Marco Klein: „Damavand hat in Dortmund wieder erste Chancen“

Marco Kleins Rennanalyse
Road to Cheltenham

Volles Programm in der Weihnachtswoche im deutschen Galopprennsport. Denn gleich zwei Rennveranstaltungen werden rund um das Fest hierzulande abgehalten. Los geht es am Samstag, 26. Oktober mit dem wieder reaktivierten Weihnachtsrenntag auf dem Gras-Kurs in Mülheim. Diese Rennen erfreuten sich schon früher enormer Beliebtheit. Ausgezeichnete Wettumsätze prägten die Szene am Raffelberg.

Nur einen Tag später ist Dortmund wieder der Ausrichter von spannenden Prüfungen auf der Sandbahn. Es handelt sich gleichzeitig um das Saisonfinale im hiesigen Galoppsport für 2020. Dass beide Renntage natürlich ohne Zuschauer über die Bühne gehen müssen, ist angesichts der Pandemie-Situation sicher keine Überraschung.

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Natürlich ist auch unser RaceBets-Ambassador Marco Klein wieder stark vertreten. Der Mannheimer Trainer hatte ein hervorragendes Jahr. 22 Erfolge stehen auf seinem Konto. Und vielleicht kommt ja bei den noch ausstehenden Terminen noch der ein oder andere Erfolg hinzu.

Einmal Mülheim und zweimal Dortmund – das sagt der Experte

Auch Marco Klein analysierte schon zum Wochenstart die Prüfungen. Wir haben ihn am Dienstag gefragt, welche drei Rennen für ihn am spannendsten sind und ihn um seine Analyse gebeten. Außerdem ging er der Frage nach, weshalb diese Prüfungen für normale Rennsportfans besonders attraktiv sind. Hier seine Einschätzung zu einer ausgewählten Prüfung am Samstag (26. Dezember) in Mülheim und zwei Rennen am Sonntag (27. Dezember) in Dortmund. Die Analyse beruht auf dem Stand unmittelbar nach der Starterangabe, die am Morgen des 22. Dezember erfolgte.

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Mülheim, Samstag, 26. Dezember: Ausgleich IV,

2.100 m (7. Rennen)

„Am letzten Sonntag hatte ich mit Inchiquin nur einen Starter in Dortmund, da Golden April Nichtstarter war. Es war sehr gut, dass der Renntag stattgefunden hat, denn man hatte ja doch wegen des Lockdowns erst ein wenig Bedenken, ehe die Verordnung dann gekommen ist. Man darf dem Dortmunder Rennverein dankbar sein, dass er die Veranstaltung gegen alle Eventualitäten durchgeführt und so viel Gas gegeben hat, den Tag sicherzustellen.

In Mülheim bin ich am Samstag, dem zweiten Weihnachtstag, selbst nicht vertreten. Hier habe ich mich aber mit dem Ausgleich IV über 2.100 Meter beschäftigt, dem 7. Rennen um 13:30 Uhr. Denn hier werden 15.000 Euro in der Viererwette ausgeschüttet, inklusive eines Jackpots von über 6.000 Euro.

„Whisky Train ist wieder sehr gefährlich“

Whiskey Train siegt unter Martin Laube
Whiskey Train siegt unter Martin Laube

Noch einmal sehr gefährlich ist natürlich WHISKY TRAIN, der als Acht-Längen-Sieger auf dieser Bahn eine sehr gute Leistung geboten hat. Trotz des hohen Gewichts von 63 Kilo sollte man ihn erneut auf der Rechnung haben. Der Sieg war deutlich, und die Distanz und die Reiterin sind genau identisch wie damals. Auch die Bodenverhältnisse dürfen ähnlich sein.

„Aljondra könnte Favoritin werden“

Vielleicht könnte ALJONDRA sogar die Favoritin werden. Sie hätte beim letzten Mal hier schon klar gewonnen, wenn alles glatt gegangen wäre. Der Jockey war damals der Meinung, dass sie nicht sauber galoppiert wäre und hat daher mit ihr nicht durchgezogen. Ich denke, dass nun sicherlich alles in Ordnung mit der Stute ist, wenn sie nun wieder aufgeboten wird. Mit diesem Gewicht hat sie ihre Chancen.

