Galopp+Insider Holger Faust: „Die Vorzüge meiner Agentur sind die Daten und Fakten“

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Auch mit seinen erst 35 Jahren ist Holger Faust ein junger Mann mit vielen verschiedenen Facetten und einer ungemein starken Erfolgsbilanz im Galopprennsport. Der Sohn der Gestüt Karlshof-Eignerfamilie Faust hat sich als Chef der HFTB Racing Agency einen Namen gemacht, die nicht zuletzt den Derbysieger 2016 Isfahan ausgesucht und gemanagt hat. Aber auch viele andere Auktionskäufe, die prächtig einschlugen, und natürlich Glanzjahre des eigenen Gestüts zeugen von der erstklassigen Arbeit, die der Frankfurter leistet.

Exklusiv schildert Holger Faust im Galopp+Insider auf dem RaceBets-Blog sein Leben im Turf.

„Ich bin buchstäblich in den Galopprennsport hineingeboren. Mein Großvater war schon Züchter eines Derbysiegers, Navarino, und die Erfolge meiner Eltern mit unserem Gestüt Karlshof aus der Neuzeit mit unter anderem drei Derbysiegern in nur zehn Jahren sind, so glaube ich, den meisten Lesern hier schon noch bekannt.

Michaela, Holger und Bruno Faust im Portrait am 23.02.2014 Renntag in Neuss.

Ich bin im Gestüt der Partner meines Vaters, bespreche und plane alles mit ihm. Meine Schwerpunkte innerhalb unserer Zusammenarbeit liegen im Rennstallmanagement und dem Verkauf von Rennpferden. Wir haben ein gutes Team in Karlshof, bestehend aus engagierten, neuen jungen Mitarbeitern und verlässlichen Topleuten die schon zig Jahre bei uns sind.

Karlshof war in den Jahren 2000 bis 2010 eine erste Adresse in Deutschland mit drei Züchterchampionaten und den bereits drei erwähnten Derbysiegern. Seit 2011 sind wir gut, aber ein wenig hinter der Spitze, ich glaube und hoffe, dass sich dies in diesem Jahr wieder wendet und wir an die Erfolge aus diesem goldenen Jahrzehnt wieder anknüpfen können.

Als Agent war natürlich das gesamte Jahr 2016 mit dem Derbysieg von Isfahan, fünf Gruppeerfolgen für Darius Racing und das Besitzerchampionat grandios. Mit dem zur Verfügung gestandenen Budget ein echtes Traumjahr!

Isfahan siegt unter Dario Vargiu im IDEE 147. Deutschen Derby am 10.07.2016 Renntag in Hamburg.

Aber auch für die Zukunft sieht es gut aus. Ich glaube, dass sowohl Darius Racing, als auch das Gestüt Karlshof ein gutes Rennjahr bekommen werden, wenn wir von Verletzungen verschont bleiben. Khan, Kashmar, Parviz, Farshad auf Seiten von Darius Racing, A Raving Beauty, Tryst, Seductive für das Gestüt Karlshof müssen an der Stelle erwähnt werden. Auch beide Rennställe verfügen über sehr hoffnungsvolle Zweijährige, aber da sind Namen noch zu früh zu nennen, außer Malakeh von Darius Racing, sie könnte eine gute Zweijährige sein.

Jockeys manage ich seit diesem Jahr keine mehr, das haben in den vergangenen Jahren Stephan Vogt und Sebastian Hahn für die Agentur getan. Mittlerweile sind beide selbstständig.

Ich glaube die Vorzüge meiner Agentur sind die Fakten und Zahlen. Ich habe in fünf Jahren, davon nur drei Auktionsjahre, von denen die Pferde auf der Rennbahn waren, bereits einen Derbysieger, mehrere Gruppesieger und Blacktype-Pferde, aber auch für kleines Geld Seriensieger, wie Alexandre und Wisperwind, gekauft. Ich bin zwar erst 35 Jahre alt, aber schon 20 Jahre mit dem Kopf dabei, also würde ich mich als innovativ, modern und mit Erfahrung beschreiben.

