Geschichten vom Grand National

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Heute gehen wir ein bisschen in der Geschichte zurück. Und das Tolle: Dazu gibt es sogar Bilder. Das Archiv British Pathé hat so ziemlich alles, was das Herz begehrt, wenn es um Geschichte geht. Und falls nicht: Das Internet hat alles. Heute wollen wir mal einen Blick auf die kuriosen Geschichten im Grand National werfen, denn davon gibt es reichlich!

Tipperary Tim hieß 1927 der Sieger. Und der Einzige, der den Kurs von Aintree überhaupt beenden konnte. Zuvor sagte man seinem Reiter: „Billy boy, you’ll only win if all the others fall down!“ Tja, und so kam es auch. William Dutton kam ganz allein über die Ziellinie. Nicht wundern, das Video hat keinen Ton. 

1956 ritt der berühmte Autor Dick Francis den haushohen Favoriten in Aintree: Devon Loch. Seines Zeichens Pferd von Queen Mum. Queen Mum war nicht nur eine erfolgreiche Besitzerin sie liebte den NH Sport und war ihm seit jeher zugetan. Und mit Devon Loch hatte sie eine reelle Chance auf Sieg im Grand National. Ihr Pferd sah das allerdings anders. Klar in Führung liegend, fiel er auf den Bauch. Warum? Darüber scheiden sich die Geister. Sein Jockey Dick Francis bekam diese Frage beständig zu hören. Eine Möglichkeit kann das laute Publikum gewesen sein, dass Devon Loch irritierte, später gab er jedoch zu Protokoll, dass Devon Loch eventuell den Sprung auf der Innenbahn sah und kurz irritiert versuchte zu springen. Was immer es war, es kostete ihn den sicheren Sieg, was Queen Mum angeblich unbeeindruck mit “That’s racing” hinnahm. Devon Loch verletzte sich bei seinem Sturz nicht und er war danach “fit and well”. Was genau passierte, wird wohl auf ewig ein Geheimnis bleiben.

Einer, nach dem ein Hindernis benannt ist, heißt Foinavon. Aber was macht ihn so besonders, dass er sein eigenes Hindernis auf dem Kurs von Aintree bekommt? Nun, weil er das glücklichste Pferd an diesem Tag war. Sein Besitzer allerdings dachte nicht, dass sein Pferd überhaupt eine Chance hatte und kam gar nicht nach Liverpool, um sich das Grand National anzusehen. Am 23. Sprung des Kurses gab es so ein durcheinander, dass die Pferde reihenweise stürzten, ihre Reiter verloren und teilweise sogar in die falsche Richtung davonliefen. Nur einer bekam davon gar nichts mit: Foinavon, der ungestört das Hindernis überquerte und so als 100 zu 1 Außenseiter das Grand National gewann. Seit 1984 heißt der Sprung daher Foinavon.

1993 kam dann der große “Skandal”. Das Rennen wurde für ungültig erklärt, denn auf der Bahn brach völliges Chaos aus. 30 der 39 Starter bekamen den Fehlstart nicht mit und gingen auf die Reise, sie alle wurden nach und nach durch Winken und Rufen auf den Fehlstart aufmerksam gemacht – dann aber trotzdem nicht alle und sieben Pferde komplettierten das Rennen sogar. Esha Ness ging damals siegreich über die Linie, allerdings wurde anschließend das Rennen für ungültig erklärt und heißt seitdem “The race that never was”.

1997 war das Jahr, was das “verspätete” Grand National mit sich brachte. Und es zeigte: Das Grand National verbindet. Aufgrund einer Bombendrohung wurde die Rennbahn am Grand National Samstag geräumt, als eine Stunde vor Rennbeginn Anrufe bezüglich einer Bombe eingingen. Die Polizei identifizierte die Anrufer als der IRA zugehörig. Autos und LKW mussten auf dem Gelände und den Parkplätzen verbleiben, sodass die Besucher nicht einmal mehr eine Möglichkeit hatten, nach Hause zu kommen. Alle wurden evakuiert. Doch die Liverpooler nahmen die “Gestrandeten” auf und ließen sie teilweise bis zum Montag bleiben, wo der Ersatztermin ausgeschrieben war. Sie gaben ihnen Schlafplätze, Essen und Trinken und warteten mit ihnen auf den Neustart des Rennens. 
Zwei kontrollierte Sprengungen wurden auf der Rennbahn durchgeführt. Man erwartete am Montag nicht einmal zehntausend Zuschauer, doch es kamen dennoch über 20.000 um Lord Gyllene beim Sieg zuzujubeln! Der in Neuseeland gezogene Wallach war ein krönender Abschied mit einem 25 Längen Sieg für das Grand National 1997. 

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