Galopp+Insider Miguel Lopez: Holland, Spanien, Deutschland – Internationalität ist Trumpf bei Miguel Lopez

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Der Galopprennsport ist ein internationales Pflaster. Aus der Schweiz kommt Miguel Lopez, der 33-jährige, der inzwischen in Düsseldorf lebt, aber bei Jens Hirschberger in Mülheim arbeitet, reitet nicht nur in Flach-, sondern auch in Hindernisrennen und ist bei insgesamt wenigen Einsätzen immer wieder für Treffer gut, vielfach auch mit Pferden, die als Außenseiter gelten. Allerdings hatte er auch schon viel Pech mit Verletzungen, doch stets hat er in bemerkenswerter Weise wieder Anschluss gefunden.

Exklusiv im Galopp+Insider auf dem Blog von RaceBets berichtet der insgesamt in 146 Rennen erfolgreiche Miguel Lopez über sein Leben.

Voices of Kings siegt unter Miguel Lopez am 01.01.2018 Renntag in Neuss.

„Ich wohne seit fast fünf Jahren in Düsseldorf, geboren und aufgewachsen bin ich in der Schweiz. Meine Mutter ist Holländerin, mein Vater Spanier und ich habe noch eine jüngere Schwester.

Ich habe meine Lehre in der Schweiz als Rennreiter bei Rita Seeholzer und Josef Stadelmann in Dielsdorf in Zürich begonnen und erfolgreich abgeschlossen. Verletzungsbedingt konnte ich leider lange meinen Beruf nicht ausüben und musste somit immer mal wieder pausieren, bis meine Brüche und Verschraubungen verheilten und ich wieder im Training reiten konnte.

Nach einer Weile bin ich zu Miro Weiss nach Urdorf gewechselt, wo ich zugleich mit ihm zwei Jahre in Folge das Championat gewinnen konnte. Meine letzte Station in der Schweiz war bei Andreas Schärer. Bei ihm habe ich viel mit Hindernis-Pferden gearbeitet und hatte auch schöne Siege über die Sprünge.

Lijan siegt unter Miguel Lopez am 25.06.2017 Renntag in Dortmund.

Danach kam ich nach Deutschland zu Sascha Smrzcek am Grafenberger Wald in Düsseldorf. Vor circa einem halben Jahr begann ich in Mülheim an der Ruhr bei Trainer Jens Hirschberger für das Gestüt Auenquelle, wo auch der Wallach meiner Schwester Celina Lopez im Training ist.

Einige meiner schönsten Erfolge waren unter anderem, der Grosse Preis von St. Moritz mit Song of Victory, der Prix du Jockey Club in Zürich mit Lumisson, und All in, mit dem ich in einem Jahr sieben Rennen gewinnen konnte. Aber jeder Sieg ist natürlich schön und etwas ganz Besonderes für mich.

Ich fühle mich in Deutschland sehr wohl und habe hier viele neue, tolle Leute kennengelernt. Schon jetzt freue ich mich auf eine erfolgreiche und gesunde Saison 2018. Angefangen hat das Jahr schon gut, denn am Neujahrstag habe ich in Neuss mit Voices of Kings meinen 150. Sieg gefeiert. Das war schon ein ganz besonderer Moment, und ich bin Selina Ehl sehr dankbar für den Ritt.

Goldie Doll siegt unter Miguel Lopez am 09.07.2017 Renntag in Köln.

Es gibt viele Pferde, die einen faszinieren können, deshalb arbeiten wir alle im Rennsport, einer meiner Lieblinge ist Pleasant Princess. Mit ihr konnte ich bis jetzt 9 Rennen gewinnen. Sie ist eine ganz treue Kämpferin.

Natürlich bin ich auch von Verletzungen in meiner Laufbahn nicht verschont geblieben. Ich habe meinen kompletten linken Oberarm verschraubt, und ein großer Teil meines Gesichtes war einmal durch einen Motorradunfall sehr in Mitleidenschaft gezogen. Seitdem fahre ich nicht mehr Motorrad, was wahrscheinlich auch besser so ist. Es gibt auch genügend andere Wege, wie man sich fortbewegen kann.

Mein Fuß ist auch fünffach gebrochen, weil mich im wahrsten Sinne des Wortes eine Autofahrerin im Kreisverkehr nicht gesehen hat mit meinem Motorrad und mich über den Haufen gefahren hat, so dass mein rechtes Bein unter ihr Auto kam.

Bei diversen Stürzen mit Pferden beim Springen im Training habe ich mir schon zweimal das Schlüsselbein gebrochen, das mittlerweile auch schon gut verschraubt ist, aber auch den rechten Unterarm und das rechte Handgelenk, das auch schon komplett verschraubt ist.

Kiowa siegt unter Miguel Lopez am 23.12.2017 Renntag in Neuss.

Zu meinen Hobbies gehören Essen und Schlafen (lacht), nein, das ist Spaß, ich laufe viel nachmittags mit meinem Hund im Wald herum. Ich habe eine ein Jahr und  drei Monate alte französische Bulldogge, die meistens auf den Name Stitch hört, wenn nicht gerade etwas anderes interessanter ist.

In den kälteren Monaten joggt er auch gerne mit mir mit, im Gegensatz zu den Sommermonaten, da zeigt er mir den Vogel, wenn ich mit ihm Joggen gehen möchte. Dann gehe ich halt an den See, mit ihm oder ohne ihn. Wer mag nicht gerne Sonne, Wasser und sehr konzentriertes Nichtstun und Erholung.“

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Michael Hähn
Unser Autor Michael Hähn arbeitet als freier Journalist in Baden-Baden. Der Galopprennsport ist seit vielen Jahren sein Metier, und seine Leidenschaft sind Rennveranstaltungen in Deutschland und auf der ganzen Welt.