Die Amis wissen wie man feiern muss


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Haaach, Kentucky Derby. Ist das nicht schön? Die Amis wissen einfach, wie man Sachen inszeniert. Davon kann der deutsche Rennsport wirklich was lernen. Der Run for the Roses ist schon beeindruckend. Das Pensum, was man den Pferden zumutet, wenn man wirklich einen Tripple Crown Sieger küren will, allerdings auch. Denn es sind nun mal drei verdammt harte Rennen hintereinander. Verdammt weit auseinander. Das ist nicht wie mal eben von München nach Hoppegarten und dann ein paar Monate später mal nach Hamburg. Das geht Schlag auf Schlag. Entsprechend ist es durchaus kritisch zu sehen. So wie amerikanischer Rennsport immer zu sehen ist, ganz egal wie wunderbar er zelebriert wird. Amerikaner lieben ihren Pathos. Beim Pferderennen mag ich den auch. Deswegen kann ich es nie lassen, die Triple Crown Rennen sehe ich immer.

Es hat einfach was. Diese vollbesetzten Ränge, diese wunderbare Atmosphäre. Beim Genießen fühle ich mich dann immer etwas schlecht. Die Lasix Regelung stört mich total, Medikamente + Pferderennen sind für mich immer ein No-Go. Vielleicht bin ich auch zu europäisch. Also bin ich hin- und hergerissen. Von harten Vorbereitungsrennen (Gruppe I… da gurkt keiner, wie in Deutschland, im schnöden Listenrennen herum), bis hin zu der Tatsache, dass die auch noch verdammt früh und schnell hintereinander gelaufen werden. In Deutschland? Ja, da gehste vielleicht im Mai ins Listenrennen, nachdem mal ein Maidenrennen gelaufen wurde und dann im Juli ins Derby. Die Derby Contender im Kentucky Derby sind teilweise schon Gruppe I Sieger. Natürlich sind Vollblüter frühreif und keine Mimöschen. Und natürlich stecken das auch die Pferde weg. Aber ich sehe das trotzdem mit gemischten Gefühlen, aufgrund der Medikation und all dieser Sachen.

Dann ist da noch die Bahn. Sand. Matsch ist vielleicht treffender, denn auch die 2018er Auflage des Derbys ist natürlich mal wieder ins Wasser gefallen. Das passiert öfter als man denkt, in Kentucky ist im Mai wohl Regenzeit. Wir monieren das ja auch immer in Deutschland, die sumpftiefe Derbybahn, wenn es beim Meeting regnet und mal wieder die schnellste Bachstelze, statt des schnellsten Pferdes, gewinnt. Belmont und Preakness Stakes sind meist nicht ganz so feuchte Angelegenheiten.

Immerhin haben wir einen historischen Sieger: einen, der als Zweijähriger nicht gelaufen ist. Das gab es seit 1882 nicht mehr. Schon krass, oder?
Justify ist der gefeierte Derbystar, der früh in Führung lag und locker gewann. Tja, jetzt sagt sicher jeder: Mensch, wenn du dich so darüber beschwerst, dann guck es doch nicht. Hm… nein. Ich muss es einfach sehen. Sorry. Welchem Rennsportler werden nicht die Augen feucht, wenn eine Menschenmenge im strömenden Regen „My Kentucky Home“ anstimmt, für ein verdammtes Pferderennen. So viel Leidenschaft. So eine Feier. Das schaffen eigentlich nur die Amerikaner. Mit kitschigem Pathos, der zu Galopprennen einfach passt. Ich habe sie alle gesehen, die großen Sieger des Derbys. Von den ganz frühen, wie War Admiral, bis hin zu Mine That Bird. Weil ich mich dieser wunderbaren Art, den Rennsport zu feiern, einfach nicht entziehen kann. Macht euch doch mal den Spaß und schaut euch die Triple Crown Rennen von American Pharoah an. Dann versteht ihr, was ich meine. Hollywood at its best. Nur ohne Schauspieler. Sondern mit den Akteuren, die wir sehen wollen: Den Pferden. Nirgends wird das Pferd mehr gefeiert als beim Run for the Roses. Und das sieht einfach wunderschön aus.

Achja… und egal was ihr tut: Hört NIE auf meine Wetttipps beim Kentucky Derby. Ich spiele jedes Jahr und zwar miserabel. Mein Tipp? Mendelssohn. Chrm…

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