Deutsche im Ausland – immer etwas Besonderes


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Natürlich haben wir unsere heimischen Rennen. Da bleiben wir meistens unter uns und wir stöhnen schon, wenn ein wagemutiger Engländer oder Franzose mal eben bei uns vorbeischneit, meist mit zweiter Garnitur und uns dann irgendein Gruppe Rennen wegnimmt. Aber manchmal, ja, manchmal kommen auch wir ins Ausland und nehmen ihnen was weg. In jüngster Zeit natürlich den Arc, aber auch die King George VI and Queen Elizabeth Stakes. Ach, das ist schon was. Denn wir sind natürlich eine winzige Population im Gegensatz zu den Ländern wo unsere Pferde antreten (und manchmal auch Siegen). Dubai, Irland, Japan, England, Amerika, Frankreich, Australien … sie alle haben eine riesige Industrie, die nicht so am kränkeln ist, wie unsere deutsche Vollblutzucht. Und trotzdem, ab und zu wächst eines dieser „kleinen“ deutschen Pferde über sich hinaus. Schon allein deswegen sind deutsche Siege im Ausland bei den wichtigen Rennen etwas ganz Besonderes.

Spannender wird es meist, wenn die Rennen irgendwo auf der Welt stattfinden und es mitten in der Nacht in Deutschland ist. Dann sitzt dort eine winzige Gemeinde vor den heimischen PCs und feuert ihre Helden an. Wenn denn überhaupt, manchmal kann man einfach nicht so lange wachbleiben. Der Morgen danach ist plötzlich wie ein Wunder. Da wird man über Nacht auch mal Melbourne Cup Sieger. Das Schönste an der Sache ist: Da wird der zickige Rennsport endlich mal zum kollektiv. WIR sind Arc. WIR sind Melbourne Cup Sieger. Plötzlich ist man sich einig. Einig im Jubel. Das gibt es auf der heimischen Bahn nicht. Ganz Galoppdeutschland kann aber mit Danedream jubeln. Oder mit Novellist. Oder wie am Wochenende mit dem Drittplatzierten Coronation Cup Teilnehmer Windstoss. Und mal ehrlich, der ging gut, aber es waren halt auch nur sechs Teilnehmer. Egal! Das können wir feiern!

Finde ich toll. Es sollte sowieso mehr Einigkeit geben und nicht dieses ewige „Mimimimimi“ was die Galopperleute so anstrengend macht. Alle gesund vom Rennen wiedergekommen? Super. Der Beste an dem Tag hat gewonnen? Auch super. Kann das nicht reichen? Nein, da muss immer erst ein Pferd ins Ausland schippern und da Gruppe gewinnen, dass die Galoppergesellschaft sich einig ist. Da wünscht man sich ja gleich mehr Auslandseinsätze, damit mal endlich Ruhe im Puff ist und alle einfach zufrieden sind. Muss natürlich auch ein wichtiges Rennen sein. Und ein Pferd, dass in der Theorie auch was zu melden hat in dem Feld in dem es antritt. Wir reden nicht von wahnwitzigen Ideen mit dem Ausgang letzter Platz. Sondern von Leistungen. Und Leistungen kann sogar die deutsche Galoppergemeinde würdigen. Zum Glück, wäre doch peinlich, wenn nicht.

Denn sind wir mal ehrlich: Wir existieren in unserem Land doch kaum noch. Aber im Ausland, da sind sie ganz heiß auf unsere Pferde. Einige der bedeutendsten Pferde der Welt wären gar nicht da, wenn es die deutsche Zucht nicht gäbe. Entsprechend scharf ist man auf deutsches Blut. Ich finde, das können wir auch stolz in die Welt raustragen. Gemessen an unserer geringen Population schaffen wir es ja doch Jahr für Jahr Rennen zu gewinnen, in denen andere Nationalitäten viel mehr Asse im Spiel haben. Und wir nur eins. Das muss man einfach würdigen. Freuen wir uns also auf das nächste große Rennen, für das eine kleine Minderheit Deutscher plötzlich nachts aufsteht, um ihren Helden anzufeuern. Gibt nämlich nichts Schöneres als morgens seine sozialen Medien zu öffnen und plötzlich allgemeinen Jubel zu erblicken, der noch tagelang nachhallt. SO müssen Pferderennen sein.

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