Marco Klein: Bahnverhältnisse in Dortmund sind mitentscheidend

Marco Kleins Rennanalyse
Road to Cheltenham

Galopprennen in Deutschland sind derzeit ziemlich selten, es ist die ruhigste Zeit im Jahr. In der Vorwoche gab es keine Prüfungen und am 14. Februar wird man sich ebenfalls auf ausländische Events konzentrieren müssen, doch an diesem Sonntag steht Dortmund mit seiner Sandbahn wieder auf dem Veranstaltungskalender.

Es ist wichtig, diese Rennen zu haben, das Programm also auch über die kalte Jahreszeit aufrechtzuerhalten, auch wenn man natürlich schon jetzt den Grasbahnrennen im März entgegenfiebert. Trainer Marco Klein aus Mannheim, hat aktuell allerdings keine Nennungen abgegeben und pausiert am Sonntag mit seinen Pferden.

Nichtsdestotrotz hat sich der RaceBets-Ambassador natürlich seine Gedanken gemacht über drei Rennen am Sonntag, 7. Februar in Dortmund. Wir haben ihn am Dienstag gefragt, welche drei Rennen für ihn am spannendsten sind und ihn um seine Analyse gebeten. Außerdem ging er der Frage nach, weshalb diese Prüfungen für normale Rennsportfans besonders attraktiv sind. Hier seine Einschätzung. Sie stammt vom Dienstag und basiert auf dem Zeitpunkt vor der Vorstarter- und Starterangabe. Es könnten sich also noch Veränderungen vor der Veröffentlichung ergeben haben, eventuell sind inzwischen Pferde gestrichen oder neu hinzugekommen oder sogar Rennen modifiziert worden. 

Keine Starter am Wochenende

Marco Klein:  „Ich hatte für Dortmund am Sonntag drei Pferde genannt, aber nach Rücksprache mit den Besitzern haben wir diese Engagements nicht aufrechterhalten. Wir haben uns entschieden, keine Pferde zu schicken, da wir doch Angst haben, dass die Bahnverhältnisse ähnlich heftig sind wie beim letzten Renntag. Das wollen wir unseren Pferden nicht antun.

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Dreimal Dortmund – das sagt der Experte

Dortmund, Sonntag, 7. Februar: Ausgleich III, 1.200 Meter:

Wieder Latino gegen Naqdy

Das Hauptrennen ist der Ausgleich III über 1.200 Meter. Hier treffen mehr oder weniger wieder dieselben Pferde wie zuletzt aufeinander. LATINO war mit einem zu tragenden Gewicht von 65 Kilo vorne, nun ist die Bürde nicht ganz so groß und im Bereich des Möglichen. Er hat bei ähnlichen Bedingungen wie ich sie für Sonntag vermute, mit Wasser auf der Bahn, keine Probleme gehabt.

Sehr gute Chancen gebe ich auch wieder NAQDY, der zweimal in Folge Zweiter war. Auch er musste im Ausgleich IV mit 66,5 Kilo viel Gewicht schleppen, er dürfte auf alle Fälle eine Rolle spielen.

ESPRIT DE CORPS hat sich mit einem zweiten Platz über 1.700 Meter hier wieder angekündigt, lief aber auch schon über 1.200 Meter gut. Für mich sind das die drei Pferde in dieser Prüfung.

LATINO siegt unter Sean Byrne am 13.12.2020 in Dortmund.
LATINO siegt unter Sean Byrne am 13.12.2020 in Dortmund.

Dortmund, Sonntag, 7. Februar: Altersgewichtsrennen, 1.700 Meter:

„Eddie reitet den logischen Favoriten“

Eddie Pedroza kehrt am Sonntag wieder zurück und reitet mit KARISOKE den logischen Favoriten des Altersgewichtsrennens über 1.700 Meter. Ich denke, dass man im Team van der Meulen sehr glücklich über die Ausschreibung gewesen sein dürfte, denn auch der England-Import CELESTIAL WOOD sollte gute Chancen haben. Er war Zweiter auf Sand in Southwell über 1.400 Meter und hat umgerechnet ein GAG von 61 Kilo.

Für den dritten Platz hinter den beiden van der Meulen-Pferden ist alles möglich. Da kann man sich kaum festlegen.

KARISOKE siegt unter Anna v.d. Troost am 11.06.2020 beim in Mannheim
KARISOKE siegt unter Anna v.d. Troost am 11.06.2020 beim in Mannheim

Dortmund, Sonntag, 7. Februar: Ausgleich IV, 2.500 Meter:

„Shy Moon mag den nassen Sand“

Elf Pferde waren hier am Dienstag noch startberechtigt, darunter mit SHY MOON auch ein Veteran, der mit seinen zehn Jahren noch nichts verlernt zu haben scheint. Er hat gerade sehr leicht gewonnen, und das war auch bei einer Matchpartie. Er scheint also den nassen Sand zu mögen, und diesen Untergrund sollte er erneut vorfinden.

SHY MOON siegt unter Miguel Lopez am 24.01.2021 in Dortmund.
SHY MOON siegt unter Miguel Lopez am 24.01.2021 in Dortmund.

LURO belegte über den kürzeren Weg Platz zwei und war nur von TAURUS geschlagen. Das war sicherlich eine gute Leistung bei ähnlich widrigen Bedingungen. Er scheint gesteigert zu sein und verdient wieder einen deutlichen Hinweis.

ALL PRINCE hat eine längere Durststrecke hinter sich, gefiel aber als Dritter zu Wikileaks und Aljondra. Vielleicht kann er es wieder in die Platzierung schaffen.AMITY ISLAND komplettiert meine Wahl. Der vierte Platz zu SHY MOON war nicht verkehrt und gibt auch ihm Möglichkeiten.“

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