Insider-Talk mit Christoph Holschbach: „Django Freeman ist ein gutes und hartes Pferd“

Christoph Holschbach
Christoph Holschbach am 26.03.2016 in Düsseldorf.
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Pferdebesitzer, Mitbetreiber eines Top-Stalles, Immobilien-Unternehmer, neuerdings auch beteiligt an spannenden Düsseldorfer Gastronomie-Projekten – der Düsseldorfer, inzwischen Wahl-Mülheimer, Christoph Holschbach, ist in vielen Bereichen zu Hause und überaus erfolgreich. Ihm gehört mit Django Freeman auch ein Anteil an einem absoluten Derby-Kandidaten für 2019.

Exklusiv im Insider-Talk auf dem RaceBets-Blog berichtet Christoph Holschbach über seine Hoffnungen.

Django Freeman siegt unter Rene Piechulek im Großen Preis des Porsche Zentrum Düsseldorf
Django Freeman siegt unter Rene Piechulek im Großen Preis des Porsche Zentrum Düsseldorf, BBAG Auktionsrennen am 09.09.2018 in Düsseldorf.

Mit Django Freeman sind Sie an einem der hoffnungsvollsten Kandidaten für das Derby 2019 beteiligt. Wie sehen Sie rückblickend seine Saison 2018, und wie ist die geplante Route in diesem Jahr?

Christoph Holschbach: Django Freeman ist nicht nur ein gutes, sondern auch ein hartes Pferd. Nach meiner Kenntnis läuft die Vorbereitung nach Plan. Von Problemen oder Rückschlägen habe ich bisher nichts mitbekommen. Die Route in 2019 legt Henk Grewe fest. Wahrscheinlich wird er einen üblichen Weg einschlagen. Ich hatte in den letzten Monaten aus geschäftlichen Gründen nicht die Zeit, mich im Detail um meine Pferde zu kümmern, lasse generell die Trainer ihre Arbeit machen und halte mich eher zurück.

Sie und Mitbesitzer Lars-Wilhelm Baumgarten haben Anteile nach Australien verkauft. Was waren die Gründe, und wie geht es für den Hengst nach dem Derby in der neuen Heimat weiter?

Holschbach: Bis zum Derby können wir alle Entscheidungen treffen. Danach haben die Australier das Recht, ihre Anteile aufzustocken und Django Freeman nach Australien zu beordern. Wahrscheinlich würden Lars-Wilhelm Baumgarten und ich dann mit 25 % im Boot bleiben. Im Wesentlichen habe ich meine Anteile (vormals 75 %) verringert, da ich in der Vergangenheit mehrfach lukrative Angebote für andere Pferde ausgeschlagen habe und das immer die falsche Entscheidung war.

Django Freeman
Django Freeman am 09.09.2018 in Düsseldorf.

Wie wurden Sie auf Django Freeman aufmerksam? Wann entdeckten Sie das große Potenzial, das in ihm schlummert?

Holschbach: Ich habe ihn als Fohlen am letzten Tag der Auktion auf der Arqana in Deauville gekauft. Wilhelm Feldmann hat ihn gecheckt und für gut befunden. Ich habe ihn nur deshalb gekauft, da ich in Baden-Baden einige Wochen vorher seine Mutter tragend mit dem jetzt 2-jährigen Adlerflug-Bruder Dicaprio ersteigert habe. Bei Dicaprio ist in diesem Winter ein Freund eingestiegen, der mit mir zusammen drei Pferde 50/50 hält und seine ersten Erfahrungen im Rennsport sammelt.

Was sind die anderen Hoffnungen für 2019 in Ihren Rennfarben?

Holschbach: Ich lasse das alles auf mich zukommen. Red Mountain (Trainer Hans-Albert Blume) hat Anfang Januar den ersten deutschen Sieg in Frankreich eingefahren, und ich bin gespannt, ob er in der Tiercé bestehen kann. Als französisch gezogenes Pferd ist das eine lukrative Chance.

