Christian von der Recke: Highlights und ein erster Rückblick 2019! „Besitzer fragen sich, habe ich das richtige Pferd?“

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Die Rennsaison 2019 ist in vollem Gange, die ersten Höhepunkte und wichtigen Derby-Vorprüfungen liegen bereits hinter uns. Der Weilerswister Erfolgstrainer Christian von der Recke, der am 1. Mai das 2.000. Rennen seiner Laufbahn gewann, präsentiert  – exklusiv auf dem RaceBets-Blog seinen ganz persönlichen Rückblick.

„Wie so oft um diese Jahreszeit hat es schon einige imposante Maidensieger, wie zum Beispiel Laccario in Köln, gegeben. Die Art und Weise ihrer Erfolge überzeugte so, dass man glaubt, da reift etwas Besonderes heran, doch wird sich das erst im nächsten Schritt zeigen.

Morgenarbeit im Rennstall Recke

Bei den Pferden, die in besseren Aufgaben schon in diesem Jahr gelaufen sind, wie in Krefeld im Dr. Busch-Memorial oder in München im Bavarian Classic, ist kein Affe aus dem Nest gefallen. Gemeinte Pferde haben ihre Positionen verteidigt. Jetzt gilt es, die Lücke vom Maidensieg zu Grupperennen für einige zu schließen, und das ist eine spannende Sache.

Es ist sehr auffällig, dass einige Pferde trotz hoher Erwartungen nach ihrem ersten Erfolg im Handicap diesen Eindruck nicht bestätigen konnten. Damit meine ich die Stute Ormuz, die in Hoppegarten sehr blass blieb, oder Storyinword, der nach seinem Hoppegartener Sieg in einem mäßigen Handicap in Dresden nicht gewinnen konnte, oder unseren Jason, der auch für bessere Aufgaben angedacht ist, doch der in Mülheim im Handicap keine Rolle spielte.

Tag der Rennställe 2019

Schon die Fachpresse schrieb vorher: „Dreijährige haben es um diese Jahreszeit im Handicap schwer“. Sie haben alle den Sprung noch nicht geschafft, sollten aber den zweiten Schritt auf Dauer bewältigen.

Da fragt sich ein Besitzer: Habe ich nicht das richtige Pferd? Würden sie in Verkaufsrennen in Frankreich antreten, wären sie sofort weg, und dies zu guten Preisen. Bei uns können sie ihre höhere Marke nicht bestätigen. Da läuft in meinen Augen etwas falsch in unserem System. Pferde, die für bessere Aufgaben angedacht sind, müssen auch in der Lage sein, nach oben zu kommen.

Andreas Wöhler und ich haben zusammen über 4.000 Rennen gewonnen und erkennen, wenn es sich um ein gutes Pferd handelt. Wenn wir solche Pferde in unserem System behalten wollen, müssen wir mehr Rücksicht nehmen, damit sie nicht verkauft werden.

Die Engländer oder Franzosen wissen, wieviel diese Pferde wert sind. Auch unseren Chez Hans, der in Deutschland keine Chance mehr gehabt hätte, da er seine Handicap-Marke nicht konnte, wurde verkauft und erzielte einen sehr respektablen Preis. Dabei betreiben wir den Sport ja nicht, um ältere Handicap-Pferde zu schützen. Dreijährige Pferde, die früh gewinnen, sind in der Regel gut genug für bessere Aufgaben, das wissen australische oder englische Agenten, die liebend gern von deutschen Besitzern diese Pferde kaufen.

Doch wir wollen ja gern in Deutschland laufen, ob Züchter, Besitzer oder Trainer, aber das System muss so gestrickt sein, dass diese Pferde auch eine Chance haben. Wenn man mit unseren Pferden im Inland mehr Geld verdienen könnte, was leider schwer ist, da die Mittel nicht da sind, wäre das gut. Aber Pferde durch hohe Handicap-Marken rauszudrücken, ist der verkehrte Schritt.“

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