Insider-Talk mit Patricia Rotering: „Iffezheim ist Heimat, Lieblingsplatz, Vergangenheit und Zukunft!“


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Die erste Saison für Baden Galopp liegt hinter Ihnen. Wie zufrieden sind Sie mit den ersten Meetings unter der neuen Regie in Iffezheim?

Patricia Rotering: Ich glaube, wir können zufrieden sein, wenn man bedenkt, dass wir durch den Neustart mit Baden Galopp im April weitaus weniger Zeit hatten als in der üblichen Vorbereitungsphase. Wir haben mit einem kleinen, tollen Team mehr möglich gemacht, als ich zu Anfang geglaubt habe. Jetzt heißt es weitermachen und dranbleiben!

„Wir müssen die Sponsoren abholen!“

Eine kleine Mannschaft um Geschäftsführer Stephan Buchner, Celina Zindler und Sie hat die ersten Renntage gemeistert. Welches waren dabei Ihre Hauptaufgaben?

Patricia Rotering: Ich bin an den Renntagen hauptsächlich für die Umsetzung der Sponsorenvereinbarungen zuständig. Das heißt die Koordination der gesamten Werbemittel, der Belegung des VIP-Bereichs und auch die Umsetzung von kleineren und größeren Sponsorenevents an den einzelnen Tagen. Unsere Sponsoren sollen sich willkommen und gut betreut fühlen, dabei ist mir wichtig, dass Partner, die z.B. zum ersten Mal auf der Rennbahn sind, die Faszination, die von  Galopprennen ausgeht, wirklich erleben. Wir müssen sie also abholen!

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Wichtig, dass die Iffezheimer „ihre“ Rennbahn unterstützen

Auch die heimische Bevölkerung wurde wieder mehr ins Boot geholt. Wie wichtig ist dieser Faktor in Iffezheim?

Patricia Rotering: Ein Faktor, der leider in der Vergangenheit zu wenig berücksichtigt wurde. Wenn die Iffezheimer „ihre“ Rennbahn nicht unterstützen, wer dann? Ich glaube, wir sind da auf dem richtigen Weg und machen gerne auch spontane Anfragen möglich, wenn es umsetzbar ist, z.B. Outdoor Kinderturnen auf unserem Gelände.

Patricia Rotering
Patricia Rotering

Nach dem Meeting ist vor dem Meeting. Was ist aus Ihrer Sicht im Bereich Marketing und Social Media von Baden Galopp eine der dringendsten Aufgaben für 2022?

Patricia Rotering: Als nächstes steht erst einmal ein Marketing Workshop an, wir haben im Startjahr 2021 losgelegt und versucht, die Rennveranstaltungen auf die Beine zu stellen, ohne wirkliche Planungssicherheit. Jetzt wollen wir einige Themen konzeptionell angehen. Fokus ist da sicherlich mehr Besucher auf die Bahn zu holen und allen einen fantastischen Renntag zu bieten. Das hat viel mit Emotionen zu tun. Im Bereich Social Media müssen wir unsere Community neu aufbauen, da wir frühere Kanäle leider nicht übernehmen konnten. Das bedeutet einen großen Zeit- und Budgetaufwand für Follower, die der Rennbahn Iffezheim schon einmal gefolgt sind. Das ist ärgerlich, aber notwendig, um fortlaufend und regelmäßig unsere Zielgruppe zu erreichen.

Wie läuft der Austausch mit anderen Rennvereinen?

Patricia Rotering: Im Bereich Marketing gab es dieses Jahr nicht wirklich großen Austausch. Das liegt sicherlich an der noch immer andauernden Corona-Situation, aber auch daran, dass wir als Meetingsbahn teilweise andere Anforderungen haben als Rennvereine, die einzelne Renntage durch die Saison veranstalten. Für die Zukunft wünsche ich mir allerdings mehr Kommunikation, vielleicht ist da der Deutsche Galopp als Dachverband gefordert.

„Regionale Verbindungen und Zusammenhänge sind mir bekannt“

Welche Erfahrungen aus Ihrer früheren Tätigkeit für Baden Racing können Sie miteinbringen?

Patricia Rotering: Für Sponsoren war sicherlich wichtig, dass eine Mitarbeiterin ihr Engagement und die Inhalte kennt und die Vorstellungen somit ohne großen Erklärungsbedarf umsetzen konnte. Außerdem sind mir viele regionale Verbindungen und Zusammenhänge bekannt. Im Großen und Ganzen hat das unseren Start sicherlich begünstigt, und viele Themen konnten ohne Verzögerungen direkt bearbeitet werden.

Kletterturm vom Nachwuchs mit Rennleitung
Kletterturm vom Nachwuchs mit Rennleitung

Wie sehr hängt Ihr Herz an der Rennbahn Iffezheim? Und wie wohl fühlen Sie sich hier?

Patricia Rotering: Die Rennbahn Iffezheim ist für mich Heimat, Lieblingsplatz, Vergangenheit und Zukunft! Ich wohne sozusagen „auffe Rennbahn“, wie mein Sohn zu sagen pflegt. Man kann also behaupten, ich fühle mich pudelwohl hier.

„Kam vom Krankenhaus auf die Kölner Rennbahn“

Wie hat bei Ihnen alles im Rennsport angefangen?

Patricia Rotering: Familiär bin ich da vorbelastet, und zwar von beiden Seiten, meine Großmutter ist bereits Rennen in der Schweiz geritten, meine Mutter hat eine Ausbildung im Gestüt gemacht. Ich bin in Köln geboren, und meine Eltern haben damals auf der Rennbahn Weidenpesch gearbeitet und gewohnt, ich kam damals also direkt vom Krankenhaus auf die Kölner Rennbahn, bei meinem Sohn war das vor 3 Jahren nicht anders. Krankenhaus Baden-Baden -àRennbahn Iffezheim (lacht).

Gibt es aktuell ein Lieblingspferd? Sind auch Ihr Mann und Ihr Kind schon begeistert vom Rennsport?

Patricia Rotering: Wir haben zwei „Lieblingspferde“. Eines ist Suave Mali, die Stute steht bei meinem Vater Hans-Georg Rotering, und wir besuchen sie oft. Der zweite Liebling ist Kashani, der Galopper meines Chefs, den feuert mein Sohn nämlich super gerne via Livestream im Rennen an….

Mein Mann und ich haben uns ja auf der Rennbahn kennengelernt, er mag den Rennzirkus in Iffezheim vor allem, weil man viele bekannte Gesichter trifft. Mein Sohn ist allerdings schon infiziert (darf man das noch sagen?). Opas Stall, Mamas Büro, die eigene Wohnung mitten in der Trainingszentrale – ich würde mich wundern, wenn es anders wäre….

Ihre Wünsche für das kommende Jahr?Patricia Rotering: Ich wünsche mir, dass Peter Gaul und Stephan Buchner so authentisch bleiben wie bisher, ich habe in den letzten Monaten gemerkt, wie wichtig das im Rennsport, aber auch in unserer Region ist. Nach unserem positiven Start stehen wir aber trotzdem erst am Anfang, das gesamte Team braucht einen langen Atem! Ach ja und endlich keineCorona-Beschränkungenmehr, das wäre auch toll.

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