VERNATSCH zeigte auch eine ordentliche Form als Dritter zu WHISKY TRAIN, das war eine ansprechende Leistung. Er scheint auch mit weichem Boden zurechtzukommen und sollte mitmischen. Das Rennen ist insgesamt sehr offen. SECOND SIGHT ist ein Pferd für eine Platzierung, sicher auch NEXT DAWN, der hier Zweiter hinter WHISKY TRAIN war. FLOWERPOWER sehe ich als chancenreiche Außenseiterin, sie hat im Vorjahr sogar in Baden-Baden gewonnen und war zuletzt Siebte in Mülheim.

Dortmund, Sonntag, 27. Dezember: Ausgleich III

2.500 m (6. Rennen)

„Die Trainingsleistungen waren vielversprechend“

„Im Hauptrennen am Sonntag in Dortmund bin ich mit drei Pferden vertreten. In diesem Ausgleich III über 2.500 Meter, der als 6. Rennen zum Abschluss des Renntages gelaufen wird, hat sich Tommaso Scardino trotz des hohen Gewichts von 64,5 Kilo für DAMAVAND entschieden. Auch wenn es beim kürzlichen Erfolg über eine 700 Meter kürzere Distanz ging, hat mir die Art und Weise des Sieges sehe gefallen. Und er hat gute Gegner hinter sich gelassen. Auch die Trainingsleistungen waren vielversprechend, so dass er wieder mit ersten Chancen ins Rennen gehen sollte.

„Kitaneso ist in Dortmund eine Bank“

KITANESO ist in Dortmund nach wie vor eine Bank. Er war hier als Vierter etwas unglücklich. Das Rennen entwickelte sich sehr schnell, er war lange Zeit weit zurück. Das war ungünstig, und er sollte gute Möglichkeiten auf einen vorderen Rang haben.

Platin Lover siegt unter Tommaso Scardino
Platin Lover siegt unter Tommaso Scardino am 17.02.2019 in Dortmund

PLATIN LOVER hat sich nach einem Jahr Pause wacker verkauft, auch wenn er nur Elfter war. Wir haben es beim Comeback mit ihm aber ohne Druck noch ruhig angehen lassen. Er hat nun Luft geholt, sich im Training gesteigert und könnte diesmal unter die ersten Fünf kommen.

VEXED hat für Christian von der Recke zuletzt in Mons gewonnen, und zwar relativ deutlich, doch nun muss man sehen, wie er sich hier im Handicap schlägt. Die fünf Kilo Gewichtserlaubnis von Leon Wolff sollte ihm weiterhelfen.

IRAKLION hat in diesem Jahr noch nichts gezeigt, war im Vorjahr aber Zweiter auf Sand in Mons und war früher ein Gruppe- und Listenpferd. Das darf man nicht vergessen. Vielleicht kann er überraschen.

„Gefährlich erscheint mir Sioux“

Gefährlich scheint mir SIOUX, der sich nach langer Pause als Fünfter hier nicht schlecht verkauft hat, Das war eine schöne Leistung, und sein Gewicht erscheint günstig. NEXTWAVE war Dritter im Ausgleich IV, hier könnten ein paar andere Pferde besser sein als er auf Sand.

Dortmund, Sonntag, 27. Dezember: Ausgleich IV

2.500 m (4. Rennen)

„Anna Adventure sollte in die Viererwette laufen“

Im Ausgleich IV über 2.500 Meter winkt noch einmal eine sehr attraktive Auszahlung in der Viererwette in Höhe von 20.000 Euro, einschließlich eines Jackpots von 8.000 Euro. Wir hoffen auf ANNA ADVENTURE, die beim letzten Mal hier als Dritte eine tolle Leistung geboten hat. Bei einem sehr hohen Grundtempo machte sie in der Schlussphase noch viel Boden gut und suchte sich ihren Weg durch die anderen Pferde hindurch. Sie sollte in die Viererwette laufen und sehr gute Chancen haben.

Wikileaks siegt unter Andrasch Starke
Wikileaks siegt unter Andrasch Starke am 23.11.2020 in Dortmund

WIKILEAKS hat Ende November hier gegen unseren Bergadler gewonnen, der anschließend selbst überlegen voraus war. Die Form ist also stark aufgewertet worden. Meistens hat er mit Andrasch Starke oder Kevin Woodburn gewonnen, nun muss man schauen, wie Leon Wolff mit ihm zurechtkommt, aber ich traue dem Pferd wieder viel zu.

KOONARI war Dritte bei Bergadlers Sieg, folgte zwar schon mit Abstand, ist aber eines der wenigen weiteren Formpferde. Die anderen Kandidaten können eigentlich nur überraschen oder die Viererwette komplettieren.“

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