Isfahan siegt unter Dario Vargiu im IDEE 147. Deutschen Derby, am 10.07.2016 Renntag in Hamburg.

Mein Hauptkunde ist Darius Racing, und die Zusammenarbeit mit den Besitzern ist einfach nur Klasse. In guten wie in schlechten Zeiten, und das ist wirklich erwähnenswert.

Aber ich stehe jedem zur Verfügung, der sich für Rennsport und Rennpferde interessiert.

Ich habe auch schon für Schweizer oder Australier gute Pferde gekauft oder verkauft.

Auch betreue ich viele junge Leute, die sich für unseren Sport interessieren und versuche sie im Rahmen ihres Budgets bestmöglich zu beraten. Ich bin nie auf einen Deal aus, sondern nur dann zufrieden, wenn der Kunde immer wieder auf mich zurückkommt.

Mein Tagesablauf sieht wie folgt aus: Homeoffice, Büroarbeit, von Montag bis Freitag nachmittags im Gestüt sein. An den Wochenenden geht es auf die Rennbahnen. Die Abstimmung mit den Trainern läuft sehr gut. Man muss sie nehmen, wie sie sind, und alle sind verschieden. Mit Henk Grewe telefoniere ich jeden Tag, manchmal bis zu zehnmal am Tag. Er ist ein guter junger Trainer und wird seinen Weg machen. Telefonate mit Herrn Hickst sind meistens kurz. Mit Subi wird viel geflachst, und mit Andreas Wöhler viel analysiert. Wie gesagt, alle Gespräche sind sehr verschieden, aber haben ihren eigenen Charme.

Holger Faust im Gespräch mit Waldemar Hickst am 10.03.2016 Renntag in Neuss.

Die aktuelle Saison hat sich ganz gut angelassen. Top 5 für Darius Racing in der Besitzerstatistik. Top 5 für Gestüt Karlshof in der Züchterstatistik, beide Lager haben schon ein Blacktype-Rennen gewonnen. Mal schauen, wie es weitergeht.

A Raving Beauty müsste in den Grupperennen für Stuten mitmischen können, und ich glaube, sie ist auf weicher Bahn noch besser. Khan ist ein Rennpferd, die Frage ist nur, ob schon dreijährig oder erst vierjährig. Er soll sich über die Union für das Derby empfehlen.

Die Niederlage von Tryst in München war überraschend, für ihn gilt die gleiche Aussage wie bei Khan. Wir probieren, ihn über Hannover für Hamburg zu qualifizieren. Rostam war bisher von sieben Pferden geschlagen, alle sieben Pferde sind richtig gute Pferde, und nie hat das Rennen oder die Umstände für ihn zu 100 Prozent gepasst. Wir versuchen es jetzt noch einmal auf hohem Niveau in den 2000 Guineas am Sonntag in Köln und hoffen auf mehr Rennglück, sollte es wieder nicht reichen, machen wir in einem Maidenrennen weiter.

Zum Mehl-Mühlens-Rennen-Wettmarkt!

Abadan hat eine Diana-Nennung, aber wir wissen noch nicht, ob sie gut genug dafür ist. Seductive ist eine Diana-Hoffnung, und auch bei Bailarina sehe ich noch die Möglichkeit, dort zu starten, sie wird sich schon beim nächsten Start verbessert präsentieren. Alwina ist eine ehrliche, tolle Stute, die bereits zweijährig viel Spaß gemacht hat, wir probieren es nun mit ihr in den 1000 Guineas, in Köln war der Rennverlauf unglücklich, und sie mag keine weiche Bahn.

Zum 1.000 Guineas-Wettmarkt!

Holger Faust und Dario Vargiu freuen sich über den Sieg im IDEE 147. Deutschen Derby.

Zum Abschluss noch ein Wort zur gerichtlichen Auseinandersetzung zum Derby-Sieg von Isfahan. Der Derby-Tag war ein wunderbarer Tag ohne Wenn und Aber! Der Protest ist eine sehr traurige Sache für den gesamten Rennsport. In meinen Augen sind es einfach nur ganz schlechte Verlierer.“

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