Folge 13

Karl-Dieter Ellerbracke
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Der RaceBets-Podcast war zu Gast bei Karl-Dieter Ellerbracke im Gestüt Auenquelle. Das liegt im westfälischen Rödinghausen, ist eines der größten Vollblutgestüte in Deutschland und zugleich die Heimat von Soldier Hollow (In The Wings), dem derzeit erfolgreichsten Deckhengst hierzulande. Neu aufgestellt wurde Best Solution (Kodiac), der ebenfalls sehr viel Zuspruch erfahren wird.

Ab dem 15. Februar beginnt die neue Decksaison, es gibt also viel zu tun für Karl-Dieter Ellerbracke und sein Team. Der Self-Made-Mann ist vor 40 Jahren in den Rennsport gekommen, weil ihn sein Freund mit ins Gestüt Ravensberg genommen hat, wo sie das Training von Johannes Kuhr beobachtet haben.

„Das hat mich so begeistert, dass ich zu meiner Frau gesagt habe, wir müssen uns ein Rennpferd anschaffen.“ Gesagt, getan. Ellerbracke ist kein Mann vieler Worte, sein Motto lautet: „Nicht so viel kürren, mehr mürren.“

So sagt man das in seiner Heimat Westfalen, übersetzt heißt das: Nicht so viel reden, mehr tun. Es blieb nicht bei dem einen Rennpferd. Eine Zuchtstute wurde erworben und damit nahm alles seinen Lauf.

Basis war die alte Dorfschule in Rödinghausen, die seiner Frau Helge vermacht worden war. Aus einer Zuchtstute sind fast 40 geworden. Aus wenigen Boxen 145. Aus 0,4 Hektar Weideland 120. Aber damit nicht genug. Ellerbracke hat im deutschen Rennsport auch sonst viel bewegt. Als Vorsitzender der Baden-Badener Auktionsgesellschaft (BBAG) sorgte er für den Bau der Auktionshalle und des modernen Boxendorfes, er war Präsident der Besitzervereinigung und sorgt ganz aktuell im neugegründeten Rennclub Mülheim für frischen Wind. Und in unserem Interview hat er dann doch richtig viel geredet …

Dazu gibt es einen Zwischenbericht aus St. Moritz von Trainer Christian von der Recke, der mit fünf Pferden vor Ort ist. Christian Jungfleisch liefert die Vorschau für den Renntag am Sonntag in Dortmund.

Ein Podcast von Frauke Delius.

Zitate

Karl-Dieter Ellerbracke (Gestüt Auenquelle, Vorsitzender der Baden-Badener Auktionsgesellschaft (BBAG) und Präsident des Rennclubs Mülheim)

„Ich finde das immer furchtbar, wenn mir jemand vorrechnet, was er wieder für Miese gemacht hat mit seinem Pferd, das weiß ich doch vorher, was das kostet. Der Rennsport ist fürs Herz ist und nichts fürs Portemonnaie.“

„Die ganze Zucht ist wie ein Lotteriespiel. Man muss Glück haben. Wenn das nicht so wäre, wie wollten wir denn gegen die großen Gestüte in der Welt ankommen, das ginge doch gar nicht, dann würde doch keiner mehr züchten.“

„Der Jährling ist eigentlich, um das mal salopp zu sagen, das Los in diesem Spiel. Sie haben einen Jährling oder kaufen einen Jährling und nehmen an der großen Lotterie der Pferderennen teil.“

„Als ich bei der BBAG anfing, hieß es immer, dass wir Käufer finden müssten. Ich habe dann irgendwann gesagt, Kinder, das ist nicht richtig, wir müssen Verkäufer finden, wenn wir gute Pferde haben, kommen die Käufer von allein.“

„Beim Rennclub Mülheim haben wir eine Mannschaft, die will das, die macht das. Da wird nicht viel geredet, da wird gemacht. Das ist immer das gewesen, wo ich Wert draufgelegt habe: Nicht so viel kürren, mehr mürren. So sagt man das hier in Westfalen. Also nicht so viel reden, mehr tun.“

Tanja Sramek (Gestütsleiterin Auenquelle)

„Ich bin mit 12 Jahren beim Zeitungsaustragen hier vorbeigekommen und habe mit 13 mein Schülerpraktikum hier gemacht. Seitdem bin ich in Auenquelle. Was ich von Karl-Dieter übernommen habe? Der hat immer gesagt, die guten Mitarbeiter müsse man nicht loben. So mache ich das auch, das müssen alle wissen, die ich nicht lobe.“

Christian von der Recke (Trainer, derzeit mit 5 Pferden in St. Moritz)

„Der 1. Renntag ist natürlich nicht so gelaufen, wie man sich das gewünscht hat. Im Zielbogen war eine Stelle vereist, das war ein so blöde Stelle, dass die Bahn nicht anders ausgesteckt werden konnte. Deshalb sind alle Rennen nur über 800m gelaufen worden, ansonsten hätte man sie ganz absagen müssen. Wir hoffen natürlich, dass das am Sonntag besser wird. Die Bahn wird auf jeden Fall so gut wie möglich mit Kunstschnee präpariert.“

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Folge 13
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