Bob Champion – ein wahrer Champion des Lebens

Bob Champion – ein wahrer Champion des Lebens
Road to Cheltenham

Bob Champion war ein Jockey mit einem perfekten Namen. Der Grund, weshalb wir uns in diesem Artikel mit ihm befassen, ist aber seine besondere Geschichte, die sogar verfilmt worden ist unter dem Titel „Champions – Sein größter Sieg“. Manche Geschichten schreibt das Leben und sie wirken, als wären sie erfunden worden. Genau das trifft für die hier vorliegende Story ausdrücklich zu. Und schließt den Namen des Protagonisten mit ein.

Über den Jockey Robert Champion

Robert Champion wurde am 4. Juni 1948 in London geboren. Er ist ein ehemaliger englischer Hindernisjockey, der im Jahr 1981 das berühmte Grand National auf Aldaniti gewann. Sein Triumph wurde aus einem speziellen Grund verfilmt, den wir in diesem Artikel beschreiben. Der Name des Reiters ist hier kein Omen, sondern nur ein Zufall. Und eigentlich geht es auch weniger um den Triumph im berühmtesten und sicherlich zur damaligen Zeit noch schwersten Jagdrennen der Welt, sondern um die Zeit davor, als Champion im wahrsten Sinne des Wortes dem Tode geweiht war. Doch dazu später etwas mehr.

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Die Anfänge der Karriere

Bob Champion
Bob Champion, Foto: TT

Bob Champion wurde in Sussex geboren, aber sehr bald nach seiner Geburt zog die Familie nach Guisborough im Norden von Yorkshire um. Es handelt sich bei seinem Namen tatsächlich nicht um einen Künstlernamen. Wobei Bob zumindest die Kurzform von Robert ist. Hindernisjockey wurde er, der bereits in seiner Kindheit erstmals im Sattel saß, zum einen aus Leidenschaft und zum anderen sicherlich wegen des Gewichts. Konkrete Angaben dazu liegen jedoch keine vor. Und auch nicht darüber, wie viele Siege es gegeben hat. Das liegt nicht zuletzt daran, dass Champion einige Zeit in den USA geritten ist, wenn die vorliegenden Informationen stimmen. Er kam als kranker Mann zurück nach England.

Die Erkrankung

Auf dem Höhepunkt seiner Karriere als Jockey wurde bei Bob Champion im Juli 1979 Hodenkrebs diagnostiziert. Das war natürlich ein Schlag, zumal ihm Ärzte wohl gesagt hatten, dass er diese Erkrankung nicht überleben werde. Er wurde, so ist es nachzulesen, mit einer Orchidektomie und den Chemotherapeutika Bleomycin, Vinblastin und Cisplatin behandelt und hatte auch eine explorative Operation, um Krebs in seinen Lymphknoten zu identifizieren. Es war also wirklich das ganz harte Programm. Am Ende war es ein langer und ein harter Kampf, den er auf der Ziellinie für sich entschied. Als der Krebs besiegt war, war Champion körperlich für eine lange Zeit nicht wieder in der Lage, Rennen zu reiten. Das war ein weiterer langer Prozess. Die ersten Ritte waren fraglos besondere Erlebnisse für ihn. Als klar war, dass Aldanati ins Grand National geht und Bob Champion im Sattel sitzen durfte, erfüllte sich ein Traum.

Rückkehr und großer Triumph

Aldaniti mit Bob Champion Jockey und Jonjo O'neil Trainer
Aldaniti mit Bob Champion Jockey und Jonjo O’neil Trainer, 1987, Foto: TT

Aldanati war ein talentiertes Pferd. Der Wallach gehörte 1979 als Dritter im Cheltenham Gold Cup zur absoluten Spitze in England. Im November des Jahres verletzte er sich schwer und musste für über ein Jahr pausieren. Im Jahr 1981 kam er auf die Bahn zurück mit dem Ziel Grand National. Seine Chancen deutete er an mit einem Sieg in einem Vorbereitungsrennen im Februar. Letztlich startete der Wallach als zweiter Favorit in Aintree. Und übernahm am elften Sprung die Spitze, die er nicht wieder abgab. Übrigens gab es im Jahr 1982 einen neuen Versuch für ihn mit Bob Champion auf dem Rücken, aber es kam zu einem Sturz am ersten Hindernis.

Andere wichtige Rennen, die Champion während seiner Karriere gewann, sind der Hennessy Cognac Gold Cup und die Whitbread Trial Chase. Er wurde im Jahr 1982 zum Mitglied des Ordens des britischen Empire bei den Queen’s Birthday Honours ernannt. Im Jahr 1983 gründete er den Bob Champion Cancer Trust, der Millionen Pfund für die Krebsforschung gesammelt hat. Er zog sich erst 1999 aus dem Rennsport zurück. Bob Champions Sieg auf Aldaniti wurde von vielen als großer Triumph angesehen, nachdem er zuvor so viele Schwierigkeiten hatte. Der Sieg brachte ihnen den BBC Sports Personality of the Year Team Award ein und er wurde im Jahr 2002 von den Zuschauern von Channel 4 zu einem der 100 größten sportlichen Momente gewählt. Am 22. Dezember 2011 erhielt Bob Champion im Rahmen des BBC Sports Personality of the Year-Wettbewerbs 2011 die Helen Rollason-Auszeichnung.

Queen Elizabeth II und Bob Champion
Queen Elizabeth II und Bob Champion, Foto: TT

Der Film Champions – Sein größter Sieg

Wie eingangs erwähnt, wurde die Geschichte von Bob Champion auf die Leinwand gebracht. Oder anders formuliert: Das Leben von Bob Champion und sein Kampf gegen den Krebs wurden verfilmt. Das geschah bereits im Jahr 1984, also gar nicht so lange nach dem beschriebenen Triumph. John Hurt spielte Champion. Der Film basiert auf Champions Buch Champion’s Story, das er zusammen mit seinem engen Freund, dem Rennjournalisten und Rundfunksprecher Jonathan Powell, schrieb. Auch wenn alles aus heutiger Sicht etwas altmodisch und ruhig wirkt, so können doch sowohl die schauspielerische Leistungen als auch die Bilder von den Rennen absolut überzeugen. Eine DVD ist im Handel erhältlich.

Wie sagt man so schön? Am Ende wird alles gut. Diese wahre Geschichte ist ein Beweis. Sie sollte nicht in Vergessenheit geraten. Dann am Ende lohnt es sich zu kämpfen. Wofür auch immer.

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