Galopp+Insider Carina Fey: „Wir haben sogar einen Pferde-Spa!“


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Rund 50 Pferde, 27 Siege und eine Gewinnsumme von über 700.000 Euro im Jahr 2017 – aus der früheren Reiterin Carina Fey (58 Siege in Deutschland) ist eine aufstrebende Trainerin in Frankreich geworden. Die 30-jährige, seit diesem Jahr auch junge Mutter, hat sich mit erstklassiger Arbeit in unserem Nachbarland innerhalb kürzester Zeit einen Namen gemacht. Und das im Turf-Mekka Chantilly, wo nicht zuletzt auch Abo-Champion Andre Fabre zu Hause ist.

Exklusiv im Galopp+Insider auf dem Blog von RaceBets.com berichtet Carina Fey über ihren spektakulären Werdegang.

Carina Fey und Raineon am 03.10.2016 im Rennstall in Lamorlaye.

„Ich habe meine Ausbildung bei Hans Heinrich Jörgensen gemacht in Grokenkneten, durch den ich auch dann viele Rennen geritten bin und mit dessen Hilfe ich meine ersten Rennen gewonnen habe. Dann war ich ein Jahr bei Andreas Löwe, für den ich auch sehr viel Erfolg hatte und dort auch mit The Spring Flower mein erstes Listenrennen in Köln gewonnen habe und später gruppeplaziert war.

Ich hatte viele Gewichtsprobleme in der letzten Zeit in Deutschland, wollte gleichzeitig auch einfach mal „raus“ und neue Erfahrungen sammeln, deshalb kam der (eigentlich vorübergehende) Wechsel nach Frankreich. Dort war ich bei mehreren Trainern, wie zum Beispiel Mathieu und Cedric Boutin, Fabrice Chappet, Elie Lellouche und Thierry Doumen. Ich habe hier als Jockey unter anderem in Longchamp, St Cloud und Clairefontaine gewonnen für deutsche und französische Trainer.

Bei Doumen hatte ich dann 2011 einen Unfall in der Morgenarbeit über die Hindernisse. Zwei Brustwirbelbrüche waren die Folge, weshalb ich hier in Frankreich keine Lizenz mehr bekam. Ich habe drei Jahre versucht, sie wiederzuerlangen. Aber hat alles nichts genützt. Dann habe ich versucht nach vorn zu schauen und abzuwägen, was ich machen kann.

Ornis siegt unter Carina Fey am 11.11.2006 in Dortmund.

Ohne den Rennsport geht es bei mir nun einmal gar nicht. Dann habe ich 2015 hier die Lizenz als Public-Trainer bestanden. Und gleich darauf Unterstützung von Torsten und Bernd Raber bekommen, die ersten Pferde, die ersten Siege und dann den Zuwachs durch die Goldmann-Pferde. Von allen drei Besitzern hatte ich von Anfang an sehr gute Pferde im Stall, mit denen es unheimlich viel Spaß gemacht hat zu arbeiten. Es folgten Quinté-Siege mit Cafe Royal, Mogadishio, Hello my Love, Grand Vintage und For Ever, sogar Listen- und Gruppe-Plazierungen gelangen uns. Das Top-Ereignis (unter anderem, auch da es mein Herzenspferd ist) war Ende 2016 die Gruppe-II-Plazierung mit Hello my Love von Torsten Raber im Prix Daniel Wildenstein am Arc-Wochenende.

Mein Champion hat seitdem leider vermehrt gesundheitliche Probleme, ist 2017 nur drei Rennen gelaufen, und jetzt bleibt er bei mir für seine Rente. Aber wir haben anderweitig neuen Aufschwung bekommen, von Herrn Raber hat Zalamea irgendwo dort weitergemacht, wo Hello aufgehört hat, mit riesigen Leistungen in mehreren gutbesetzten Grupperennen, und wir haben sehr gute Pferde und sehr viel Unterstützung von Eckhard Sauren bekommen, unter anderem mit Izzo, mit dem ich über die Hindernisse meinen ersten Listentreffer als Trainer und später auch meinen ersten Gruppe-Treffer hatte in diesem Jahr!

Die Bedingungen für das Training hier in Chantilly sind allein schon traumhaft, und dann versuchen wir auch unser Training sowie die Aufwärmphase und Nachsorge, und Behandlungen von Problemen der Pferde immer mehr zu verbessern. Wir haben ein Solarium für die Pferde,  die Möglichkeit  zur Kältetherapie, Massagedecken, Inhalationen, Koppelgang, Führmaschine, bald sogar einen „Spa“ zur Erholung der Pferdebeine. Direkt vor Ort sind sehr gute Fachleute, spezialisiert auf Rennpferde, ob das jetzt der Tierarzt, Hufschmied, Ostheo, oder andere sind. Alles ist direkt vor Ort.

Carina Fey feiert mit Frauke Schwinn ihren 50. Sieg am 04.03.2007 in Neuss.

Ich hoffe, dass wir auch 2018 so weitermachen wie bisher. Wir hatten von Anfang an so tolle Erfolge und auch immer wieder Siege und Starter auf sehr hohem Niveau. Wenn wir an diese Leistungen auch im nächsten Jahr anknüpfen können, bin ich sehr zufrieden. Wenn wir weiterhin das Vertrauen unserer Besitzer genießen dürfen und die Pferde gesund und ehrgeizig bleiben.

Mit Eddy habe ich natürlich auch eine besonders starke Hilfe bei der Vorbereitung der Pferde und gleichzeitig auch als Jockey im Rennen. Es ist extrem wichtig, in der Morgenarbeit gute Leute zu haben. Wir verfügen über eine sehr gute Gruppe in der Morgenarbeit, eine tolle sehr engagierte Truppe aus Arbeitsreitern und Vorarbeitern, und mit Eddy Hardouin und Antoine Coutier über zwei Super-Jockeys, mit Berit Weber über eine der besten Amateurrennreiterinnen in Frankreich, und seit einigen Monaten auch mit Ambre Molins einen Azubi mit großer Gewichtserlaubnis im Team. Und seit ganz kurzem ist auch noch Sophie Chuette mit Zwei-Kilo Frauenerlaubnis bei uns. Für die Morgenarbeit ist es einfach unersetzbar, wenn man gute Leute hat.

Seit April haben wir durch unseren Sohn Edward auch privat Zuwachs bekommen. Das stellt natürlich alles etwas auf den Kopf (lacht), aber Eddy und ich sind natürlich die glücklichsten Eltern der Welt.“

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