Nach dem Lockdown

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Momentan wird ja an vielen Stellen diskutiert, wie man das öffentliche Leben wieder schrittweise hochfahren könnte. Wir müssen uns aber auch darauf vorbereiten, dass wir eine ganze Weile den Rennbahnen fernbleiben müssen, selbst wenn der Rennsport endlich wieder weitergeht. Heute noch gelesen, der Fußball rechnet für die nächsten 1 ½ Jahre mit Geisterspielen. Uff … Na, hoffentlich nicht. Natürlich hat der Rennsport nicht ganz die Platzverhältnisse, die der Fußball hat – Tribünen aber sind nun mal Tribünen und bis wir darauf wieder sitzen, wird es wohl noch eine ganze Weile dauern.

Trotzdem sagt man sich natürlich, sobald das alles vorbei ist – jetzt erst recht! Auf meiner Bucket List steht auch noch eine ganze Menge. Jetzt aus Prinzip. Mitnehmen, was geht, man weiß ja nie, wann es wieder weg ist. Das sind teilweise ganz lepsche Sachen, wo manche Leute sicher schon waren und sagen: Joah, ist ja nett, fahr halt hin, ist doch nichts Besonderes. Aber ich zum Beispiel war nie in Meran. Möchte ich unbedingt nachholen. Trabrennen in Le Mont Saint Michel. Ein Besuch in Hexham. Das sind so die kleinen Sachen.

Aber natürlich auch die großen Dinge. The race that stops a nation. Kentucky Derby. Arima Kinen, Scottish Grand National. Wären so meine Big Points. Na, vielleicht noch Kempton, King George Chase, ich hab ja jetzt ein Plus, nachdem alles vom Grand National zurückerstattet wurde. Vielleicht besteht ja die utopische Möglichkeit, das Rennen dieses Jahr mit Publikum zu veranstalten. Immerhin ist es am 26. Dezember und quasi damit ja schon fast nächstes Jahr. Ja, das ist doch eigentlich ein gutes Ziel. King George Chase. Ob wir bis dahin zu einer Normalität zurück kommen? Es überhaupt können? 

Momentan ist man geneigt zu sagen: Kinners, ich stell mich auch in Neuss glücklich an die Rails, Hauptsache da galoppieren Pferde um die Wette. Überhaupt draußen sein, mit anderen, die man nicht kennt. Nette Gespräche, kollektiver Jubel, Sonne im Gesicht, Pferde um einen herum – das fehlt einfach. Ein bisschen Adrenalin, wenn das Feld die Gerade herunterkommt und in Richtung Ziel geht. Mit Familie und Freunden hingehen – bisschen Geld verzocken, was einem nicht wehtut, eben einfach … etwas machen, was man gerne tut. Das geht derzeit nur drinnen. Und ja, es ist einfach nicht dasselbe, wenn man vor dem Bildschirm sitzt und Pferderennen guckt. Die Atmosphäre fehlt. Da kann ich mir noch so viele Hüte aufsetzen und den Champagner kaltstellen – das bleibt doof. Nicht, dass ich das gemacht hätte! … 

Es bleibt uns also nichts anderes übrig, als zu warten. Eigentlich sind Rennsportfreunde immer am Warten. Darauf, dass aus Fohlen Rennpferde werden, darauf, dass der Favorit endlich wieder läuft, darauf, dass endlich das große Rennen stattfindet – wir warten immer. Dieses Jahr ist es leider ein Warten, das so niemand vorausgesagt hat. Denn die Pferde sind halt nicht das Problem – sondern wir. Quasi Reverse. Die Pferde warten darauf, dass die Menschen wieder fit sind. Wie lang das dauern wird? Kann man echt nicht beantworten. Aber vielleicht sehen wir uns ja Ende des Jahres … in Kempton Park.

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