Galopp+Insider Markus Klug: „In der Breite sieht es für das Derby gut aus“

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Markus Klug hat sich von einem absoluten Aufsteiger der vergangenen Jahre zu einem der Top-Trainer der Szene entwickelt. Obwohl er den Job erst seit wenigen Jahren ausübt, stehen schon fast 400 Erfolge auf dem Konto des gebürtigen Rastatters, der im badischen Renndorf Iffezheim seine ersten Meriten verdiente und nun als Coach im Gestüt Röttgen zu den ersten Adressen in Deutschland zählt.

Mit genau 100 Pferden bezeichnet der 40-jährige sein Quartier als ausgebucht. Kein Wunder, denn Erfolg spricht sich herum, und zwei Championate 2014 und 2016 (im vergangenen Jahr mit 69 Siegen im Inland und einer Gewinnsumme von 1.310.681 Euro) sowie der Derbysieg mit Sea The Moon vor drei Jahren zeugen von den Qualitäten Klugs, über dessen Stall jeder Interessierte auf der Seite der Mehl-Mülhens-Stiftung im Internet viele Informationen findet.

Exklusiv im RaceBets Blog berichtet Markus Klug über seine Karriere und seine Hoffnungen für die neue Saison 2017:

„Familiär bin ich nicht vorbelastet, was den Rennsport angeht, auch wenn mein Vater mich als Kind auf die Rennbahn in Baden-Baden mitgenommen hat. Schon als Kind habe ich mit Reiten in einem Verein angefangen, doch die Begeisterung für den Rennsport war bereits damals groß. Im Training habe ich viel mitgeritten, aber nie im Rennen, da ich einfach schnell zu groß und zu schwer geworden bin.

Angefangen habe ich 2003 als Besitzertrainer in Iffezheim, und danach kam nach knapp einem Jahr als Public-Trainer das Angebot von Herrn Dr. Paul, Trainer in Röttgen zu werden.

In Röttgen haben wir 2010 mit 25 Pferden begonnen. Aber Jahr für Jahr wurden es mehr, da der Erfolg auch gleich da war. Jetzt sind es genau 100 Pferde, womit der Stall voll ist. Im letzten Jahr lief es schon im Frühjahr super. Da gab es im April 2016 kaum einen Renntag, an dem wir nicht drei Rennen an einem Tag gewonnen haben. Pech hatten wir lange in den großen Rennen, als unsere Pferde knapp geschlagen Zweiter waren und das Zielfoto mehrfach gegen uns war. Aber im Herbst gab es dafür einige Entschädigung.

Für 2017 hoffe ich auf eine ähnlich gute Saison. Ob es erneut zum Championat reicht, muss man abwarten, denn zwei andere Kollegen haben mehr Pferde als ich. Am Sonntag geht es nun in der Düsseldorfer Frühjahrsmeile mit Millowitsch und Degas los.

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Millowitsch hatte wegen einer Verletzung seit dem Mehl-Mülhens-Rennen pausiert und ist nun wieder gut drauf. Degas hatte in dem Kölner Klassiker Pech und mit Nase verloren. Ich hoffe schon, dass er sich mindestens ein großes Rennen schnappen kann. Mit Windstoß steuern wir das Listenrennen an. Er könnte ein Pferd fürs Derby werden.

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In der Breite sieht es für Hamburg gut aus. Die Pferde müssen nur gesund bleiben. Colomano und Kastano, die Erstplatzierten aus dem Ratibor-Rennen, Northsea Star, der bisher ein Sieglosenrennen gewonnen hat, und Shanjo, der am ersten Düsseldorfer Renntag überlegen gewann, sowie vielleicht noch der ein oder andere dunkle Kandidat sind unsere weiteren Derby-Hoffnungen.

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Hamburg ist ohnehin meine Lieblingsbahn. Am ersten Renntag ist das Geläuf immer top. Wenn das ganze Meeting über nur Regenwetter herrscht, bleibt ja keine Rennbahn in Top-Zustand. Ich hatte hier mit Sea The Moon meinen bisher größten Erfolg. Die Art und Weise, wie er das Derby gewonnen hat, war wirklich ein tolles Erlebnis.

Sea The Moon unter Christophe Soumillon kurz nach dem Start im IDEE 145. Deutschen Derby

Bei den drejährigen Stuten bin ich natürlich besonders auf die Winterkönigin Well Spoken und die Röttgenerin Alicante gespannt. Auch Walata ist vielleicht eine Diana-Aspirantin.

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Ein Erfolgsgeheimnis sind sicherlich die Trainingsbedingungen in Röttgen. Solche erstklassigen Möglichkeiten spielen ebenso eine große Rolle wie die vielen guten Reiter bei uns. Bei dem guten Erfolg lege ich auch gern die rund 30.000 bis 40.000 Kilometer im Auto jedes Jahr zurück.

Zur Derby-Debatte 2016 habe ich mich in meinen Aussagen immer zurückgehalten, was die Entscheidung angelangt. Was mich ärgert, sind aber die Kommentare von völlig unbeteiligten Personen, die andere Leute beschimpfen und diesen gewisse Dinge unterstellen. Das finde ich nicht gut.

Zur Entwicklung in Dortmund möchte ich noch sagen, dass ich natürlich traurig bin für die dort ansässigen Trainer, wenn eine weitere Trainingsbahn wegfallen sollte. Das wäre wirklich schade.

In meiner Freizeit nimmt natürlich der Fußball eine große Rolle ein. Ich spiele selbst zwar inzwischen nur noch Tennis, aber im Stadion schaue ich mir gerne die Spiele von Borussia Mönchengladbach an. Ich habe mir auch hier in Röttgen mein eigenes Borussia-Fanzimmer eingerichtet.“

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