Zuhause kann er das

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Zuhause ist alles besser. Sofern man Pferde hat. Zuhause hat man Arbeitsweltmeister und fleißige Kerlchen – auswärts ist man asozial und das wissen auch Rennpferde. Im Rennsport kann man häufig noch mit der Argumentation: „Na, ja, ist eben ein Vollblut“ durchkommen und die Leute nicken betreten und sagen: „Ja, das stimmt.“ Aber im Endeffekt ist es doch einfach unangenehm, wenn man mal wieder derjenige ist, der dafür sorgt, dass ein Start verzögert wird, die halbe Boxengasse durchdreht, oder niemand mehr einladen kann, weil man seit einer Stunde mit seinem Hänger im Weg steht, weil der sture Hund nicht drauf will.

Willkommen bei einer neujährlichen Runde von: „Zuhause kann er das!“ Die Rätselshow für Rennsportler groß und klein, bei der allmonatlichen Frage: Was habe ich jetzt falsch gemacht? Ein großes Highlight immer wieder: Die Startmaschine. Die ist der Klassiker der „Zuhause kann er das!“ Varianten und immer wieder beliebt. Zuhause in der Maschine keinerlei Theater. Geht rein, springt raus. Wie die anderen Kinder. Dummerweise geht’s dann auf dem Renntag nicht rein. Oder nicht wieder raus. Teilweise Gruppe-Sieger. Da kennt so ein Rennpferd gar nichts. Wenn keine Lust, dann keine Lust. Und auswärts schon mal gar nicht. Da passt die Maschinenfarbe nicht, oder der Boxennachbar, oder der blöde Starthelfer hat nen hässlichen Hut – das Pferd findet schon einen Grund die Startmaschine völlig zu verweigern.
Unangenehmer ist nur die Variante: Reingehen, aber nicht mehr rauskommen. Gibt es ja einige prominente Beispiele für. Zuhause ist das meist kein Thema. Oder aber, man kann sie noch eine Weile überlisten (da sieht man Trainer ganz komische Sachen machen, damit die auch wirklich abspringen). Ist das Pferd aber nur halbwegs klug, durchschaut es vieles und weiß – du kannst mir gar nichts. Und schon parkt es wieder auswärts.

Dann sind da noch die Pferde, die man auf den Hänger zuhause in aller Seelenruhe führt, aber dann irgendwo in der Pampa beim Rückweg steht und den Trainer anrufen muss: „Wir kommen später, es geht nicht mehr auf den Hänger!“. Immer wieder ein super Anruf, das kann ich euch flüstern. Und die mitleidigen Blicke von den Kollegen. Guck mal, die sind zu doof ein Pferd einzuladen. Die sollten lieber bei Aldi an der Kasse sitzen. Revidiert sich schnell, wenn sie dann auch mal so ein nettes Pferd mithaben. Aber davor haben alle natürlich mehr Ahnung. Ist ja logisch.

Führring ist auch so etwas. Zuhause kannst du mit dem Pferd neben der Autobahn spazieren gehen. Oder der Eisenbahn. Oder in einer Großdemo stehen – das interessiert nicht. Aber wehe, manch ein Pferd trifft auf mehr als drei Leute im Führring (und das tut es natürlich auswärts immer). Dann ist Kirmes. Wirklich unangenehm werden dann zwei Varianten: Die Variante – Ich verhau jetzt einfach alle Pferde, die mit mir hier drin sind – und die Variante Rodeo. Sie sind nämlich als Führer und als Reiter extrem unangenehm und die Aufmerksamkeit des gesamten Führrings ist auch garantiert. Inklusive eines hübschen Videos in den sozialen Medien, oder zumindest Fotos. So nach dem Motto: Höhö – guck mal, die Rennpferde wieder.

Oh, aber jetzt nicht traurig sein: Gibt auch Pferde, die Zuhause total eklig sind (außerdem wissen, wo es zum Stall geht und dann im Rennen selbst nichts und niemanden ernst nehmen – ist ja schließlich zuhause). Also nicht weinen. Es kann für alle schlimm werden. Da sind Rennpferde demokratisch.

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