in aller Regel mit Pferden aus den verschiedensten Ländern bestückt, ist normalerweise die ganz große Zugnummer für die Nurmis. Leider musste diese Gruppe-Prüfung wegen der Corona-Pandemie in diesem Jahr ausfallen.

Doch der Hoppegartener Steher-Preis (Listenrennen, 12.500 Euro) über weite 2.800 Meter ist am Sonntag die Attraktion auf der Parkbahn vor den Toren Berlins, die geographisch zum Land Brandenburg gehört. 1.000 Zuschauer sind diesmal zugelassen, aber auf dem Live-Stream von RaceBets entgeht Ihnen nichts.

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Ida Alata oder Quian?

Bei der Suche nach dem Sieger sollte man sich in erster Linie an zwei Pferden orientieren, die sich schon stark empfohlen haben. Ida Alata, die Champion Henk Grewe trainiert, und Quian (L. Delozier) aus dem Quartier von Peter Schiergen, ebenfalls in Köln. Die groß gesteigerte Grewe-Stute hätte einen Volltreffer auf diesem Parkett mehr als verdient.  Zuletzt im St. Leger Trial in Dortmund war Ida Alata Zweite und zuvor in einem ähnlichen Rennen in Köln kam sie als Dritte wieder sehr gut ins Bild. Man darf gespannt sein, ob ihr diesmal der Sieg gelingt. Natürlich sitzt Andrasch Starke im Sattel.

Henk Grewe
Henk Grewe

Es hat sich so richtig ausgezahlt, Quian auf Langstrecken einzusetzen. Denn bei zwei Versuchen ist der Schimmel hier noch ohne Niederlage. In einem Hamburger Ausgleich II hatte er am Derby-Sonntag nicht die geringsten Probleme und sollte den Sprung auf Listen-Level sicherlich schaffen. Vielleicht kann er auch Ida Alata gefährden. Denn viele der anderen Pferde stehen ebenfalls vor einem Sprung oder haben aktuell wenig geboten.

Halbblüter am Start

Auch ein Halbblüter startet in diesem Listenrennen, was wahrlich ungewöhnlich ist. Er kommt aus dem in Dänschenburg unweit der Ostsee beheimateten Quartier von Anna Schleusner-Fruhriep. The Tiger (A. Best) schaffte 2019 das Kunststück, mit dem Silbernen Band der Ruhr ein Traditionsrennen in Mülheim zu gewinnen. Der damals passend schwere Boden war so ganz nach dem Geschmack des Wallachs. Seine aktuellen Formen waren allerdings schwächer, und ist kaum davon auszugehen, dass er die passenden Boden-Bedingungen diesmal vorfinden wird. Sein Trainingsgefährte Wutzelmann (C. Lecoeuvre) ist in erster Linie Hindernispferd. Da in diesem Jahr aber kaum solche Rennen stattfinden, darf der Zehnjährige hier heran, allerdings als großer Außenseiter. Eher kann vielleicht die von Jean-Pierre Carvalho vorbereitete Höny-Hoferin All for Rome (B. Murzabayev) in die Dreierwette laufen, die mehrfach nicht weit weg war und es im Schnitt etwas einfacher antrifft als in Dortmund, wo aber Ida Alata deutlich vor ihr war. In der Platzierung ist auch Lips Queen (R. Piechulek) zu erwarten, sie muss nur die vorletzte Form einstellen.

Die Pferde in der Einzelvorstellung

Als Wetthilfe für Sie beleuchten wir die Chancen aller Starter in der Einzelvorstellung:

The Tiger: Im vergangenen Jahr auf schwerer Bahn prächtig verbessert, wie der Sieg im Listenrennen in Mülheim beweist. Sicher ein exzellenter Halbblüter, aber in dieser Klasse musste er zuletzt doch passen, nur bei passenden Bedingungen ein Faktor.

The Tiger
The Tiger

Lips Queen: Beim Saisondebüt in einem Listenrennen für Stuten in Hannover stark unterwegs, die Bestätigung blieb aber aus, könnte auch bei der Langstrecken-Premiere ein gutes Platzgeld holen.

Estivo: Hat es in dieser Kategorie doch sehr schwer, wäre im Handicap wohl besser aufgehoben.

Quian: Eine der Entdeckung der letzten Wochen auf solchen Distanzen. Imponierte am Derby-Tag in Hamburg im Ausgleich II, sollte auch in dieser Klasse weit vorne sein.

Quian siegt unter Lukas Delozier
Quian siegt unter Lukas Delozier

Vancano: Im Ausgleich III sehr gut in Schwung, aber hier wird doch viel mehr verlangt.

