Man muss nehmen, was kommt

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Puh … in den letzten Tagen ist es ja nicht so doll gewesen. Wo man hinhört, werden sämtliche Rennveranstaltungen abgesagt oder verschoben, quasi stündlich ändert sich die Lage, was noch stattfindet. So ja auch in Dubai oder der Türkei. Erst noch als Geisterrennen geplant und teilweise auch veranstaltet, sind die Rennen in der Türkei jetzt ausgesetzt, der Dubai World Cup, erst noch als Geisterrennen angekündigt, findet ebenfalls nicht statt. Lange Gesichter bei den Rennsportfreunden. Wenigstens Geisterrennen wären doch schön. Vor allem für die Rennvereine und die Aktiven, die bald nicht mehr wissen, woher das Geld kommen soll. 

Zum Glück gibt es ein paar Lichtblicke. Wenn auch entgegen vieler Gewohnheiten. Südafrika zum Beispiel veranstaltet fast täglich. Ich kann nur für mich sprechen, aber ich glaube, das geht vielen so: Ich habe die Rennen vorher noch nie geguckt. Weil das so fern von dem war, was in der eigenen Filterblase passiert. Aber jetzt sind wir natürlich alle Opportunisten und freuen uns, wenn wir ein paar Rennen sehen können. Galopprennen, bei denen man nicht viel Ahnung hat, sind immer noch besser als keine Galopprennen. Und so guckt man dann eben auch nach Turffontaine, Flamingo Park und wie sie alle heißen. Zum Glück gibt es ja den Livestream. 

Am Wochenende war dann Hong Kong. Juhu! Endlich mal was, was der geneigte Turffreund besser kennt. So mehr oder minder. Australien – na, logo. Da sind wir alle schon ein bisschen näher dabei, schon weil es dorthin ja immer wieder deutsche Pferde verschlägt. Aber wir hatten diese Woche auch Rennen in Malaysia, Neuseeland und den USA. Die USA haben keine einheitliche Regelung, manchmal finden Rennen statt (als Geisterrennen), manchmal nicht. Das haben die Japaner uns vorgemacht. Erstaunlich finde ich, dass Japan, als ein Land, das ja doch sehr früh und auch stark von Corona betroffen war, weiterhin an dieser Regelung festhält und dadurch auch keinen Unterschied zur Infektionsgefahr und Neuinfektionen erkennbar ist. Es scheint also möglich zu sein, den Rennbetrieb ohne eine Gefahr für die Öffentlichkeit fortzusetzen. Da sollte man mal ganz genau hinschauen, was die da machen und wie. Um von ihnen zu lernen.

Ach und dann – ein Stück “Heimat”. Irland lässt nämlich ebenfalls Geisterrennen veranstalten. Gestern noch Grupperennen, heute geht es wieder über die Besen. Das kennen wir, das ist uns nah, da freut sich das Galopperherz. 

Ja, sicher, das ist nicht die Crème de la Crème, die sich da die Füße vertritt. Keine hoffnungsvollen Derbynennungen. Kein Schaulaufen der Stars. Manchmal ist es nur der kleine Mann mit dem kleinen Pferd. Aber deswegen muss es ja nicht weniger spannend sein. Wir nehmen, was wir kriegen können. Und wir hoffen, dass bald eine praktikable Lösung gefunden wird. Nicht, weil wir nicht ohne Pferderennen auskommen können. Sondern, damit es dem Sport nicht ganz so schlecht ergeht. Damit Leute keine Jobs verlieren. Damit kleine Züchter nicht aussteigen. Damit die Basis nicht ausstirbt. Denn es wird auch eine Zeit nach Corona geben. 

In diesem Sinne – bleibt gesund. 

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