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Auch Tag 2 nach dem Arc Sieg von Torquator Tasso lässt die Begeisterung nicht wirklich nach. Überall tauchen neue Artikel über den schnellen Fuchs auf. Einige fundiert, einige weniger fundiert, andere wiederum können es trotzdem nicht lassen und müssen den Zeigefinger erheben (nach dem Motto: Es ist zwar geil, dass er gewonnen hat, aber Pferderennen sind trotzdem böse). Amüsant für uns, der Rest merkt eh nicht, dass nicht das Pferd “reitet” und denen sind auch Sexschlagzeilen beim Blatt mit den Großbuchstaben egal (wie man es schafft, aus einer Siegnachricht vom Arc ne Sexschlagzeile zu machen, ist eh allererste Sahne). 

Auch in Pferdezeitschriften zwinkert uns Torquator Tasso zu, wo er natürlich ein dankbareres Publikum erreicht, als Lieschen Müller, die die Tageszeitung aufschlägt. In die bewegten Bilder hat er es dann aber doch nicht geschafft. Dafür muss man halt auch halbwegs frühzeitig Pressemitteilungen rausschicken. Die kamen sehr spät, man kann sich also schlecht beklagen, dass er Sonntag nicht in der Sportschau zu sehen ist, auch wenn die Galopperfreunde sich einfach gerne beklagen. Es kleckert trotzdem jetzt immer mehr Aufmerksamkeit herein und das ist gut. Die braucht der Sport. Das muss man jetzt anpacken und verwandeln. Den Deutschen zeigen wie Rennsport ist. Nicht, so wie PeTA das sagt, sondern so, wie er ist. 

Auf der Insel … ist man nicht so begeistert von unserem Arc-Sieger. “Tarnawa hätte nicht verloren”, heißt es da, wenn es denn nicht geregnet hätte, Hurricane Lane auch nicht und Adayar sowieso nicht, sämtliche Leistungen Torquator Tassos ignorierend. Der Regen war ein Geschenk – aber es ist ja nicht so, als hätte Torquator Tasso nicht auf gutem Boden Gruppe 1 gewonnen. Oder auf gut bis weichem. Ignorieren ist schon ein gutes Stichwort. Die Alpinista Form auf dem Papier sieht anders aus, als auf der Bahn. Wir erinnern uns, da hatte er kein gutes Rennen, musste zweimal ansetzen, was nichts mehr darüber aussagen kann, wer nachher das bessere Pferd ist (auf dem Papier schon. Real nicht). Und wie man völlig ignorieren kann, dass er Zweiter zu In Swoop – einem Arc Zweiten war …  Ja, da passiert das halt auch mal, dass so ein Riesenaußenseiter davon marschiert. 

In Frankreich ist man gnädiger und erklärt nicht, dass ja alle anderen gewonnen hätten (es ist sowieso irrelevant … hätte, hätte, hätte … hat aber nicht!), sondern präsentiert den Sieger ansprechend und vor allem auch das Siegerteam, das geht gerne mal unter. Schön bebildert, mit allen Beteiligten. 

Es ist eigentlich auch egal, was sie schreiben, solange es kein schädlicher Quatsch ist. Pferdevokabular (und noch spezieller: Rennvokabular), ist gar nicht so einfach und erfordert schon ein bisschen Wissen in der Materie. Das ist heute kaum noch gegeben, schon gar nicht im Rennsport (wie viele Journalisten schreiben regelmäßig über Rennsport in Deutschland?). Da kann man auch mal gnädiger sein. Das Wichtigste ist doch: Wir sind jetzt mal da. Und wollen da bleiben! 

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