Christian von der Recke über den Trabsport

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Wir haben es mit einer ruhigen Woche im Galopprennsport zu tun. Das liegt nicht zuletzt daran, dass das weltgrößte Trabrennen am Sonntag in Paris-Vincennes entschieden wird. Deshalb sind an diesem Tag auch keine Rennen in Dortmund – was mit den Übertragungen in einem Zusammenhang steht. Wir fanden es interessant, unseren RaceBets Botschafter Christian von der Recke nach seiner Meinung zum Prix d’Amerique zu fragen, zumal dieses Rennen für einige Aufmerksamkeit bei den Wettern sorgt. Einige Worte über Satteltraben (die Montés) äußert unser Ambassador ebenfalls. Er gibt den Freunden des Galopprennsports zuvor aber auch noch einen allgemeinen Hinweis für Meydan am Donnerstag. Das Stichwort lautet Frankie Dettori.

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Ein Blick nach Meydan: Frankie Dettori reitet wieder für Godolphin

Frankie Dettori
Frankie Dettori, 02.08.2020, Düsseldorf

„Wie wir bereits in der letzten Woche feststellen konnten, reitet Frankie Dettori wieder für Godolphin. An diesem Donnerstag sitzt er bei der Veranstaltung in Meydan in vier Rennen auf Godolphin Pferden. Im 3.Rennen starten gleich sieben in den berühmten blauen Farben: Dettori steuert die erste Farbe High End. Im 4.Rennen sitzt er auf Stunning Beauty und im 5.Rennen, den UAE 1000 Guineas, auf der unbesiegten Soft Whisper. Es folgt im 6. Rennen Bedouin’s Story. Ich sage ja immer: wenn du den besten Reiter auf dem eigenen Pferd ist, ist das besser, als wenn er auf einem anderen Pferd sitzt. Ich hatte mal in einem Hindernisrennen in England AP McCoy gebucht, obwohl mein Pferd dadurch drei Kilo mehr tragen musste. Der Agent hat dies nicht verstanden. Was soll ich sagen: wir haben gewonnen. Selbst wenn man die konkreten Formen der Pferde nicht betrachtet, sind die Starter mit Frankie Dettori in Meydan sicherlich eine Wette wert.

Bedouin's Story mit Jason Watson
Bedouin’s Story mit Jason Watson, 26.10.2018, Newbury, Foto: Cranham Photo

Der Prix d‘Amerique

Zu einem Rennen wie dem Prix d’Amerique kann man als Galopptrainer eigentlich nichts sagen. Das ist ein anderer Sport. Es ist aber fraglos ein sehr spannendes, faszinierendes Rennen – und ein Grund, weshalb in Deutschland keine Rennveranstaltung an diesem Sonntag ist. Denn es werden in Frankreich nur die Rennen aus Vincennes übertragen und die PMU finanziert nunmal unsere Winterrennen mit. Favoriten sind auch nach den RaceBets Festkursen zu urteilen Face Time Bourbon und Davidson Du Pont, aber die kann ich nicht einschätzen. Ich stelle aber immer wieder fest: Der Trabersport ist in Frankreich einfach stark. Frustrierend ist das mit einen Blick auf Deutschland, wo es oft nur 1000 Euro zu verdienen gibt. In Paris geht es am Sonntag um eine Million. Man hat halt Fehler gemacht. Die Blütezeit gab es bereits vor längerer Zeit: ein Heinz Wewering gewann damals 500 Rennen im Jahr. Aber es gab dann einen Absturz. Das ist schon traurig. Ich meine das nicht hochnäsig: wir haben im deutschen Galopprennsport ja auch viele Fehler gemacht.

Face Time Bourbon mit Bjorn Goop und Davidson du Pont mit Franck Ouvrie
Face Time Bourbon mit Bjorn Goop und Davidson du Pont mit Franck Ouvrie, 26.01.2020, Paris Vincennes, Foto: TT

Christian von der Recke über Montés im allgemeinen

Der mit 700.000 Euro dotierte Prix du Conulier fand zwar bereits am vergangenen Sonntag statt. Das ist das wichtigste Satteltraben des Jahres. Aber auch rund um den Prix d’Amerique gibt es wieder einige Rennen unter dem Sattel. In gewisser Hinsicht sind Montés, also Satteltraben, interessant. Mich wundert, dass nicht ein Jockey, der das Gewicht nicht mehr bringen kann, einfach die Disziplin wechselt. Das reiterliche Vermögen und die Klasse müsste doch so manchen Erfolg bringen. Denn die Monté-Reiter können gar nicht so viel Erfahrung haben, auch wenn sich der Stil geändert hat. Lange Bügel sind kaum noch zu sehen. Ich denke bei diesen Tipp an einen William Mongil. In meiner Zeit als Reiter hätte ich Interesse gehabt. Jetzt geht es natürlich nicht mehr. Ich weiß gar nicht, ob ein Christophe Soumillon es mal probiert hat. Er hat sich über Hindernisse versucht und gewonnen. Er hat im Sulky gesessen und gesiegt. Aber in einem Satteltraben? Das wäre eine faszinierende Angelegenheit. Umgekehrt gab es Versuche. Marisa Bock zum Beispiel. Werner Schmeer wollte mal, dass sie an einen Renntag in Saarbrücken ein Galopprennen, ein Trabfahren und ein Trabreiten bestreitet. Das hat aber nie geklappt, ein Pferd war immer Nichtstarter. Der Wechsel der Pferdesportarten fand auch bei den Trainern statt: Zum Beispiel Axel Kleinkorres kommt von den Trabern. Aber ein Wechsel umgekehrt? Das hätte was.“

Axel Kleinkorres
Axel Kleinkorres, 24.06.2018, Dortmund

In der kommenden Woche steht wieder der Galopprennsport im Fokus eines Artikels von unserem RaceBets Ambassador Christian von der Recke. Dann kann er wieder auf Rennen in Dortmund gucken. Und nicht nur auf diese.

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