有馬記念 Arima Kinen – ein ganz besonderes Rennen

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Das japanische Rennsportsystem ist nicht ganz unkompliziert für ausländische Betrachter, denn die klassischen Rennbezeichnungen fehlen nicht nur, es sind auch viele Rennen gar nicht für Ausländer offen. Eines dieser etwas kurioseren Rennen ist das Arima Kinen, eins von zwei All-Star Rennen (neben dem Takarazuka Kinen), bei dem die Fans(!) die Teilnehmer wählen. Mittlerweile hat das Rennen einen internationalen Gruppe 1 Status, daher dürfen auch Ausländer am Rennen teilnehmen, allerdings ist es so, dass die Anzahl limitiert ist.

Das birgt natürlich einige Kuriositäten. Fan-Liebling Vodka wurde zum Beispiel dreimal ins Arima Kinen gewählt, startete aber nur einmal. Auch Orfevre bekam 2012 die meisten Stimmen – lief aber nicht. Wirklich kompliziert wurde es in den früheren Jahren des Rennens, als noch keine Ausländer zugelassen wurden und das Rennen ausschließlich für Pferde, registriert bei der Japan Racing Association offen war. 2004 gewann Cosmo Bulk die meisten Stimmen – durfte aber nicht starten, weil er für die National Association of Racing lief. Kompliziert! Mittlerweile hätte er aber starten dürfen, die Pferde der National Association of Racing sind jetzt startberechtigt.

Seit 1998 gewann der Fan-Liebling (also das Pferd, was die meisten Stimmen beim Vote bekam) sechs Mal. Darunter T M Opera O, Symboli Kris S, Zenno Rob Roy (der damals die höchste Stimmzahl bekam, weil besagter Cosmo Bull nicht startberechtigt war und seine Stimmen für ungültig erklärt wurden), Deep Impact, Orfevre, Kitasan Black. Zwei absolute Lieblinge und ausgewiesene Klassepferde wurden zwar gewählt, aber gewannen das Arima Kinen nie: Vodka und Buena Vista.

Sechzehn Pferde sind im Arima Kinen startberechtigt, ein größeres Feld gibt es nicht. 1956 wurde es als Nakayama Grand Prix ausgetragen, der Name änderte sich nach ein Jahr später mit Tod seines Gründers Yoriyasu Arima, der nun namensgebend war. Die zehn gewählten Pferde werden anschließend mit sechs Pferden kombiniert, die nach ihrem Preisgeld ins Feld rutschen. Startet eins der gewählten Pferde nicht, wird aufgefüllt mit weiteren Pferden, die zur Wahl standen (natürlich nach Stimmanzahl).

Der Rechtskurs von Nakayama (übrigens auch Heim des großen Steeplechases Nakayama Grand Jump) zieht jedes Jahr eine riesige Schar Besucher an, die sich schon Tage vorher anstellen, um eine der Karten zu ergattern (und sie sind limitiert). Das Arima Kinen ist in Japan ein Großevent, über das das gesamte Land spricht. Nicht so wie in Deutschland, wo nur eingeweihte wissen, wann das Derby gelaufen wird.

Was meint ihr? Wäre so ein All Star Rennen auch mal was für Deutschland? Eigentlich ja ziemlich cool, oder? am 27.12. steigt das Spektakel in Nakayama.

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