Seltsame Vorfälle in Galopprennen – Teil 1

Seltsame Vorfälle in Galopprennen
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In der Historie des Galopprennsports gab es immer wieder seltsame und mysteriöse Vorfälle. Einige sind in Erinnerung geblieben, andere verloren gegangen. In zwei Folgen wollen wir im RaceBets Blog von Ereignissen berichten, die für Schlagzeilen gesorgt haben oder im Nachhinein das Interesse wecken.

Devon Loch und Queen Mum

Devon Loch, Grand National
Devon Loch, Grand National, Aintree, 24.03.1956, Foto: TT

Devon Loch war ein Rennpferd, nach dem aus einem ungewöhnlichen Grund ein Hindernis in Aintree benannt ist. Dieses spielt unter anderem beim Grand National eine Rolle. In diesem weltberühmten Rennen lief der Wallach im Jahr 1956 für die Queen Mother. Im Sattel saß Dick Francis, der später als Schriftsteller Karriere machte. Devon Loch hatte bereits zwei Rennen in der besagten Saison gewonnen. Er galt als Mitfavorit und lag nach diversen Ausfällen klar in Führung. Ein Sieg schien nur noch Formsache. Dann sprang er plötzlich unerklärlicherweise in die Luft und landete auf dem Bauch. Nichts war es mit dem Sieg. Keiner konnte sich erklären, wieso es zu diesem Vorfall kam. Im Abschluss sagte die Königinmutter nur: „Oh, das ist Rennen.“

Einige Berichte behaupteten, Devin Loch habe einen Krampf in seiner Hinterhand erlitten, der den Zusammenbruch verursachte. In einem anderen Artikel wurde behauptet, dass ein Schatten, der durch den angrenzenden Wassersprungzaun geworfen wurde (den Pferde nur auf dem ersten Rundkurs des Aintree-Kurses überqueren), Devon Loch verwirrt haben könnte. Er schien zu glauben, ein Sprung sei erforderlich. Er schien sich um Unklaren darüber, ob er springen sollte oder nicht, sprang halb und brach zusammen.

Devon Loch, Grand National
Devon Loch, Grand National, Aintree, 24.03.1956, Foto: TT

Jockey Dick Francis (dem es gelang Devon Loch wieder in Schwung zu bringen) erklärte später, dass ein lauter Jubel aus der Menge für einen erwarteten königlichen Sieger, das Pferd ablenkte. Das war laut seiner Meinung eine wahrscheinlichere Erklärung als all die anderen, die an seine Ohren drangen. Berichte, dass das Pferd einen Herzinfarkt erlitten hatte, bestätigten sich nicht, da sich Devon Loch viel zu schnell erholte. Er lebte weitere sechs Jahre. Dick Francis beendete allerdings bald seine Karriere. Er widmete sich anderen Geheimnissen aus der Welt des Galopprennsports – in seinen zahlreichen Büchern.

Im Grand National des Jahres 1908 gewann Rubio, was auf andere Art mysteriös war. Denn der hatte für drei Jahre kein Rennen bestritten, war aus dem Rennsport ausgeschieden. Seine Zeit verbrachte er in der Landwirtschaft auf einer Farm. Im Grand National von 1928 absolvierte nur ein Pferd, Tipperary Tim, den Kurs vollständig. 1969 tat es ihm Foinavon gleich. Nach diesem wurde ein Sprung benannt, nach Tipperary Tim hingegen nicht.

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Seltsame Ereignisse in anderen weltbekannten Rennen

Das war es mit dem Grand National, auch wenn zu diesem noch viele weitere Geschichten existieren. Weltweit bedeutende Galopprennen mit einer langjährigen Tradition haben auf unterschiedliche Art und Weise für Schlagzeilen gesorgt. Hier sind einige besonders skurrile Fakten. Im Epsom Derby von 1844 wurde der Sieger wegen seines Alters disqualifiziert. Das Rennen war für Dreijährige, aber der Sieger war bereits vier Jahre alt. Im Epsom Derby von 1913 gab es einen tragischen Vorfall, der in die Geschichtsbücher einging: die Sufragette Emily Davison rannte auf die Bahn und wurde zu Tode getrampelt. Nicht geheimnisvoll ist der Grund: die Dame wollte durch ihren Suizid auf die Rechte der Frauen aufmerksam machen.

Im Jahr 1966 traten bei einem Pferderennen in Ghana(!) alle Jockeys in den Streik, da die Behörden eine Kuh in einer bestimmten, als gefährlich erachteten Kurve nicht vertreiben wollten. Diese Kuh stand also im Weg herum, aber die Verantwortlichen schien dies nicht zu stören. Warum? Mysteriös.

Die Geschichte von Jockey Bob Champion

Bob Champion
Bob Champion, Foto: TT

Teil 1 dieses RaceBets Blog Post über seltsame Geschichten aus der Welt des Galopprennsports soll mit dem legendären Jockey Bob Champion enden, der Hindernisse und Krankheiten überwunden hat, um sein Ziel zu erreichen. Bob Champion, ausgestattet mit einem wahrlich perfekten Namen, wurde im Jahr 1948 in Yorkshire geboren und war dazu bestimmt, schon in jungen Jahren erfolgreich in den Sattel zu steigen. Sein erstes Rennen konnte er im Alter von 15 Jahren gewinnen.

Er hatte Karriereerfolge in den USA und kehrte stets für das Grand National nach Großbritannien zurück, an dem er acht Mal Rennen teilnahm, bevor er im Jahr 1979 die schockierende Nachricht erhielt, dass er unter Hodenkrebs litt. Nachdem er laut Meinung seiner Ärzte nur noch acht Monate zu leben hatte, sah die Situation düster für ihn aus. Doch nach einer intensiven Behandlung und einem noch intensiveren Training mit seinem Pferd Aldaniti gewann Champion im Jahr 1981 tatsächlich das Grand National und konnte sich in die Geschichtsbücher einschreiben. Seine Geschichte wurde sogar verfilmt. Diese Geschichte ist tatsächlich wahr. Manchmal schreibt das Leben halt doch die mysteriösesten Stories.

In der kommenden Woche geht es weiter mit ungewöhnlichen Geschichten aus der Welt des Galopprennsports.

Ein Fazit und eine Ankündigung

Somit begann und endete dieser Post nun mit dem Grand National. In der kommenden Woche geht es weiter mit ungewöhnlichen Geschichten aus der Welt des Galopprennsports. Auch wenn wir nicht wirklich etwas sortiert haben, stehen dann keine weltweit bekannten Rennen im Zentrum des Textes, sondern andersartige „Vorfälle“.

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