Pferderennen in Chile

Road to Cheltenham

Südamerikaner sind fußballverrückt, das ist bekannt. Aber sie sind auch begeistert von Pferderennen. Wer sich mit der Materie intensiv befasst, weiß das natürlich. Das Niveau des Galopprennsports ist in Südamerika sehr hoch. Die besten Pferde und Jockeys wandern zwar häufig in die USA ab, aber dennoch wachsen immer wieder neue Talente nach. So auch in Chile.

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Dieses Land wurde in der Vergangenheit im deutschen Galopprennsport ab und zu erwähnt, nicht zuletzt durch Trainer Fernando Diaz, der über Jahre desöfteren mit seinen Pferden aus Schweden nach Deutschland reiste. Und viele dieser Pferde, die auch in besseren Rennen mitliefen, sind chilenisch gezogen. Das liegt daran, dass der Trainer aus Chile stammt und dort auch seine Karriere begann. Anfang 2016 zog es die bayrische Rennreiterin Tamara Hofer in den Andenstaat. Sie gewann schnell erste Rennen, darunter sogar ein Clasico. Gemeint ist ein klassisches Rennen mit großer Tradition.

Die meisten chilenischen Großereignisse finden auf der größten und wichtigsten Rennbahn des Landes statt, die sich natürlich in der Hauptstadt Santiago de Chile befindet. Die Rennbahn namens Hipodromo Chile (1904 gegründet und zehn Minuten vom Stadtzentrum entfernt) ist ein 1645 Meter langer Linkskurs auf Dirt. Es gibt zwei Trainingsbahnen für weit über 1000 Pferde. Das ganze Jahr über werden hier Pferderennen statt und zwar an jedem Sonntag und an jedem zweiten Mittwoch im Monat. Das Gelände mit einer Größe von 280.000 m2 gehört bis heute der Gründergesellschaft aus dem Jahr 1904. Immerhin 35.000 Zuschauer finden auf dem Hippodrom Platz. Hier werden viele der wichtigsten Rennen Chiles entschieden: der Gran Premio Hipódromo Chile, das St.Leger, das La Carrera del Ano und das Sabato de Campeones. Nahe der Rennbahn werden im Frühjahr und im Herbst auch Auktionen veranstaltet.

Die zweitwichtigste Rennbahn des Landes, der Club Hipico, befindet sich witzigerweise ebenfalls in Santiago de Chile. Es handelt sich um eine Grasbahn. Der Rechtskurs umfasst 2400 Meter. Für Trainingszwecke steht ein Dirt-Track zur Verfügung. 1800 Pferde werden auf dieser Bahn trainiert. Rennen finden das ganze Jahr über statt: jeden Montag und Donnerstag, vereinzelt auch am Wochenende. Die Bahn entstand bereits 1869. Sie gilt als Gegenstück zu Paris-Longchamp und ist ein exklusiver Klub. Auch Queen Elizabeth II soll sich hier bereits vergnügt haben. Auf dieser Bahn werden alle klassischen Rennen gelaufen. Das wichtigste ist El Ensayo, das seit 1873 gelaufen wird und damit der älteste Klassiker für Dreijährige in Südamerika ist. Es gibt noch zwei weitere Rennbahnen in Chile und zwar in Concepcion und Valparaíso. Die dortigen Rennen stehen vom Niveau der Pferde deutlich unter denen aus Santiago.

Chile ist ein armes Land. Die Dotierung der Rennen ist deshalb relativ niedrig, andererseits jedoch nicht ganz so weit vom deutschen Niveau entfernt. Allerdings sind die Trainingskosten recht niedrig, so dass nach einer Statistik 93% aller Pferde ihre Kosten auch wieder herein galoppieren. In dieser Statistik sind jedoch nur Pferde aufgeführt, die auch tatsächlich Rennen bestreiten. Dass es sich durchaus lohnt Rennpferde in Chile zu halten, wird durch die Vielzahl der Rennen erklärt, die an einem Tag gelaufen werden. Meistens geht es über Sprintdistanzen, selten über die Meile und weiter. Den Zuschauern wird einiges Stehvermögen abverlangt. 18 bis 20 Rennen pro Tag sind normal! Gestartet wird alle halbe Stunde. Der Totalisator ist mit einer Vielzahl von Wettbüros im ganzen Land verbunden. Die Außenwette hat immense Wichtigkeit. Gezüchtet wird natürlich auch im Land, es muss ja Nachschub für die vielen Pferderennen her.

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