Alinaro und Loyalität sind sicherlich Pferde, die in 2019 eine gute Rolle spielen können. Ich bin zudem an mehreren interessanten Zweijährigen beteiligt, die im Training bisher einen guten Eindruck hinterlassen. Es bleibt also spannend.

Alinaro siegt unter Lukas Delozier
Alinaro siegt unter Lukas Delozier am 03.03.2019 in Dortmund.

Sie sind Mitbetreiber des Stalles von Henk Grewe. Die Entwicklung des Quartiers ist phänomenal. Was sind die Ziele für dieses Jahr?

Holschbach: Bitte fragen Sie dazu den Trainer. Ich bin aufgrund meiner sonstigen Verpflichtungen nicht genug im Thema.

Wie sind Sie zum Rennsport gekommen?

Holschbach: In der Jugend bin ich hin und wieder mit meinem Vater und Bruder auf die Rennbahn gefahren. Mein Vater war ebenfalls einmal 2-3 Jahre mit Freunden an einem Rennpferd beteiligt. Anschließend gab es Rennbahn-Besuche mit meiner Frau, die sich seit ihrer Kindheit für Pferde interessiert. Auf dem Grafenberg wurden die ersten Verbindungen hergestellt, und 2011 kam es zu dem ersten 50%-Rennpferd, gemeinsam mit Trainer Ertürk Kurdu.

Gina und Christoph Holschbach
Gina und Christoph Holschbach im Portrait am 27.07.2016 in Düsseldorf.

Sie sind Initiator des Engel & Völkers-Renntages in Düsseldorf. Wie kam es dazu?

Holschbach: Ich habe schnell gemerkt, dass man Neulinge auf der Rennbahn mit dem Flair und dem ganzen Tagesprogramm begeistern kann. Porsche hat sich als CO-Sponsor ebenfalls nicht lange bitten lassen, und wir alle merken jedes Jahr, wie viel Spaß unsere Kunden auf der Rennbahn haben. Es handelt sich um ein besonderes, nicht alltägliches Event.

Wie sehen Ihre Kollegen im Unternehmen Ihr Pferde-Engagement?

Holschbach: Eben genau das ist auch die Chance des Rennsports generell. Der Rennsport kann die Besucher faszinieren. Wir müssen sie nur über neue Wege auf die Rennbahn holen. Gleichzeitig muss den Leuten über neue Strukturen die Möglichkeit gegeben werden, detailliertere Einblicke zu bekommen, so dass wir auch die Chance haben, neue Besitzer, in erster Linie über Besitzergemeinschaften, in den Sport zu bekommen. Ich habe in den letzten Jahren schon mehrere Dutzend Freunde und Bekannte mit ersten Pferdebeteiligungen in den Sport gebracht. Natürlich bleiben nicht alle dabei. Ein größerer Teil jedoch schon und solche Wege bringen uns zu unserem Ziel.

Sebastian J. Weiss, Henk Grewe, Sebastian Hahn, Gina und Christoph Holschbach, und Holger Faust mit Begleitung
Sebastian J. Weiss, Henk Grewe, Sebastian Hahn, Gina und Christoph Holschbach, und Holger Faust mit Begleitung am 02.01.2016 in Dortmund.

Welche Zeit nimmt der Galopprennsport bei Ihnen an? Wenn wir richtig informiert sind, sind Sie auch begeisterter Golfspieler?

Holschbach: Gute Frage… dieses Jahr wird es schwierig. Ich habe mich „auf meine alten Tage“ noch einmal überreden lassen, in der 2. Bundesliga zu unterschreiben und werde deshalb in dieser Saison 2019 mehrfach mit Terminüberschneidungen zu tun haben. Beispielsweise kann es sein, dass ich am Diana-Tag morgens gegen 9 Uhr auf Tee 1 abschlagen muss. Dann werde ich es wahrscheinlich erst schaffen, gegen 15 Uhr auf dem Grafenberg zu sein. Die zweite Runde am Nachmittag muss meine Mannschaft dann ohne mich klar kommen und die junge Garde ins Rennen schicken.

Ihr größter Wunsch für 2019?

Holschbach (lacht): Ich lasse, wie immer, die Entwicklungen auf mich zukommen.

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