RaceBets-Ambassador Marco Klein: „Ich habe Riesenfreude an meinem Job“

Marco Klein
Marco Klein im Portrait am 05.07.2016 in Hamburg.
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In wenigen Wochen, am 8. November, feiert er seinen 40. Geburtstag. Im besten Trainer-Alter befindet sich Marco Klein also. Der Coach aus Mannheim hat sich innerhalb von nur wenigen Jahren in der Turf-Szene einen Namen verschafft mit kontinuierlich erfolgreicher Arbeit und einem immer größer werdenden Stall. Hier wollen wir unseren neuen RaceBets-Ambassador einmal genauer vorstellen.

Rund 30 Pferde bereitet Marco Klein inzwischen in der nordbadischen Metropole vor. Aus kleinsten Anfängen heraus ist ein Top-Quartier geworden. 19 Erfolge standen 2018 auf dem Konto, und auch 2019 ist Marco Klein wieder „ganz groß“ (das Wortspiel sei uns gestattet), denn mit 15 Treffern befindet er sich auf dem besten Weg, das Ergebnis der letzten Saison zu egalisieren oder sogar noch zu übertreffen. Für besondere Schlagzeilen sorgt er stets bei den Rennveranstaltungen auf der Seckenheimer Heimatbahn. Hier gelangen ihm am 1. Mai stolze vier Erfolge. Und auch am 22. September war es wieder ein Doppel, das die Klein-Pferde nach Hause brachten.

Marco Klein
Marco Klein im Portrait am 01.09.2016 in Baden-Baden Iffezheim.

In die Wiege gelegt wurde ihm die Turf-Leidenschaft durch seine Eltern, die ihn schon von Kindesbeinen an mit auf die Rennbahn mitnahmen. „Mich hat sofort die Geschwindigkeit und die Eleganz der Pferde begeistert“, sagt Marco Klein. „Mannheim und Frankfurt waren die Hauptbahnen, die wir besucht haben.“

Erster Ansprechpartner war im Jahr 2007, als die Faszination immer größer wurde, der Mannheimer Trainer-Altmeister Horst Rudolph, der heute sein Kollege ist, „Ich habe bei ihm einmal alles angeschaut und mir ein Jahr später mit Saibaba mein erstes Rennpferd gekauft.“ Auch als 15-jähriger genießt dieser übrigens heute noch sein Leben im Klein-Stall.

Saibaba siegt unter Alexandra Vilmar
Saibaba siegt unter Alexandra Vilmar am 08.04.2014 in Frankfurt.

Klein war so angetan von diesem Metier, dass er 2008 die Besitzertrainer-Lizenz erfolgreich ablegte und 2009 mit Gold of Dubai in Frankfurt beim ersten Start gleich seinen ersten Sieger stellte.

Doch bis er den Sport zu seinem Hauptberuf machte, war es noch ein weiter Weg. Denn Marco Klein arbeitete als Berufssoldat bei der Bundeswehr, also in einem ganz anderen Metier, auch wenn auch dort gekämpft wird wie bei den Pferden um Sieg und Niederlage. Doch drei Einsätze in Afghanistan hatten ihre Spuren hinterlassen, „Ich habe mich gefragt, ob ich mir so etwas noch antun wollte, bis ich eines Tages in Rente gehe“, berichtet Marco Klein.

Die Initialzündung war eine Anzeige im Wochenrennkalender 2012 mit der Option, am Meisterlehrgang teilzunehmen. „Ich habe während der Bundeswehrzeit die Lehrgänge absolviert und viele Kollegen kennenlernen dürfen“, erzählt Klein. Ende 2014 war es dann soweit, die Pferdewirtschaftsmeister-Prüfung war bestanden und am 1. Januar 2015 wagte er den Sprung als Public-Trainer ins kalte Wasser.

Lausanne siegt unter Rene Piechulek
Lausanne siegt unter Rene Piechulek am 03.05.2015 in Frankfurt.

Natürlich in Mannheim, seiner Heimat, von der er keinesfalls weg wollte. Mit viel Arbeit und großem Herzblut füllte sich der Stall zusehends, zumal er auch noch parallel Nachtdienste als Pfleger im Krankenhaus machte. Denn zu Beginn war natürlich als Selbständiger ein beachtlicher Kostenfaktor zu kompensieren. Und es dauerte schon eine Zeitlang, bis man sich in der Szene etablierte, auch wenn Lausanne in Hamburg und Anatol Artist in Baden-Baden erfolgreich waren.

Sein Ziel ist, dass die Besitzer möglichst lange, und nicht nur ein oder zwei Jahre, Spaß an ihren Pferden haben. Daher steht die Gesundheit der Pferde an allererster Stelle. Marco Kleins Dank gilt allen Besitzern, die ihm ihr Vertrauen schenken. Und es werden immer mehr.

Mannheim ist sein Lebenselixier. „Hier wird tolle Arbeit geleistet, die Bahn ist stets toll besucht, der Rennverein unterstützt uns in vielerlei Hinsicht, beispielsweise durch die Erneuerung der Sandtrainingsbahn, die deutlich breiter als früher ist und eine komplett drainagierte Trittfläche hat“, so Klein, der von deutlich verbesserten Trainingsbedingungen spricht, was bei dem deutlich gestiegenen Pferdebestand auch berechtigt ist. Rund 50 Pferde stehen hier, neben Marco Klein sind hier Horst Rudolph und Karl-Heinz Neureuther tätig. Als Vorzüge nennt er Paddocks und die Möglichkeit, durch den Wald zu reiten.

Marco Klein und Tommaso Scardino
Marco Klein und Tommaso Scardino am 26.03.2017 in Mannheim.

Alle erdenkliche Unterstützung, ohne die es gerade in diesem Beruf nicht ginge, erfährt Marco Klein von seinem Partner Martin, seinen Eltern, Schwester Karin und dem Team mit Jockey Tommaso Scardino sowie dessen Vater Pino und mehreren Auszubildenden. Auch die vielen emsigen Amateure im Hintergrund verstärken die Mannschaft. „Ich habe Riesenfreude an meinem Job. Etwas anderes kann ich mir gar nicht mehr vorstellen“, bringt es der inzwischen in 66 Rennen erfolgreiche Marco Klein auf den Punkt.

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