Prix de l’Arc de Triomphe


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1920, am 3. Oktober, wurde der erste Prix de l’Arc de Triomphe abgehalten. Auf das Datum genau 101 Jahre später öffnen sich auch am Sonntag die Boxen wieder. Die Société d’Encouragement (ein früher Vorgänger von France Galop) öffnete ihre Rennen eigentlich nicht für ausländische Pferde und blieb lieber unter sich. Das änderte sich 1863 mit dem Grand Prix de Paris und später mit dem Prix du Conseil Municipal, wo man auch Ausländer starten ließ. Man wollte noch ein drittes Rennen haben, überlegte hin und her, wie es denn nun heißen sollte und blieb beim Monument – dem Triumphbogen. Davor hatten bereits 1919 die Alliierten ihre Siegerparade abgehalten und man entschloss sich aufgrund der Symbolik für diesen Namen – allerdings gab es schon ein kleineres Rennen, was so hieß, vor 1920.

Schon 1920 gab es für den ersten Sieger eine recht stattliche Börse: 150.000 Francs. Nur vier Mal konnte der Arc nicht in Longchamp ausgetragen werden (1943 und 1944 musste er nach Le Tremblay ausweichen, 2016 und 2017 nach Chantilly wegen der Umbauarbeiten). 1939 und 1940 pausierte er ganz, kehrte aber in seiner Ursprungsform nach dem Krieg zurück und ab 1949 gab es Unterstützung von der Regierung, um die üppigen Preisgelder aufrecht zu erhalten und die besten Pferde der Welt anzulocken. Und die kamen. Wenn man sich die Siegerliste des Arcs ansieht, dann gibt sich dort die Weltelite die Hufe. Die Cracks der Vergangenheit und die Cracks der Neuzeit. So finden sich dort historische Größen wie Ribot, aber eben auch die Queen of Turf – Enable.

Mit der Siegerliste könnte man quasi eine Geschichtsstunde für Vollblutinteressierte abhalten (die wäre allerdings sehr lang). Acht Doppelsieger stehen für den Arc zu Buche – kein Pferd gewann je dreimal, obwohl es einige versuchten. Namentlich sind das: Ksar, Motrico, Corrida, Tantieme, Ribot, Alleged, Trêve und Enable. Der älteste Sieger war übrigens auch einer von ihnen – Motrico mit sieben. Zwar hielt Danedream bis 2015 den Rekord für die schnellste Arc Zeit, wurde dann allerdings abgelöst durch Found mit 2m 23.61s (allerdings auf der Bahn in Chantilly, nicht in Longchamp). Das größte Feld im Arc gab es 1967 mit sage und schreibe 30 Pferden am Start. Unangefochtener Trainerchampion im Arc bleibt André Fabre mit acht Siegen insgesamt (Trempolino (1987), Subotica (1992), Carnegie (1994), Peintre Celebre (1997), Sagamix (1998), Hurricane Run (2005), Rail Link (2006), Waldgeist (2019). Frankie Dettori hält den Jockeytitel für die meisten Siege – sechs an der Zahl: Lammtarra (1995), Sakhee (2001), Marienbard (2002), Golden Horn (2015), Enable (2017, 2018). 

Aus deutscher Sicht wollte es allerdings lange mit dem Arc überhaupt nicht klappen. Vier Dritte Plätze konnten die deutschen Pferde erzielen (Oleander, Tiger Hill, Borgia und It’s Gino), die allerdings alle bis auf einen nach dem ersten Arc Sieg durch Star Appeal stattfanden. Davor gab es nur den dritten Platz von Oleander (sowie einen Fünften) und einen fünften Platz von Sturmvogel. Alle anderen deutschen Pferde schnitten bis zu Star Appeal schlechter ab. Der damals als Überraschungssieger durchs Ziel ging und sagenhafte 1197:10 zahlte. Wohl dem, der darauf Mumm hatte.

101 Jahre später gibt es wieder deutsche Beteiligung, zwei Adlerflug Söhne gehen auf die Reise, einer mit der englischen Fahne im Gepäck, der andere mit der deutschen. Und sie könnten sich wohl durchaus in die überschaubare Liste der guten deutschen Arc Pferde einreihen. Vielleicht ja sogar in die Siegerliste? 

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