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Stürze gehören dazu, sehen spektakulär aus und man fragt sich als Zuschauer vermutlich, warum zum Teufel sich da niemand verletzt. Nein, Jockeys sind nicht aus Gummi, aber die haben schon ein paar Stürze in ihrem Leben hinter sich. Viele machen Kurse zum richtigen Fallen mit und auch sonst kann man durchaus mal ungestört vom Pferd kacheln, ohne sich danach neu zusammensetzen lassen müssen. Die Mehrzahl der Stürze geht glimpflich aus. Auch, wenn Pferde auf die Nase fallen. Mit Reiter. Echt jetzt.

Zum Beispiel im Training. Das sieht keiner der Zuschauer. Was meint ihr, wie oft da einer runterfällt? Proportional steigt die Zahl der Stürze gern in Richtung Jahresende, weil da die neuen Pferde zugeritten werden. Und die sind eben noch unerfahren und wenn man da mal einen kleinen Patzer macht, dann ist man schneller unten, als einem lieb ist. Mein Kollege zum Beispiel. Der hatte sich im Frühjahr das erste Mal kurze Bügel geschnallt und segelte anschließend am Zielpfosten vorbei. Ohne Pferd. Das hatte angehalten, weil dieser schaurige Zielpfosten, gepaart mit dem kleinen, stehenden Mann, der heute so weit oben war, gar nicht geheuer schien. 

Ich bin mal fast abgesoffen, weil ich mit dem Kopf in der größten Pfütze auf dem Trabring gelandet bin. Und wenn man plötzlich Wasser überall hat, kriegt man schon eine dezente kleine Panikreaktion. Meine bestand nicht aus Aufstehen, sondern Luft holen. Also durfte ich ein bisschen Brackwasser schlucken und anschließend vom Trainer aus der Pfütze gezogen werden. Mit der Bemerkung, warum ich jetzt das Seepferdchen nacholen wolle. Wollte ich nicht. Ich wollte nur durch die Pfütze traben, das hatte dreihundert Runden lang funktioniert beim dreihundertundeinten Mal nicht mehr und ich schlug einen lustigen Salto vorwärts. Das tat übrigens auch nicht weh. Weder am selben Tag, noch am nächsten Tag. 

Der Mensch hält eine Menge aus. Soll man ja gar nicht glauben, ist aber so. Ich hab schon Leute gesehen, über die ein Pferd gerollt ist beim Sturz, die sind nachher wieder drauf und fragten: “War was?”. Fies wird es sowieso nur, wenn das Pferd dich absetzt und danach als Trampelpfad benutzt. Ein Huf irgendwo ist einfach nicht schön. Und diese lustigen blauen Flecken in Hufform auch nicht. Sicher, die Weste schützt vor einigem, aber Pferde latschen grundsätzlich gern auf die Stellen, die nicht geschützt sind. Gegen die Birne hab ich noch nichts bekommen, aber dafür gegen Beine und Hände. 

Am “Besten” ist es sowieso, wenn das Pferd einen gezielt verliert. Weil man dann sicher sein kann, dass man weit genug weg liegt und dir nur beim Fall was passieren kann. Es wird ja nicht umdrehen, dich noch mal platt trampeln und dann abtanzen. Bei Materialfehlern (gerissener Steigbügel) hast du diesen Luxus nicht. Da rutscht man dann so halb unters Pferd und kann dann nur hoffen, dass man nicht irgendwie getroffen wird. Gelingt trotzdem erstaunlich gut, manchmal glaube ich, dass Pferde schon ein bisschen aufpassen, wo sie ihre Hufe hinsetzen. Die möchten ja nicht über uns drüber laufen. Wenn das Pferd sich natürlich verschätzt (denn es ist auch nur ein “Mensch), dann geht das auch mal schief und man klemmt mit Pferd irgendwo zwischen dem Gatter der Startmaschine und der Wand und es ist nur noch ein Huf auf dem Boden. Das ist dann Pech. Zum Glück haben Reiter davon nicht allzu viel. Irgendwer da oben muss die sehr liebhaben. 

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