Zurück nach Iffezheim

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Sie gehört untrennbar dazu: Die große Woche in Baden-Baden. Wie alles dieses Jahr, macht sie auf dem Papier nicht so viel Freude, über allem schwebt das böse C-Wort und die Zuschauerzahl ist streng limitiert, egal wie groß das Areal ist, auf dem sich die Rennsportfans verteilen könnten.

Wenn man die Rennbahn in Baden-Baden nur in voll gewohnt ist, dann mutet das doch seltsam an. Das letzte Mal war ich mit zwei Pferden da, war nicht gerade erfolgreich, aber trotzdem habe ich das Flair dort genossen. Nicht so sehr die Tatsache, dass man in Iffezheim sonst gar nichts machen kann, wenn gerade keine Rennen sind.

Trotzdem assoziiert jeder Pferderennen in Deutschland automatisch mit Baden-Baden. Und natürlich ist diese prestigeträchtige Rennbahn eng mit der Historie des Rennsports überhaupt verbunden. Bereits seit 1858 gibt es in Iffezheim Pferderennen und das bis heute – allerdings von Kriegen unterbrochen. Seit 1963 gibt es die Jährlingsauktion, der wir auch diese Woche voller Spannung entgegensehen. Wir mögen ja eine kleine Population an Pferden haben, doch das Ausland hat stets eine hohe Meinung von deutschen Pferden, darauf kann man sicherlich stolz sein.

Das Eröffnungswochenende besteht aus zwei Gruppe 3 Rennen, einmal dem 65. Preis der Sparkassen Finanzgruppe (ex Spreti-Rennen) und der 150. Casino Baden-Baden Goldene Peitsche. Die goldene Peitsche wird seit 1953 in Baden-Baden gelaufen bietet vor allem zwei Stars der Neuzeit: Areion und Overdose. Areion gewann 1998 und Overdose 2008. Die Deutschen haben es nicht so mit den kurzen Distanzen, da wird nicht so interessiert geschaut wie bei den klassischen Distanzen, doch den Ungarn wollten sie alle sehen. Die Aschenputtel-Story hat uns alle abgeholt. Und sie hat uns gefallen. Sicher gab es immer irgendwelche Unken – aber damals, 2008 war die Welt in Ordnung und Overdose fertigte sie alle ab. Mit seiner eigenwilligen Galoppade, die jeder Rennsportfan wahrscheinlich im Schlaf erkennen würde.

Das ehemalige Spreti-Rennen ehrt hingegen einen großen Mann des Sports: Rudolf Eduard Oskar Joseph Graf von Spreti. Holla, das ist mal ein Name! Spreti war Leiter des legendären Vollblutgestütes Waldfried das 1944 durch Bomben zerstört wurde. Mittlerweile, seit 1990 auf 2000 Meter zurückgekürzt, ist es ein Gruppe 3 Rennen die Mitteldistanzler. Elle Danzig siegte hier zweimal. Wiesenpfad ebenfalls. Häufig sah man hier Pferde von der Derbydistanz zurückgehen, die ihnen zu weit geworden war. Auch dieses Jahr ist einer dabei, bei dem das der Fall sein könnte: Grocer Jack, der im Preis von Europa zwar kämpfte, aber sich seine Gruppe 1 Platzierung nicht zurückholen konnte. Nun geht es auf die kürzere Distanz.

Neben den Gruppe Rennen stehen natürlich noch Listenrennen, Auktionsrennen und Rennen für den Basissport auf dem Programm – großzügiger dotiert immerhin. Das böse C-Wort sorgt in allen Bereichen für schlechte Stimmung. Glanz und Gloria sind dieses Jahr nicht präsent, aber das Beste können wir dennoch daraus machen, wenn sich am Samstag die Boxen zum ersten Rennen öffnen. 

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