Galopper des Jahres

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Eine Tradition bleibt ja immer – und das ist der Galopper des Jahres. Eine schöne Ehrung, bei der eine gewisse Fankonkurrenz herrscht, denn es gewinnt ja nicht zwingend der beste Galopper, sondern der Beliebteste der drei Kandidaten. Seit 1957, als Thila gewann, wird Galopper des Jahres jedes Jahr von den Galoppsportfreunden gewählt. Manchmal schafft er es heutzutage damit sogar in die Zeitung, in den “goldenen Zeiten” war er sowieso viel prominenter. Da wussten eben auch noch viel mehr Leute, wer Acatenango oder Lando waren. 

Natürlich steht der Preis nicht zwingend immer für absolute Güteklasse A. Natürlich – eine Danedream als Galopper des Jahres, die hat eben auch alles erreicht. Ein Prince Flori nicht. Und trotzdem war er 2006 der Galopper der Herzen, das kleine Pferd, das den großen Preis von Baden-Baden gewann und damit auch die Menge der Rennsportbegeisterten. Manche ärgern sich über so was. Kann ich gar nicht verstehen. Rennsport ist nicht immer nur das schnellste Pferd, sondern eben auch das, was am meisten zu begeistern weiß. Und das sind nicht immer die, die alles gewinnen und souverän ihren Job machen. Manchmal sind es auch die launischen, die, die überredet werden müssen, oder die, die an einem Tag ihres Lebens plötzlich Flügel bekommen.

Es ist eben eine emotionale Wahl und das ist auch richtig so. Handicapper können gerne den nach Statistik besten Galopper wählen. Aber das Publikum wählt eben das, was es am allerliebsten gesehen hat. Da darf dann auch ein verletzungsbedingt ausgefallener Sea The Moon die Krone holen. Weil er so viele Menschen mit einem Derbysieg mitgerissen hat. 

Mein schönster “Galopper des Jahres?” Auch so einer. Nicht mal gewonnen hat er sein wichtigstes Rennen. Aber er hat uns einen Vorgeschmack gegeben. Auf das, was da sein könnte. 2008. Arc – das Feld kommt in die Zielgerade. Und auf einmal ist da dieser dunkle Dress mit den weißen Sternen. In Front. Nicht, weil keiner geht, sondern weil er schneller ist. Absolute Gänsehaut, bis sie heranrollt – die ungeschlagene Zarkava. Aber It’s Gino lässt sich nicht einfach hängen, er kämpft bis zur Zielgeraden und wird dritter. In einem eigentlich haushoch überlegenen Feld. DAS ist für mich Galopper des Jahres. Der obligatorische Derbysieger interessiert häufig danach kaum noch (es ist zumindest in jüngster Vergangenheit häufiger der Fall gewesen). 

Natürlich ist nicht jedes Jahr ergiebig. Manchmal hat man einfach nicht die mitreißenden Cracks, die die Menschen begeistern. Sondern eben nur ein paar schnelle Pferde. Die sind dann mehr so … naja. Irgendwer muss ja. Manchmal sticht für das Publikum halt auch einfach keiner raus. Kein Sympathieträger, kein Glitzer – passiert. 

Und dieses Jahr? Führt für mich kein Weg an Alson vorbei. Ist sowieso verdammt lang her, seitdem ein Schlenderhaner (nicht die Ullmann-Farben) den Titel geholt hat. Es wird Zeit. 

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