Galopp-Rückblick 24.-25.06.17: Der „Chief“ nach Dortmund-Sieg bald in die Stadt des Fußball-Rekordmeisters


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„Oldie but Goldie“ – das war die Schlagzeile nach dem 30. Großen Preis der Wirtschaft (Gruppe III, 55.000 Euro, 1.750 m) am Sonntag in Dortmund. Denn man hatte eigentlich weniger mit einem Erfolg des schon Sechsjährigen Wild Chief gerechnet, aber der in der Vergangenheit mehrfach in extrem schweren französischen Gruppe I-Rennen angetretene Hirschberger-Hengst war hier so richtig in seinem Element. Nach einem Klasse-Finish von Alexander Pietsch, der die erst spät vorhandene enge Lücke konsequent nutzte, kam der 85:10-Außenseiter noch zu einem leichten Triumph und entschädigte sich für Rang fünf aus 2016, als er als Favorit seine Anhänger arg enttäuscht hatte. Nun geht es in den Dallmayr-Preis nach München, also aus einer Fußball-Stadt Dortmund in die City des Rekord-Fußballmeisters.

Die Sensation im Vorderfeld war der zweite Rang des 411:10-Außenseiters Cashman, der sich an der Spitze erst spät verdrängen lief. Der Favorit Noor Al Hawa, auf den trotz der viermonatigen Pause viel Geld unterwegs war, hielt sich als Dritter achtbar, doch könnte ihm noch der Feinschliff gefehlt haben (Zum Video).

Im Rahmenprogramm präsentierte sich Liljan (50:10, M. Lopez) als Wallach von ganz starker Seite in einem 1.400 Meter-Rennen (Zum Video). Der Schützling von Jens Hirschberger war bald schon allein auf weiter Flur und bewies, wie stark die Soldier Hollow-Nachkommen sind. Sein Trainer holte sich mit Romantic Pur (44:10, A. Pietsch) auch den Ausgleich II. Dabei brachte sein Schützling das Kunststück fertig, das hohe Gewicht von 60 Kilo gegen Dingo und Nadelwald nach Hause zu tragen (Zum Video). Die Stute La Swala (36:10, E. Pedroza) kam nach einigen Ansätzen zu einem verdienten Sieg in einer 2.000 Meter-Konkurrenz für Trainer Andreas Wöhler (Zum Video). Ein Pferd mit Zukunft scheint Gestüt Ittlingens von Peter Schiergen trainierte dreijährige Stute Showtime (29:10, A. Starke), die in einem Meilen-Ausgleich III auch nach dem zweiten Start ungeschlagen bleibt (Zum Video).

In München gab es mit drei Pferden abermals nur ein sehr dünnes Feld in der Zweijährigen-Konkurrenz. Aber dennoch machte der Erfolg der von Henk Grewe aus Köln entsandten  Areion-Tochter South Coast (22:10) einigen Eindruck. Die von Marco Casamento gerittene Lady brach zwar stark weg, stand aber über den Gegnern. Wonderful Görl machte die „Areion-Zweierwette“ perfekt (Zum Video). Wenig abverlangt wurde auch Emlyn Violet (58:10) für das Gespann Vinzenz Schiergen/Peter Schiergen bei den Dreijährigen über die Meile (Zum Video). Merken sollte man sich den Namen Dante Veloz, denn der als Favorit in einer 2.100 Meter-Prüfung gestartete Dreijährige hätte ohne eine Behinderung durch die Ammerland-Stute Bernsteinkette (62:10, R. Piechulek) wohl kaum verloren (Zum Video).

Viel Aufmerksamkeit galt dem Start von Silvery Moon in Riem, doch kam das Pferd mit dem ungewöhnlichen Exterieur diesmal nicht über Platz vier hinaus – der Sieg in diesem Ausgleich III ging souverän an Action Please (46:10, F. Ladu). Von der heißen Favoritin Wangi Wangi war nichts zu sehen (Zum Video). Dagegen scheint Bella Bijou (40:10, W. Panov) weiter auf dem Weg nach oben. Die Santiago-Tochter ist nach dem Treffer in einem 2.200 Meter-Ausgleich III nun Doppelsiegerin und brachte Trainer Eugen Frank zum zweiten Mal in seiner Laufbahn aufs Siegertreppchen (Zum Video). Nach einem Sturz von Reiter Günter Schrimpf, der gottlob gleich ansprechbar war, im vorletzten Rennen musste die Veranstaltung längere Zeit unterbrochen werden, da der Krankenwagen in die Klinik unterwegs war.

Bereits am Samstag in Magdeburg hatte es einige Überraschungen gegeben. In einem 2.400 Meter-Ausgleich III hatte man nicht unbedingt mit Torqueville gerechnet, doch zur Quote von 87:10 setzte sich der Außenseiter vorne rechtzeitig gegen Zawadi und Astigo ab. Ein totaler Erfolg für Marc Timpelan als Reiter, Trainer und Besitzer (Zum Video).

Noch mehr Geld gab es auf den Sieg von Kiowa (P. Gibson) mit 189:10 in einem 1.800 Meter-Handicap, der vorneweg sensationell immer weitermarschierte (Zum Video). Dagegen wurde Stall Ullmanns Kick Off (16:10, E. Pedroza) bei den Drejährigen ihrer Favoritenrolle vollauf gerecht (Zum Video).

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