Insider-Talk mit Sean Byrne: „Ich bin in Mülheim sehr happy“


Willkommensbonus 100EUR

In der Statistik der Auszubildenden in Deutschland steht Sean Byrne an zweiter Position hinter Leon Wolff. Es läuft aktuell blendend für den 19-jährigen, obwohl er kürzlich eine längere Verletzungspause überbrücken musste. In jedem Falle ist der Wahl-Mülheimer eine echte Bereicherung für die Reiter-Szene hierzulande, wie man auch bei seinen drei Treffern bei der Großen Woche in Baden-Baden sehen konnte.

Die Pferde von der Schule aus beobeachtet

Wie ist bei Ihnen der Wunsch entstanden, Jockey zu werden? Hat Ihre Familie dabei eine Rolle gespielt?

Sean Byrne: Ich wurde in der Nähe des Curragh in Irland geboren und habe dort den Weg in den Rennsport gefunden. Jeden Morgen, wenn ich zur Schule unterwegs war, habe ich die Pferde gesehen. Auch von der Schule aus, konnte ich beobachten, wie die Pferde galoppierten. Ich habe neben dem Rennstall gewohnt. Ich habe Pferde schon immer geliebt.

Meine Eltern hatten nie Pferde und nichts mit dem Rennsport zu tun, aber sie haben mich stets in jeglicher Hinsicht unterstützt. Als ich Jockey werden wollte, meinten sie, wenn Du damit glücklich wirst, ist es okay für uns.

Jetzt zu RaceBets

Der Traum ging in Erfüllung

Wo und wie haben Sie das Rennreiten gelernt? Was waren die bisherigen Stationen?

Sean Byrne: Das Rennreiten habe ich von John Oxx beigebracht bekommen. Er war mein erster Chef. Auch in der Racing School habe ich sehr viel gelernt. Zunächst habe ich nur Galopps geritten, doch mit der Zeit lernte ich viel dazu. Meinen ersten Sieger für John Oxx steuerte ich bei meinem dritten Ritt. Das war auf einer tollen Stute mit dem Namen She’s my Dream. Diesen Tag werde ich niemals vergessen.

Wie kam es zu dem Wechsel nach Deutschland und dann später von München nach Mülheim? Wem haben Sie hier bisher besonders viel zu verdanken?

LATINO siegt unter Sean Byrne am 13.12.2020 in Dortmund.
LATINO siegt unter Sean Byrne am 13.12.2020 in Dortmund.

Sean Byrne: Ich bin nach Deutschland gegangen, da ich nicht so viele Chancen in Irland bekam. Dort gibt es so viele Jockeys und sehr viele Lehrlinge. Da wäre es sehr schwer geworden, seine Möglichkeiten zu erhalten. John Hillis war einer meiner Arbeitskollegen. Er wollte einen Auszubildenden haben. Ich habe gefragt, ob ich zu ihm kommen könnte. John hat „ja“ gesagt und mich enorm unterstützt. Ich bin ihm sehr dankbar für alles, was er für mich getan hat. Leider ist München etwas weit weg von den anderen Rennbahnen.

Wie läuft die Zusammenarbeit mit Trainer Marcel Weiß? Wie sehen Sie die Perspektiven?

Sean Byrne: Marcel Weiß hat mir den Job bei ihm angeboten. Für einen Stall zu arbeiten mit Pferden des Gestüts Auenquelle und weitere große Besitzer ist außergewöhnlich für mich. Darüber bin ich sehr glücklich. Marcel gibt mir sehr viele Chancen. Dafür bin ich ihm sehr dankbar. Ich bin in Mülheim sehr happy. Meinen ersten Sieger für ihn habe ich in Baden-Baden geritten. Ich hoffe, dass wir sehr lange zusammenarbeiten.

Haben Sie Torquator Tasso schon mal im Training geritten? Was zeichnet ihn besonders aus?

Sean Byrne: Einmal habe ich Torquator Tasso im Training bereits geritten. Ich mache ansonstenfür ihn in der täglichen Arbeit stets die Pace. Er ist ein außergewöhnliches Pferd. Er ist ein ganz großer Charakter, jeder liebt ihn hier. Ich bin sehr froh, dass er hier bei uns ist.

Torquator Tasso siegt unter Lukas Delozier im Longines 130. Grosser Preis von Berlin, Gr.1, am 03.10.20 in Renntag in Hoppegarten
Torquator Tasso siegt unter Lukas Delozier im Longines 130. Grosser Preis von Berlin, Gr.1, am 03.10.20 in Renntag in Hoppegarten

Wird hier anders geritten als in Ihrer früheren Heimat?

Sean Byrne: Ja, das Training ist sehr unterschiedlich, ich ritt auf dem Curragh mit vielen verschiedenen Bahnen, aber ich liebe es auch in Deutschland, ich habe viele Freunde gefunden und auch einen tollen Freund.

Wie gut sind inzwischen Ihre Deutschkenntnisse?

Sean Byrne: Mein Deutsch wird von Tag zu Tag besser, aber ich muss noch viel lernen und ich lerne jeden Tag mehr.

„In einem Gruppe I-Rennen mit dabei sein“

Welche Ziele haben Sie noch für dieses Jahr und Ihre Zukunft?

Sean Byrne: Mein Ziel für dieses Jahr ist es, so viel wie möglich über das Rennreiten zu lernen und mich so schnell wie möglich zu verbessern. In der Zukunft würde ich gerne in einem Gruppe I-Rennen mit dabei sein.

Rajguru siegt unter Sean Byrne am 12.09.2021 Renntag in Düsseldorf.
Rajguru siegt unter Sean Byrne am 12.09.2021 Renntag in Düsseldorf.

Werden Sie im Winter hier reiten oder im Ausland?

Sean Byrne: Ich habe nicht vor, diesen Winter im Ausland zu fahren, also denke ich, dass ich diesen Winter in Dortmund zu sehen sein werde.

Was sind Ihre liebsten Freizeitbeschäftigungen?

Sean Byrne: Ich schaue gerne Formel I-Rennen und auch Motorrad Grand Prix. Ich koche auch gerne, also wenn ich nicht mit leichten Gewichten fahren muss, werden Sie mich dabei erwischen, wie ich nachschaue, was ich als nächstes kochen kann.

Jetzt zu RaceBets

Insider-Talk mit Sean Byrne: „Ich bin in Mülheim sehr happy“
3 (60%) 2 Stimme[n]

Willkommensbonus 100EUR