Preis der Diana: Die Historie

Hinter den Kulissen

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An diesem Sonntag kommt der Preis der Diana zum 163. Mal zur Austragung. Viele sprechen auch vom Stutenderby. Es handelt sich nach dem Union-Rennen um das zweitälteste Galopprennen in Deutschland; die Diana (das ist die Göttin der Jagd) ist zwölf Jahre älter als das Deutsche Derby. Nicht immer war Düsseldorf der Austragungsort.

Preis der Diana: Die bisherigen Rennorte

Bis 1867 wurde der Preis der Diana in Berlin-Tempelhof, von 1868 bis 1917 in Hoppegarten, von 1918 bis 1922 in Berlin-Grunewald und dann wieder von 1923 bis 1944 in Hoppegarten ausgetragen. Kriegsbedingt fiel das Rennen in den Jahren 1945 und 1946 aus. Der Neustart erfolgte 1947 in Düsseldorf. Danach fand das Stuten-Derby von 1948 bis 2003 in Mülheim an der Ruhr statt, um nach zwei Jahren in Hamburg nach Düsseldorf zurückzukehren. So steht es bei Wikipedia.

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Nicht immer ein Rennen der Gruppe 1

Die Kategorien Gruppe 1, 2 und 3 gibt es erst seit den 1970ern im weltweiten Galopprennsport. Die Diana hatte nicht immer den höchsten Status, bekam diese Einstufung erst im Jahr 2001. Veränderungen gab es auch immer wieder bei den Distanzen. Bis 1972 führte die Prüfung über 2000 Meter, von 1973 bis 1976 über 2100 Meter und seit 1977 erst geht es über 2200 Meter.

Es geht um mehr als Geld

Im Preis der Diana geht es nicht nur um das fraglos beträchtliche Preisgeld. Wer sich mit diesem Sport auskennt, weiß natürlich: eine Siegerin erhöht ihren Zuchtwert beträchtlich. Ihrem Anspruch, ein großes Zuchtrennen zu sein, ist der Preis der Diana in der langen Zeit seines Bestehens de facto mehr als nur gerecht geworden. Als die bedeutendsten Siegerinnen der Vergangenheit gelten oftmals Schwarzgold, Asterblüte und Anna Paola.

Auf sie gehen Blutlinien in der ganzen Welt zurück. Gerne genannt werden die vier englischen Derbysieger Slip Anchor, Galileo, Sea The Stars, aber auch der aktuelle Epsom Derbysieger Adayar. Einige der Siegerinnen der letzten Jahre sind nach Japan verkauft worden: Salomina, Turfdonna und Serienholde. Sie haben in der neuen Heimat Gruppesieger und Gruppesiegerinnen gebracht. Von den letzten Diana-Siegerinnen sind Lacazar, Well Timed und Diamanta der deutschen Zucht bisher erhalten geblieben. Im Sommer 2020 siegte die in England trainierte Miss Yoda und ist Zuchtstute in Irland.

Letztes Jahr siegte Lacazar unter Andrasch Starke beim 159. Preis der Diana.

1857: Es gewann Sinope

Die erste Siegerin im Preis der Diana trug den Namen Sinope. Sie stand im Besitz von Graf Alvensleben und hatte auf der längst vergessenen Bahn von Berlin-Tempelhof sechs Gegnerinnen. Damals ging es über 2000 Meter. Es folgte Lavant von Graf Henckel ein Jahr später. Blickt man in die Liste der Siegerinnen findet man auch einige mit seltsamen Namen. Närrin 1887 zum Beispiel oder Forelle 1892. Ein Jahr später siegte Ilse, dann Migräne, dann Waschfrau. Gudrun war 1898 an der Reihe, ein Jahr später Hut ab. Hochzeit hieß die Siegerin 1907, Einsicht war es 1912. Zu Kriegszeiten 1942 gewann einmal Leibwache.

Wenige ausländische Siege

Die ausländische Dominanz in diesem Rennen ist übersichtlich. Im aktuellen Jahrtausend gab es nur zwei englischen Siege: 2011 Dancing Rain sowie 2020 Miss Yoda, wie bereits erwähnt. Und davor war das alles kein Thema, weil ausländische Gäste nicht zugelassen waren.

Miss Yoda mit Frankie Dettori gewinnt den 162. Henkel-Preis der Diana.
Miss Yoda mit Frankie Dettori gewinnt den 162. Henkel-Preis der Diana.

Nach dem Preis der Diana

Auf der Rennbahn haben die Diana-Siegerinnen in den letzten Jahren weniger Erfolg gehabt als im Gestüt. Seit die Diana im Jahre 2008 von Anfang Juni auf Anfang August verlegt wurde, haben nur zwei Siegerinnen (Night Magic und die englische Stute Dancing Rain) anschließend noch ein Rennen gewinnen können. Bei Night Magic waren es immerhin drei – auch sie befindet sich jetzt in Japan. Folgende Erklärung ist logisch: Die aktuelle Terminierung bedeutet, dass sich in der laufenden Saison nicht mehr so viele Chancen ergeben.

Immerhin elf Diana-Siegerinnen haben auch das Derby gewinnen können, darunter mit Nereide, Schwarzgold, Asterblüte und Borgia vier unvergessene Ladies. Aber damals wurde die Diana halt vor dem Derby entschieden. Ob diese Liste in den kommenden Jahren verlängert werden muss, ist also zumindest ein wenig fraglos. Nereide war die erste Stute, die neben dem Preis der Diana auch das Derby gewann. Sie gewann beide Rennen in Rekordzeit, was wir hier nicht verschweigen wollen. Ob ein Pferd ihrer Klasse an diesem Sonntag in Düsseldorf an den Start kommen wird? Man wird es sehen…

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