Insider-Talk mit Martin Mayer: „Dritter Versuch mit Niron im Stehercup geplant“

Trainer Martin Mayer Foto, Gallopfoto
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Möllenhagen in Mecklenburg-Vorpommern ist die Heimat von Martin Mayer. Der Besitzertrainer von Galopprennpferden geht hier seinem Lieblingshobby nach. 24 Erfolge stehen bislang auf seinem Konto, zwei Pferde befinden sich auf seiner Trainingsliste. Über seine Passion berichtet er exklusiv im Insider-Talk auf dem RaceBets-Blog.

Bevor wir mit dem Interview beginnen – sogar das Sport-Portal „Sportbuzzer“ zitierte anlässlich der Neuerwerbung des Pferdes Leipzig bereits aus der Leipziger Volkszeitung über Martin Mayer, in einer Story von Jens Sorge. Dort heißt es unter anderem über Leipzig: „Der fünfjährige Sohn des erfolgreichen Vaterpferdes Santiago erhielt einst diesen verpflichtenden Namen. Und trug große Hoffnungen der fast 100 Mitglieder des Rennstalles Scheibenholz. Leider blieben diese unerfüllt. Nach nur vier Starts mit einem zweiten Platz in Hannover musste der Fuchshengst wegen einer Sehnenverletzung seine Laufbahn beenden. Leipzig wurde an den langjährigen Besitzertrainer Martin Mayer verkauft und verließ den Rennstall von Trainer Marco Angermann im Scheibenholz in Richtung Mecklenburg.

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Martin Mayers Leidenschaft sind die Rennpferde. Für die edlen Vollblüter ist ihm keine Mühe zuviel. Fast jeden Tag sitzt er bei Wind und Wetter im Training auf einem seiner Pferde, in der Regel nicht mehr als vier.


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Mit seiner Neuerwerbung Leipzig will es Martin Mayer noch einmal in Rennen versuchen. Und ist von Leipzig bisher sehr angetan, lobt seinen herrlichen Charakter und den problemlosen Umgang, „er hat sich bei uns bestens eingelebt und genießt viele Stunden Koppelaufenthalt. Hinzu kommen spazieren gehen im Wald und täglich 200 Meter ruhiger Galopp, viel Abwechslung wird geboten.“ Insgesamt hat sich Leipzig etwas verändert, „er ist noch gewachsen, die Vorderhand ist stärker geworden.“

Mayer Paddock
Mayer Paddock

Martin Mayer ist seit über 20 Jahren im Besitz eine Trainerlizenz, arbeitet als Oberbauleiter bei einer Firma für Breitband-Ausbau und trainiert die Pferde zusammen mit Sohn Tobias. Inzwischen auch als Züchter aktiv, „sind wir glücklich über zwei Hengstfohlen von Polish Vulcano.“ Eines stammt aus der mehrfachen Siegerin Nikia, die wie Leipzig den Schimmel Santiago als Vater aufweist. Man darf gespannt sein.“

Hier unser Interview:

Wie ist Ihr Faible für den Galopprennsport entstanden? Reiten Sie auch selbst?

Martin Mayer:  Als Jugendlicher begann ich mit dem Freizeitreiten. 1992 kaufte ich ein Freizeitpferd, die Vollblutstute Caribea, sie wurde damals in Graditz von Peking Opera gedeckt. So begann die Passion für den Vollblutsport. Momentan reite ich fast täglich meine Pferde.

Viel im Gelände unterwegs

Wie sind Ihre Trainingsmöglichkeiten? Werden die Pferde auch am Ostseestrand bewegt?

Martin Mayer: Wir haben eine kleine Trainingsbahn von ca.1200 Metern, die bergauf geht, und unsere Pferde viel im Gelände. Leider ist die Ostseeküste etwas zu weit entfernt, um am Strand entlang zu relaxen.

Tolle Momente mit Niron

Mayer Training
Mayer Training

Niron war über viele Jahre hinweg ein Aushängeschild Ihres Quartiers. Was waren die schönsten Momente mit ihm? Sie haben es ja teilweise auch in großen Rennen versucht.

Martin Mayer: Seine Seriensiege und der vierte Platz im Listenrennen und vor allem die Siege im Buchmacher Albers-Stehercup in Dresden, das waren die herausragenden Leistungen.

Er ist inzwischen zwölf Jahre alt. Wird er noch Rennen bestreiten? Wie sind Ihre Ambitionen mit dem Pferd Leipzig?

Martin Mayer: Niron wird im Herbst an den Start kommen. Ein dritter Versuch im Stehercup in Dresden ist geplant. Leipzig ist ein braver Kerl, er wird sehr vorsichtig wieder aufgebaut. 

Schon zwei Treffer in Hamburg

Sie waren auch schon beim Derby-Meeting in Hamburg erfolgreich. Welche Erinnerungen haben Sie daran?

Martin Mayer: Die Siege von Aidrous und Nikia auf der Sprintdistanz.

Was waren ansonsten Momente, an die Sie sich besonders gerne erinnern?

Martin Mayer:  Mein erstes Fohlen „Carabas“, er ist jetzt 26 Jahre alt und wird sogar noch geritten.

Ist Ihre Familie in den Stall-Alltag eingebunden? Wenn ja, wie sind die Aufgaben verteilt?

Martin Mayer: Mein Sohn Tobias hilft passioniert bei der Betreuung und Ausbildung unserer Pferde.

Viele Erholungspausen

Nach welchen Prinzipien bereiten Sie Ihre Pferde vor?

Martin Mayer: Ruhiges Aufbautraining, dann wird ein individuell abgestimmtes Training mit ausreichend vielen Erholungsphasen geplant.

Was ist Ihr Hauptberuf? Wie reagieren Kollegen, wenn Sie über den Galopprennsport berichten? Was sind Ihre Wünsche für die Zukunft?

Martin Mayer: Ich bin Oberbauleiter im Breitbandausbau. Meine Kollegen sind fasziniert vom Pferdesport. Meine Wünsche sind, zusammen mit meiner Familie die Leidenschaft für die Pferdezucht und Rennsport zu teilen.    

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