Großer Preis von Berlin: Die Historie

Hinter den Kulissen

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Sieben Rennen der Gruppe 1 gibt es jedes Jahr in Deutschland. Der Große Preis von Berlin, der am kommenden Sonntag auf der Bahn von Hoppegarten entschieden wird, ist das erste, welches sowohl den Jahrgang der Dreijährigen als auch die älteren Pferde am Start sieht. Dieser Text entsteht, wie wir zugeben müssen, bevor die offizielle Starterangabe erfolgt, eventuelle Duelle können wir leider noch nicht absehen. Es geht hier aber ohnehin um den historischen Rückblick. Wir schauen in der Zeit zurück, gehen auf die Gründung ein (deren Idee wir nicht nachvollziehen konnten) und auf die größten Sieger. Sowie natürlich noch auf so manches mehr.

Anfangs: auf verschiedenen Bahnen in Berlin

Großen Preis von Berlin
Großen Preis von Berlin

Erstmals wurde der Große Preis von Berlin im Jahr 1888 in Hoppegarten entschieden. Es gewann ein Hengst mit dem Namen Durchgänger. Damals ging es über eine Distanz von 2000 Meter, erst ab 1897 galoppierten die Pferde über 2200 Meter. Im Jahr 1909 erfolgte der Wechsel auf die nicht mehr existierende Bahn von Grunewald in Berlin und die Strecke lag nun bei 2400 Meter. Im Jahr 1915 gab es keine Austragung aus nicht mehr nachvollziehbaren Gründen. Ab dem Jahr 1927 wurde die Strecke auf 2600 Meter verlängert. Die Rennbahn Grunewald wurde in diesem Zeitraum für die Olympischen Spiele aufgegeben, 1934 ging diese Spitzenprüfung deshalb zurück nach Hoppegarten. Drei Jahre später kam es zur ersten Namensänderung: Großer Preis der Reichshauptstadt war nun der Titel dieses Rennens, es war halt die Zeit des Dritten Reichs. Kurz bevor es in den ersten Nachkriegsjahren 1945 sowie 1946 keine Austragung des Großen Preis von Berlin gab, ging abermals in der Distanz auf 2600 Meter hoch.

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Der Wechsel in den Westen – Deutschland Preis

Hoppegarten gehörte danach zur DDR. Düsseldorf übernahm das Rennen für Jahrzehnte, zuerst als Großer Preis von Nordrhein-Westfalen und bis 1964 mit der erprobten Distanz von 2600 Meter. Diese ging 1965 wieder um 200 Meter zurück. Es wurde später wieder der Name Große Preis von Berlin verwendet, wohl aus Gründen der Erinnerung. Im Jahr 1996 wurde aus diesem Rennen der Gruppe 1 allerdings der Deutschland Preis.

Die Rückkehr und die Spitzenpferde

In Berlin, besser gesagt in Hoppegarten wird das Rennen erst seit dem Sommer 2011 wieder entschieden und seit dieser Zeit gewannen beispielsweise die Arc-Triumphatorin Danedream und eine überlegene Nymphea, sowie Protectionist. Dieser triumphierte nach seiner Heimkehr aus Australien nach Deutschland. Es wurde hier also Geschichte geschrieben. Das Protectionist-Rennen ist später sogar literarisch verarbeitet worden, im Roman Herzschlagfinish von Kira Kaschek, veröffentlich im Jahr 2020 im MusketierVerlag. Aber dies nur nebenbei. Verschweigen wollen wir nicht, dass es auch einige ausländische Erfolge im Großen Preis von Berlin gab, nicht zuletzt in den vergangenen Jahren. Im Jahr 2018 siegte Best Solution und 2019 French King. Im vergangenen Sommer gewann mit Torquator Tasso der Derbyzweite aus Deutschland. Für Trainer Marcel Weiß war es der erste Triumph auf dem höchsten Level.

Danedream
Danedream siegt unter Andrasch Starke im Qatar Prix de l’Arc de Triomphe am 02.10.2011

Viele, viele Stars in alter und neuer Zeit

So manch unvergessener Star präsentierte sich in diesem Rennen als Sieger. Der erst zu Ostern tragischerweise verschiedene Adlerflug im Jahr 2008 zum Beispiel oder der später im Prix de l‘Arc de Triomphe erfolgreiche Marienbard 2002. In den neunziger Jahren hießen die Sieger Lomitas, Platini, Kornado, Sternkönig und Lando von 1991 bis 1995. Auch sie sind weiterhin in Erinnerung, es handelte sich um eine unfassbar gute Zeit für deutsche Spitzenpferde. Und unvergessene Heroen mit Acatenango an der Spitze waren ebenfalls im Großen Preis von Berlin erfolgreich, dieser im Sommer 1986 in Düsseldorf. Natürlich finden sich in der weiter zurückliegende Historie weitere unvergessenes Pferde in der Siegerliste, Schwarzgold im Jahr 1940 zum Beispiel. Sie ist Thema in einem anderen Blog Artikel. Festino und Fels waren 1906 sowie 1907 zwei einflussreiche Gewinner, deren Namen den Experten weiterhin ein Begriff sind. Zu den großen Stars seiner Zeit gehörte auch Oleander, er gewann dieses Rennen 1928 sowie 1929. Ein dreifacher Sieger ist sogar Ticino. Dieser Hengst siegte in den Kriegsjahre 1942, 1943 und 1944  im Großen Preis von Berlin, der damals wohl noch der Große Preis der Reichshauptstadt war. Und der eine oder andere seltsame Name ist ebenfalls zu entdecken. Anschluss 1916 beispielsweise oder Nebelwerfer 1949.

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