Der Arc ruft! Der Prix de l’Arc de Triomphe in der Vorschau

Prix de l'Arc de Triomphe
Prix de l'Arc de Triomphe, Foto: TT
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Am Wochenende ist es endlich so weit. Das wichtigste Rennen des Rennkalenders steht an und die Rennsportgemeinde diskutiert bereits heiß ihre Favoriten. Zeit für uns auch mal einen genauen Blick auf das Feld zu werfen, das dieses Jahr, dank der Corona-Pandemie äußerst einsam zu werden scheint. Wie schon bei anderen großen Events sind kaum Zuschauer zugelassen, was sicherlich auch ein paar Pferden zu Gute kommt – allen voran der deutschen Hoffnung In Swoop.

Als Feier zum Ende des ersten Weltkriegs gedacht, wird der Arc seit 1920 immer am ersten Oktoberwochenende in Longchamp ausgetragen, nur die Umbauarbeiten 2016 und 2017 verlegten das Rennen nach Chantilly. In Longchamp entscheidet sich, wer zum Jahrhundertpferd wird. Und eines von ihnen ist dieses Jahr dabei und greift nach den Sternen. Nie gewann ein Pferd dreimal den Prix de l’Arc de Triomphe – das soll sich mit Enable nun ändern. Letztes Jahr unterlag sie jedoch überraschend dem deutschen Waldgeist. Könnte ihr Bezwinger dieses Jahr ebenfalls aus deutscher Zucht stammen?

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Longchamp Rennbahn
Longchamp Rennbahn, Foto: TT

Die Arc-Starter in der Einzelvorschau

Den Anfang macht natürlich Enable, die unangefochtene Königin des Sports. Sie kam niemals in ihrem Leben schlechter ein als auf dem dritten Platz. Dieses Jahr unterlag sie gegen Ghaiyyath beim Debüt, der jedoch den Arc auslässt. 

Die Statistik spricht gegen Enable. Nicht nur, weil kein Pferd den Arc jemals dreimal gewann, es gewann auch überhaupt nur einmal ein Pferd, das älter war als fünf Jahre. Enable ist sechs – aber wie man sieht, braucht dieses Pferd nicht ans aufhören denken. Nach dem zweiten Platz hinter Ghaiyyath diskutierte sie auch nicht mehr mit ihrer Konkurrenz. Allerdings hat sie das Wetter gegen sich, es wird weiche Bahn erwartet.

Enable mit Frankie Dettori
Enable mit Frankie Dettori, Foto: TT

Stradivarius ist eigentlich ein Extremsteher und das zementierte er auch dieses Jahr in überragender Manier. Auf den ersten Blick denkt man sich: Was möchte er im Arc? Es ist ganz klar nicht seine Distanz und seine Versuche über 2400 Meter waren nicht von Erfolg gekrönt, er wurde einmal Zweiter, einmal Dritter, was natürlich in einem Gruppe 1 Rennen immer noch ein großer Erfolg ist. Stradivarius ist jetzt sechsjährig und wer weiß, ob sein Stehvermögen bei weichem Boden nicht ein dicker Pluspunkt ist, den andere nicht haben? Auch er landete dieses Jahr einmal hinter Ghaiyyath. 

In Swoop ist die deutsche Hoffnung im Feld und er steht gar nicht so lang am Wettmarkt. Das hat natürlich seine Gründe. Ein großartiger Derbysieg und ein zweiter Platz hinter Mogul im Grand Prix de Paris – das ist der Stoff, aus dem man Arc Pferde schmiedet. Alle Zuschauer waren sich nach dem Grand Prix de Paris einig, dass der Schlenderhaner eine großartige Leistuing erbracht hat, denn er packte stark an und setzte einen tollen Schlussakkord. Stehen kann er – das sagt allein schon sein Pedigree.

In Swoop mit Ronan Thomas
In Swoop mit Ronan Thomas gewinnt das IDEE 151. Deutsche Derby, Foto: TT

Sottsass wurde letztes Jahr Dritter im Arc – hinter Waldgeist und Enable. Dieses Jahr konnte er bereits ein Gruppe 1 Rennen gewinnen, sein letztes Rennen vor dem Arc beendete er als Vierter. Ob das reicht, um nach vorne zu laufen, bleibt abzuwarten, bisher hat er aber nur einmal auf 2400 Meter ein Gruppe 2 Rennen gewonnen und bei weichem Boden könnte das hier zu viel für ihn sein.

Mogul heißt der Bezwinger des Schlenderhaners In Swoop aus dem Grand Prix de Paris, der am Anfang seiner Karriere nicht die in ihn gesteckten Erwartungen erfüllen zu können schien. Doch der stark besetzte Grand Prix de Paris scheint ein Wendepunkt in seiner Karriere zu sein. Es ist allerdings das einzige Gruppe 1 Rennen, das er bisher gewonnen hat.

Mit im Grand Prix de Paris lief auch Serpentine – ebenfalls von Galileo. Der Sieger des Epsom Derbys war eine richtige Überraschung, auch deswegen wird er häufig von Experten kritisiert und nicht in Überlegungen mit einbezogen. Im Grand Prix de Paris war er nur Vierter, hinter Mogul und In Swoop, das scheint die Meinung über ihn zu bestätigen. 

Raabihah patzte als Favoritin im Prix Vermeille und auch im Prix de Diane. Sie lief allerdings überhaupt nur fünf  Mal und ging dreimal als Siegerin hervor. Der Arc dürfte ihr mehr entgegenkommen als ihre letzten Rennen.

Persian King verlor gegen Sotsass im Poule d’Essai des Poulains. Dann aber gewann er locker den Prix d’Ispahan und den Prix du Moulin de Longchamp – gegen Pinatubo. Allerdings ist der Arc überhaupt nicht seine Distanz, bisher ist er nur einmal über 2100 Meter angetreten, alle anderen Rennen waren noch kürzer.

Japan ist der Bruder von Mogul und war letztes Jahr Vierter im Arc. Außerdem gewann er im letzten Jahr auch den Grand Prix de Paris und das Juddmonte International. Dieses Jahr steht es mit seiner Form jedoch leider nicht zum Besten.

Gold Trip ist der Bezwinger von In Swoop aus dem Prix Greffulhe, kam aber im Grand Prix de Paris hinter ihm ein. Was ihn nicht zu einem schlechten Pferd macht. Vielleicht ein heißer Außenseiter-Tipp.

Deidre
Deidre, Foto: TT

Deirdre wurde einst als Wunderstute betitelt, dieses Jahr scheint davon nicht viel übrig zu sein. In den Eclipse Stakes wurde sie nur Fünfte und danach war sie Letzte. Bei der sechsjährigen Harbinger Tochter läuft es dieses Jahr gar nicht rund.

Way To Paris ist ein Arc Veteran, der bereits in der 2018er Ausgabe dabei war. Dieses Jahr gewann er bereits den Grand Prix de Chantilly gegen starke Gegner, unterlag aber zuletzt Stradivarius.

Sovereign sollte als Pacemaker für Love agieren und ist daher für den Wetter eher nicht so spannend. Er gewann letztes Jahr das Irish Derby, danach aber nicht mehr viel.

Chachnak ist eher ein solides Gruppe Pferd, als ein Gruppe 1 Performer. Das hat man auch bei seinem letzten Auftritt gesehen. Kann hier nur Außenseiter sein.

Royal Julius ist ein treues, hartes Pferd, das fast immer Geld mit nach Hause bringt. Aber was er im Arc soll, ist noch nicht ganz klar. 

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