Christian von der Recke über Cheltenham, Krefeld und seine Starter in Frankreich

Christian von der Recke Rennanalyse
RaceBets Million

Wie bereits in den vorherigen Wochen, hat RaceBets Ambassador Christian von der Recke sich für uns mit den rennsportlichen Highlights der kommenden Tage beschäftigt. Passend, dass er über eigene Starter berichten konnte. Für den Fall, dass dieser Artikel nach dem Start in Straßburg von Nowatlast gelesen wird, empfehlen wir den Blick auf seine allgemeingültigen Worte.

Eigene Starter in Frankreich

In Le Croise Laroche ist am Sonntag eine Stute von mir namens Peristera Dritte geworden. In der Verkaufsklasse lief sie nun zweimal und verdiente über 4600 €. Dafür, dass sie nicht das beste Pferd aller Zeiten ist, finde ich das mehr als beachtlich. Meinen nächsten Starter habe ich in der Woche, in der dieser Artikel erscheint, in Straßburg. Nowatlast ist ein nettes Pferd. Ein Start in Deutschland ist wegen der Konkurrenz bei den Zweijährigen nicht interessant genug gewesen. Ich hoffe natürlich, dass der Ausflug sich lohnt. (Anmerkung der Redaktion: das war leider nicht der Fall). Weil aber so viele deutsche Pferde in Straßburg laufen, sind zumindest die Fahrtkosten geringer. Darüber denken Außenstehende ja meist nicht nach. Wobei eine Fahrt nach Dresden für mich teurer ist, als eine nach Mons oder zu vielen französischen Bahnen.

Nowatlast
Nowatlast

Ich hatte erst mit weiteren Startern am kommenden Wochenende in Le Croise Laroche geplant, werde meine Pläne aber voraussichtlich ändern. Ich laufe als deutscher Trainer natürlich am liebsten in Deutschland. Mir gefällt zwar Belgien, wo ich übrigens die Statistik der erfolgreichsten Trainer anführte vor dem Renntag am Donnerstag. Und auch in Frankreich ist es schön, wenn man erfolgreich ist. Aber der hauptsächliche Grund für diese Reisen sind die deutschen Rennpreise. Vor allem, dass man kurzfristig in Dresden und in Dortmund diese kürzt, ist mehr als ärgerlich für die Aktiven. Das würde in Frankreich nie passieren. Klar macht es uns Corona allen nicht leicht. Mir gefällt die Vorgehensweise nicht. Man muss sehen, wo man Geld verdienen kann. Der von mir trainierte Fair Hurricane kann in Deutschland 2000 Euro oder 3000 verdienen mit einem Sieg, in Mons-Ghlin 8000 Euro. Da ist doch klar, was Trainer und Besitzer bevorzugen.

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Cheltenham: Das November Meeting als Vorspeise für die Wintersaison

Christian Von der Recke und A. P. McCoy
Christian Von der Recke und A. P. McCoy

Wer sich für den National Hunt Sport interessiert, wirft in den kommenden Tagen, genauer von Freitag bis Sonntag, einen Blick nach Cheltenham zum November Meeting. Mit Barito habe ich bei diesem Meeting im Jahr 2003 ein besseres Handicap gewonnen, mit A.P. McCoy im Sattel. Und ich habe in Cheltenham bekanntlich weitere Erfolge erzielt. Ich hatte mehrfach das Glück, das richtige Pferd zum richtigen Zeitpunkt zu haben. Diese Bahn schuldet mir nichts. Das November Meeting ist so eine Art Auftakt für die ganz großen Aufgaben in der Zukunft. Ich sage mal: es handelt sich um Vorspeise für die Wintersaison. Die Trainer und Besitzer zeigen dort Flagge. Es kommen also etliche Kracher an den Ablauf. Und das sogar nicht nur im Highlight Paddy Power Gold Cup und im Greatwood Hurdle, sondern auch in den einfachen Novice Hurdles. Wer sich für diesen Sport begeistert, sollte sich diese Rennen anschauen und Wetten setzen. Das kann sich wirklich lohnen.

Krefeld: Wieder Außenseiter im Ratibor Rennen

Das letzte deutsche Grupperennen ist das Herzog von Ratibor Rennen am Sonntag in Krefeld. Auf einer Bahn also, die im gesamten Jahr noch nicht veranstaltet hat. Bei den Zweijährigen im Highlight gibt es sicherlich wieder Starter aus den großen deutschen Ställen. Doch ich möchte darauf hinweisen, dass in der Vergangenheit einige Pferde gewannen, die diese Leistungen danach nicht eingestellt haben. Beispiele sind Los Cerritos und Poldie’s Liebling. Wobei der letztjährige Sieger Wonderful Moon seinen Status als Derbyfavorit nicht ohne Grund hatte. Und davor gewann Donjah. Es ist aber spät im Jahr und die Form kann schnell umschlagen. Wir Trainer müssen durch den langen Nennungsschluss Pferde früh nennen. Zum Zeitpunkt der Nennung ist die Form gut, aber sowas kann sich leider ändern. Außerdem ist das Geläuf voraussichtlich schwer, was nicht jedem Pferd liegt.

Wonderful Moon siegt unter Andrasch Starke im Grosser Preis von Bamberg - Herzog von Ratibor-Rennen
Wonderful Moon siegt unter Andrasch Starke im Grosser Preis von Bamberg – Herzog von Ratibor-Rennen Gruppe 3 am 10.11.2019 in Krefeld

Ich persönlich empfehle also Wetten auf Außenseiter. Zum Beispiel in meiner Tippgemeinschaft für Wetten, dass 2.0 habe ich diese Empfehlung ausgesprochen, denn ich würde die heißen Favoriten von Wöhler und Schiergen nicht wetten. Außenseiterwetten können auch im Rahmenprogramm lohnen, wo ich Petunie laufen lassen möchte. Sie startet im Ausgleich 4 und wir warten mal ab, wer die Gegner sind. Eine Zweijährige hatte sich angeboten, aber wir haben sie rausgenommen. Im Grupperennen hatte ich zwar den Collingham drin, aber der ist verkauft.“

Auch in der kommenden Woche schaut Christian von der Recke wieder auf anstehenden rennsportliche Ereignisse. Dresden am Buß- und Bettag wird ein Thema sein. Es ist schließlich einer der letzten größeren Renntage in Deutschland und der letzte im Osten des Landes. Rennen auf Sand in Dortmund müssen in diesen Wochen immer ein Thema sein. Und auch einen Blick ins weit entfernte Ausland wird der Trainer wagen.

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