Tipps von Christian von der Recke

Christian von der Recke Rennanalyse
Road to Cheltenham

Nachdem RaceBets Ambassador Christian von der Recke in der letzten Woche einen Blick auf den Trabrennsport warf, genauer gesagt auf den Prix d’Amerique und allgemein auf Satteltraben, geht es nun wieder um Galopprennen. Und hier zuerst um seine eigenen Starter in Mons-Ghlin (Belgien) am Donnerstag (es lauft nur eine Stute namens Galway Girl) und in Dortmund am Sonntag. Drei Pferde wird er an den Start bringen. Der Trainer schaut darüber hinaus auf das Dublin Racing Festival auf der Rennbahn von Leopardstown in Irland am Wochenende. Es wird auf einem hohen Niveau gesprungen. Nebenbei bemerkt, hat sich der Hinweis vom Trainer, dass man in Dubai die Ritte von Frankie Dettori beachten sollte, am letzten Donnerstag im letzten Rennen gelohnt. Vielleicht setzt sich dies an diesem Donnerstag fort. Wir gehen auf diese Rennen nicht konkret ein, weil sich in dieser Woche genügend andere Themen gefunden haben.

Donnerstag in Mons-Ghlin

Nach einer kurzen Pause sind wieder Rennen in Mons-Ghlin. Für uns läuft in der Abschlussprüfung Galway Girl. Sie hat sechs Gegner. Dass sie das einzige Pferd ist, das wir nach Belgien schicken und dass es nicht ganz so viel Preisgeld gibt, sollten Wetter als ein Signal verstehen. Das ist also ein Wink mit dem Zaunpfahl. Wir rechnen uns mit anderen Worten gute Chancen aus, ansonsten steht der Aufwand in keinem Verhältnis. Wir hatten zwar auch andere Pferde für diese Veranstaltung eingeplant, aber manchmal ist es halt so, dass diese ausgeschieden werden oder dass Rennen ausfallen. Dann muss man umplanen.

Jetzt zu RaceBets

Das Dublin Racing Festival

Mit vielen Gruppe 1-Rennen begeistert am Wochenende das Dublin Racing Festival auf der Bahn von Leopardstown. Es liegt ideal sechs Wochen vor dem Cheltenham Festival. Kein Wunder also, dass viele Trainer es als Generalprobe und als letztes Sprungbrett für ihre Stars nutzen. Da kann man von einer top Vorbereitung sprechen und es geht um die letzten Feinheiten für Mitte März. Dass es ordentliches Geld zu verdienen gibt, wird dabei nicht stören. Auf der anderen Seite fallen gerade viele Veranstaltungen wegen Regen und Eis aus in England und in Irland. Als Folge sind viele Rennen extrem stark besetzt, denn Trainer und Besitzer müssen flexibel sein und Pläne ändern. Also ballt sich alles auf spezielle Rennen. Das Geläuf wird am Wochenende schwer bis tief sein, was dann häufig zu Überraschungen führt. Dennoch: Trainer wie Willie Mullins und Gordon Elliot sind immer zu beachten mit ihren Startern.

Willie P. Mullins im Portrait am 12.05.2019 in Berlin Hoppegarten
Willie P. Mullins im Portrait am 12.05.2019 in Berlin Hoppegarten

Stars aus dem Mullins Stall

Erstgenannter trainiert Chacun Pour Soi, den Favoriten in der Ladbrokes Dublin Chase, dem Highlight des Meetings. Der Wallach läuft selten, aber immer sehr gut. Vermutlich kommt der zweite Favorit aus dem gleichen Stall: Min. Zu dem Zeitpunkt, an dem dieser Text entsteht, war auch der aus der deutschen Zucht stammende Notebook noch startberechtigt. Bei Hindernispferden ist es oft so, dass sie nur selten laufen. Das stört die gar nicht so. Da man so viel Geld gewinnen kann im besten Falle, kann man diese Pausen schonmal gönnen. Bei Chacun Pour Soi funktioniert diese Vorgehensweise.

Die unbesiegte Honeysuckle

Pavel Vovcenko im Portrait am 02.06.2018 Renntag in Baden-Baden.
Pavel Vovcenko im Portrait am 02.06.2018 Renntag in Baden-Baden.

Ein anderes spannendes Rennen wird das Irish Champion Hurdle sein. Favoritin ist Honeysuckle, die bisher noch nicht besiegt wurde. Ihre Mutter hatte Black Type über Hindernisse in Deutschland, sie wurde von Pavel Vovcenko trainiert. Ich persönlich bevorzuge es auch, wenn Pferde bereits Mütter haben, die man einschätzen kann. Ich achte da sogar sehr drauf. Das war bereits bei meinem ersten Pferd so: Tucke aus der Thailand. Die Mutter von Honeysuckle konnte springen. Sie war hart, denn sie war mehrere Jahre auf der Bahn. Und sie konnte stehen. Man wählte den passenden Deckhengst und hat mit Honeysuckle ein richtig gutes Pferd gezüchtet. Kaufe ich ein Pferd mit einer ungeprüften Mutter, weiß ich nichts über Charakter, Distanz, Sprungvermögen, ging sie in die Startmaschine und so weiter.

Drei Recke-Hoffnungen am Sonntag in Dortmund

Fair Hurricane siegt unter Alexander Pietsch
Fair Hurricane siegt unter Alexander Pietsch am 10.02.2019 in Neuss.

In Dortmund sind am Sonntag nach einer Woche Pause wieder Rennen. Wir haben drei Starter. Glory Dab hat sich beim letzten Mal ordentlich verkauft. Das sollte wieder der Fall sein. Fair Hurricane lief bei seinem letzten Start auf einen dritten Platz. Seine Marke ist auf Sand günstiger als auf Gras. Er hat sich ordentlich aus der Affäre gezogen mit Anna van den Troost, die wieder im Sattel sitzt. Die Distanz ist mit 1200 Meter diesmal zwar kürzer, aber das wird keine Rolle spielen. Mit Sir Chancelot haben wir umgeplant. Er sollte eigentlich in Belgien laufen, wird mit Chancen antreten. Zum Zeitpunkt, als dieser Text verfasst wurde, gab es noch keine finalen Starterfelder, deshalb kann auf die Gegner nicht konkret eingegangen werden.“ Auch in der kommenden Woche wird unser RaceBets Ambassador Christian von der Recke auf diverse Rennen und Rennveranstaltungen blicken. Es sind zwar vergleichsweise ruhige Wochen, aber das eine oder andere Rennen wird schon für einen genauen Blick ohne Zweifel anbieten.

Jetzt zu RaceBets

Tipps von Christian von der Recke
3 (60%) 5 Stimme[n]
Road to Cheltenham