ALBA – WEN DIE GÖTTER LIEBEN, DER STIRBT JUNG

Turfteufel Alba - wen die Götter Lieben
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Diese Schlagzeile dominiert so ziemlich jeden Beitrag, der sich über Alba in den Untiefen der Rennsportpresse finden lässt, denn selten wurde der Run auf die Triple Crown so tragisch gekrönt. Und jetzt, frisch nach der Union, möchte ich heute mal über einen besonderen Union-Sieger sprechen.
Wer war Alba überhaupt? 1927 geboren, ein unauffälliger Hengst von Wallenstein aus der Arabis (Ard Patrick), im Besitz des Simon Alfred Freiherr von Oppenheims, war der Schlenderhaner vor allem eins: Eine Galoppiermaschine.

Das sah man ihm jedoch nicht so wirklich an, weswegen der Stalljockey, der Australier Jim Munro, sich auch prompt im Henckel-Rennen gegen ihn entschied und Savonarola den Vorzug gab und mit 6 Längen hinter Alba und Ladro einkam.

In der Union putzte Alba das Feld ebenfalls, nichts kam an ihn heran, irgendetwas hatte bei ihm Klick gemacht, denn George Arnull, der Schlenderhaner Trainer hatte Zweijährig schon eine Menge Sorgen mit ihm und glaubte, ihn gar nicht trainieren zu können. Alba hatte nämlich schlichtweg keine Lust aufs Schnelllaufen.

Nach der Union war die Sportwelt sich einig: Vor der Union gab es zwei Derbyfavoriten, danach nur noch einen. Das Duell Schlenderhan gegen Waldfried war damit schon besiegelt und Alba bestätigte es mit seinem Derbysieg.


Das zweite Rennen der Triple Crown bereits im Sack (er hatte im Mehl-Mülhens-Rennen und im Derby gesiegt), ging es zum großen Preis von Berlin, um sich mit den älteren Jahrgängen zu messen.
Alba war nicht in der Laune, sich mit ihnen überhaupt zu unterhalten und holte sich auch dieses Rennen um seinen nächsten Zwischenstopp in Baden-Baden zu machen.

Die anderen Rennställe waren mittlerweile verzweifelt und traten nicht mehr gegen Alba an (nur wenige Mutige fanden sich überhaupt noch), doch im Gegensatz zu Munros früherem Ritt: Phar Lap, wurde ihm das nicht zum Verhängnis, auch nicht, als er sich noch im Vorbeigehen in die Siegerliste des Großen Preis von Baden eintrug – nur sieben Tage später.
Man bot Simon Alfred von Oppenheim die Summe von 250.000 Mark, aber der Besitzer war in diesen Dingen ziemlich unerbittlich – Alba war unverkäuflich.

Das St. Leger, das dritte und letzte Rennen der Triple Crown, hätte Albas Unsterblichkeit bedeutet, denn er wäre damit das erste Pferd gewesen, dem dieser Dreifachschlag gewinnt, doch der Turfteufel schlug früher zu.
Bei einem Galopp auf der heimatlichen Trainingsbahn, drei Tage vor dem St. Leger brach Alba sich ein Bein Hinterbein und musste aufgegeben werden.
Jim Munro, der seiner Zeit das legendäre Rennpferd Phar Lap ritt, wird sich später zu Alba äußern: Das beste Rennpferd der Welt.

Hin und wieder, wenn man die klassischen Rennen sieht, dann werden diese Erinnerungen wach. Natürlich waren wir nie live dabei. Wer war schon bei Albas Union und kann davon jetzt noch viel erzählen? Aber wir kennen sie. Es sind die Geschichten des Rennsports. Jeder kennt sie. Wir bekommen sie erzählt, lesen von ihnen in Büchern, oder finden gar rare Videos, um diese alten Wunderpferde in Bewegung zu sehen. Und ein Teil davon schwingt immer wieder in den Rennen mit, die es seit Jahrhunderten gibt. Die Union ist eins davon.

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