Die ungewöhnlichen Pferderennen von Obihiro in Japan


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Was sind Obihiro Races? Das ist das Thema in diesem Blog Post. Einfach formuliert handelt es sich um die Pferderennen auf der Rennbahn von Obihiro in Japan. Aber ganz so einfach ist es dann doch nicht mit dem Banei Horse Racing, einem anderen genutzten Begriff. Normale Galopprennen werden den Zuschauern nämlich nicht präsentiert, sondern speziell gezüchtete Pferde ziehen schwere Schlitten über Hügel.

Rennen mit Schlitten

Wie erwähnt: Um normale Galopprennen handelt es sich bei den Obihiro Races nicht, obwohl der offizielle japanische Verband verantwortlich ist. Einfach ausgedrückt steuern Pferde (eine Rasse, die es in Deutschland nicht gibt – wir gehen weiter unten in diesem Artikel darauf ein) spezielle, bis zu eine Tonne schwere Schlitten aus Eisen auf einem hügeligen Kurs in einem ungewöhnlichen Wettbewerb. Dies allerdings nicht auf Schnee, sondern auf Sand. Diese Veranstaltung hat eine Tradition, die deutlich über 100 Jahre alt ist. Diese Art von Rennen wurden einst auf mehreren Bahnen in Japan ausgetragen, aber seit dem Jahr 2007 ist der einzige Austragungsort Obihiro.

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Spezielle Bahn

Die Bahn, auf der alle stattfindet, existiert bereits seit dem Jahr 1932. Eigentlich handelt es sich um eine Golfanlage, das Geläuf führt außen herum, doch es ist nicht etwa eben, wie man es auch aus Deutschland kennt, sondern mit unterschiedlich hohen Hügeln gestaltet. Die Pferde und die Schlitten rutschen also tatsächlich nach oben und nach unten, immer wieder. Somit wird von den Teilnehmern viel Geschicklichkeit verlangt. Acht haben in einem Rennen nebeneinander Platz. Die Boxen zum Start werden ausgelost und wenn der Start erfolgt, wird direkt galoppiert. Dann folgt der erste Hügel und nach wenigen Metern der zweite. Es geht also auf und ab – wobei es sich um Hügel handelt, die bis zu 5 Meter hoch sind. Auf den Schlitten stehen wie normale Jockeys gekleidete „Reiter“. Sie steuern die Pferde und treiben sie an. Anders als bei den normalen Rennen geht es dennoch nicht um Geschwindigkeit, sondern mehr um Kraft und Geschicklichkeit. Diese speziellen Prüfungen dauern mehrere Minuten und sie sollen für die Zuschauer spannend sein, ist zu lesen. Es kann sogar gewettet werden. Sieger ist übrigens das Pferd, dessen Schlitten als erstes ganz über die Ziellinie rutscht. Womit ein weiterer Unterschied zu normalen Pferderennen genannt wäre.

Das Obihiro Zuschauerspektakel

Tausende von Besuchern sind jährlich in Obihiro mit dabei, wenn an drei Tagen in Folge, stets von Samstag bis zum Montag, das Banei Horse Racing veranstaltet wird. Und zwar meist im März, wenn es tatsächlich auch noch schneien kann in diesem Teil von Japan. So ein Rennen schreitet wie angedeutet langsam voran, während das Pferd kraftvoll über zwei Hindernisse „klettert“ und dabei einen schweren Schlitten zieht. In der restlichen Zeit des Jahres wird auf der Anlage Golf gespielt.

Obihiro, Foto: TT
Obihiro, Foto: TT

Die Zugpferde sind am Zug

Das Banei Horse Racing ist das einzige Rennen seiner Art auf der Welt. Das lässt auch die konkrete Beschreibung mehr als vermuten: Große Zugpferde, die etwa 1 Tonne wiegen, rennen auf einem separaten Kurs in einer 200 Meter langen geraden Linie, während sie einen bis zu 1 Tonne schweren Eisenschlitten ziehen. Und was ist zu den Pferden zu sagen, zu ihrer Rasse? Es handelt sich um eine spezielle Zucht auf einer Insel, genauer gesagt Hokkaido, die für die Pferdezucht bekannt ist. Die drei Rassen, die hier gekreuzt wurden, sind Französische Percheon, Bretanische Pferde und Belgische Kaltblüter. Für sie gibt es sogar Prüfungen der Gruppe 1 und die besten gehen in das Gestüt. Nebenbei bemerkt gilt sie aber auch als besonders schmackhaft, diese Pferde sind deshalb in gewisser Form gefährdet.

Ein Blick in die Geschichtsbücher

Das Banei-Pferderennen, eine einzigartige Kultur auf Hokkaido, entstand aus den harten Lebensumständen der Zeit, heißt es. Zu der Zeit, als die Insel gerade landwirtschaftlich entwickelt wurde, wetteiferten die Bauern. Sie wollten die Stärke der Arbeitspferde testen und in Erfahrung bringen, wer das stärkste besaß. Das soll in den ersten Jahren mit einer Art von Tauziehen gemessen worden sein. Später wurde daraus ein Wettbewerb, bei dem es darum ging, einen Schlitten mit zusätzlichem Gewicht zu ziehen. Und so etablierte es sich als ein Festival der Arbeitspferde, aus dem die Pferderennen von Obihiro mit ihren aktuellen Events wurden.

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Hinweis zum Thema

Weitere Informationen gibt es auf der Webseite https://banei-keiba.or.jp/language/index_en.php in englischer Sprache.

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