Wutzelmann: Sehr guter Halbblüter, der allerdings auf der Hindernisbahn zu Hause ist. Da es in diesem Jahr allerdings kaum solche Prüfungen gibt, startet er auf der Flachen. Das ist sicher eine Nummer zu groß.

All for Rome: Hielt sich in Dortmund in einer ähnlichen Aufgabe ordentlich, musste als Sechste allerdings schon Ida Alata, Monpti und Moonshiner vor sich dulden. Ein Honorar halten wir aber nicht für ausgeschlossen.

Amiro: Tut sich in dieser Saison ziemlich schwer, war auch stets in anspruchsvollen Aufgaben unterwegs. In Dortmund gegen etliche der jetzigen Konkurrenzen wirkungslos. Kann derzeit nur zu den großen Außenseitern gehören.

Ida Alata: Steht nach zwei starken Platzierungen in dieser Klasse unmittelbar vor einem Erfolg. Verdient hätte sie einen Volltreffer allemal, mit Andrasch Starke im Sattel erste Wahl.

Ida Alata
Ida Alata

Perfect Pitch: In Listenrennen für Stuten in Hannover das ein oder andere Mal im Geld, das dürfte auch hier das vorrangige Ziel sein.

Vivienne Wells: Zweimal Zweite in der Maidenklasse, steht als siegloses Pferd hier vor einer fast unlösbaren Aufgabe.

Hochkarätige Viererwette

Insgesamt umfasst das Programm am Sonntag auf der Hauptstadt-Bahn elf Rennen ab 11:25 Uhr, darunter auch wieder die Mega-Wettchance. 25.000 Euro sind im Ausgleich III über 1.800 Meter (9. Rennen) zu verdienen. Wer die ersten vier Pferde alleine in der korrekten Reihenfolge vorhersagt, gewinnt diese Summe alleine, ansonsten wird sie aufgeteilt. Es gibt natürlich etliche Möglichkeiten für Stellpferde auf dem Wettschein, aber vor allem die Doppelsiegerin Daring Light (M. Seidl) und Athlet (C. Henrique), der zuletzt zu offensiv geritten wurde, könnten hier sehr interessant sein. Auch hier wollen wir Ihnen die Pferde im einzelnen präsentieren.

Das sind die Pferde in der Mega-Wettchance

Apoleon: Treuer Halbblüter, der aber nicht mehr ganz so stark scheint wie früher. Vielleicht hilft ihm die große Erlaubnis des talentierten Nachwuchsreiters.

Apoleon
Apoleon

Oscar: Betagter Wallach, der aber auch im hohen Alter noch ein sehr gutes Leistungsvermögen besitzt. Sein aktueller Ehrenplatz beim ersten Saisonstart war gut, gehört unverändert in die Überlegungen.

Daring Light: Bei zwei Starts noch ungeschlagene Stute aus dem Gestüt Auenquelle, die noch jede Menge Steigerungspotenzial besitzen könnte. Beim ersten Auftritt im Handicap unsere Favoritin.

Jolene: Entschädigte sich mit dem Kampferfolg in Hannover für den unglücklichen Rennverlauf zuvor in Köln, auch mit Aufgewicht ein Faktor.

Adaris: Lief zuletzt wieder ins Mittelfeld, hatte dabei kein ganz einwandfreies Rennen. Sollte diese Marke können, zu höherer Quote interessant.

Adaris
Adaris

Athlet: Nach dem Erfolg in Baden-Baden ging es noch nicht richtig weiter, wurde allerdings in Hannover von der Spitze aus sehr offensiv geritten, hielt lange stand, ehe am Ende die Kräfte fehlten, bei anderer Taktik sehr gefährlich.

Blue Dream: Hat bei drei Starts noch nichts falsch gemacht und war immer unter den ersten Dreien, beim Handicap-Einstand chancenreich, war aber hinter Daring Light.

Red Dynamite: Bei zwei Starts in Tschechien immer vorne, schwer einzuschätzen, was das Wert war, dennoch nicht ungefährlich.

Saxonia: Gab in Dresden eine tolle Vorstellung, unterlag erst nach Zielfoto, blieb dabei sogar vor Athlet, hat gute Aussichten.

Zampano: Scheint inzwischen doch an seiner Marke zu knabbern, die Bahn liegt ihm allerdings.

Cash the Cheque: Neunjähriger Veteran, der schon einen sehr guten Tag braucht, um ganz vorne zu sein, nur Außenseiter.Louna Amica: Gewann in Hannover ihr erstes Rennen in gutem Stil, kann auch hier ein Wort mitreden.

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Lesen Sie auch unseren Insider-Talk. In dieser Woche mit Carl Klever.

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