Galopp+Insider Sven Ociepka: „Einmal Rennsport – immer Rennsport“


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Er ist ein Allrounder in Sachen Galopprennsport: Der Braunschweiger Sven Ociepka (38), Vater einer zehnjährigen Tochter, ist im Hauptberuf Mediaberater bei der Goslarschen Zeitung, aber der Turf hat es ihm so richtig angetan und das beweisen viele Aufgaben, sei es bei seinem Ehrenamt im Harzburger Rennverein, wo er für das Rahmenprogramm zuständig ist, als Racing Manager und als Jockey-Agent.

Exklusiv im Galopp+Insider auf dem RaceBets-Blog gibt Sven Ociepka einen Einblick in sein Leben rund um die Pferde.

Sven Ociepka am 14.08.2016 Renntag in Berlin Hoppegarten.

„Zum Rennsport kam ich als Jugendlicher, als ich mit 17 Jahren erstmals die Galopprennbahn in Bad Harzburg besucht habe. Und der Turf-Virus sprang sofort auf mich über. Die „Faszination Pferd“ ließ mich seit diesem Erlebnis nicht mehr los. Schnell schloss ich rennsportliche Kontakte. Zeitnah erwarb ich meinen ersten Galopper, aus dem schnell zwei und sogar drei draus wurden.

Ich intensivierte meine Kontakte zu Jockeys, und der damalige Rennreiter Martin O´Reilly, derzeit beschäftigt bei Hans-Jürgen Gröschel und Christian Sprengel in Hannover, bot mir an, sein Manager zu werden. Gesagt getan. Und damit begann eine bemerkenswerte Erfolgsstory. Nach einigen Monaten folgten schnell weitere Rennreiter, die mit mir zusammenarbeiten wollten. Einer meiner schönsten Momente war unter anderem, als Erika Branecka in Halle ihren ersten Sieger ritt, und ich dadurch in die Bredouille kam, mein erstes Pferd führen zu dürfen, was ich bis dato noch nie gemacht hatte.


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Mit 29 Jahre kehrte ich dem Rennsport den Rücken. Ich hatte damals gesagt, man soll aufhören wenn es am schönsten ist, und das tat ich dann auch. Nach der Geburt meiner Tochter Laura nahm ich mir viel Zeit für meine Rolle als Vater und verfolgte anderweitige Projekte außerhalb des Rennsportes.

Sven Ociepka mit Familie, Eduardo Pedroza und Dashing Diva nach dem Sieg am 25.05.2017 Renntag in Dortmund.

Nach fünf Jahren kam ich per Zufall zurück in den Rennsport. Ich wurde gebeten, einen Club zu gründen für Rennsportneulinge. Dies geschah zeitnah, und wir entschieden uns für den Newcomer Stefan Richter in Dresden als Trainer. Nach ein paar Anlaufschwierigkeiten kam es zwischen Stefan und mir zu einer guten Freundschaft, die bis heute anhält – auch außerhalb der Rennbahn. Und schon kam wieder das eine zum anderen. Ich fand zu meiner zweiten Familie zurück in den Turf, von der ich mit offenen Armen wieder aufgenommen wurde.

Ich kaufte mir mit meinem besten Freund weitere Pferde, die alle in Dresden trainiert wurden. Nach einer gewissen Zeit habe ich potenzielle Neulinge gefunden, die Interesse daran hatten, eigene Pferde zu halten. So kam es dazu, das ich die Rolle als Racing Manager übernommen habe und unter anderem die Ställe Beauty World, Galoppclub Sportpark Bad Harzburg, Stall Contenance, Sven Ociepka und andere und weitere übernahm. Ich bin an einigen Pferden selbst beteiligt. Wir agieren jetzt seit vier Jahren sehr erfolgreich zusammen. Derzeit sind elf Galopper unter meiner Obhut, verteilt auf fünf Trainer.

In dieser Zeit lernte ich Rene Piechulek kennen. Er stand in Leipzig im Führring, schaute mich an, und fragte mich, ob ich sein Agent werden wolle. Ich fühlte mich geehrt, aber ich sagte zunächst nein. Einige Wochen später gingen wir zu dritt in Bad Harzburg Essen, Rene Piechulek, Eddie Pedroza und ich. Naja, und bei dieser Gelegenheit passierte es dann. Ich war sein Agent auf Probe. Ich sah in diesem jungen Mann ein Riesentalent, und wir haben schnell gemeinsam zum Erfolg gefunden. Er schoss direkt in die Top Ten der Jockey-Statistik, gewann im In- und Ausland, avancierte zum Gruppesieger sowie zum Derbydritten und absolvierte in der Saison 2015 weit über 500 Ritte. Es war eine schöne Erfahrung.

Darauf folgte noch die Zusammenarbeit mit Tommaso Scardino. Ich lernte ihn und seine Familie in München kennen. Er wollte Nachwuchschampion werden, das war sein großes Ziel. Ich gab ihm und seiner Mutter das Versprechen: „Wir schaffen das!“ Trotz vieler Höhen und Tiefen sowie mehreren Stallwechseln haben wir es auch tatsächlich geschafft. Es mag für andere nicht nachvollziehbar zu sein, aber ich bin Perfektionist, und wenn ich etwas verspreche, versuche ich das auch umzusetzen. Ob er es verdient hat oder nicht, soll jeder für sich selber entscheiden.

Stephan Ahrens ist für mich persönlich der beste Rennbahnpräsident, der mit seiner Art und Weise viel Positives in Bad Harzburg schafft. Er hat mich mit in sein Boot geholt, um dabei zu helfen, das Rahmenprogramm der Bad Harzburger Galopprennwoche zu erweitern und zu verbessern. Und so kam es schnell zu Promi-Besuchen auf der Bahn am Weißen Stein im Stadtteil Bündheim. Ein absoluter Höhepunkt ist natürlich unser erstes großen Open-Air-Konzert unter dem Motto „Galopp meets Pop“ mit Glasperlenspiel, Stefanie Heinzmann und Vanessa Mai, das am rennfreien Dienstag des Galoppmeetings, am 25. Juli, über die Bühne gehen wird. Zusätzlich agiere ich mit bei den Rennausschreibungen und Sponsoring. Ich bin dankbar, dass ich das volle Vertrauen von Stephan Ahrens genieße, und an seiner Seite den Harzburger Rennverein ehrenamtlich unterstützen darf.

Sol Y Vida siegt unter Eduardo Pedroza am 02.06.2014 Renntag in Düsseldorf.

Rückblickend haben wir schon vieles erreicht, doch aus emotionaler Sicht war der Sieg von Sol Y Vida 2014 kurz nach dem Tod meines Vaters etwas ganz Besonderes. Die bis dato dauerplatzierte Sieglose gewann unter Eddie Pedroza in Düsseldorf in leichter Manier. Ich bin glücklich, so, wie derzeit alles ist, und freue mich auf weitere schöne Jahre im Galopprennsport. Und das unter meinem Motto: „Einmal Rennsport – immer Rennsport“.“

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