Santa Anita vs. PeTA

Turfteufel Santa Anita vs. PeTA
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Ich bin mir sicher, die meisten von euch haben das gar nicht so mitbekommen (das wundert mich gar nicht so sehr). Vielleicht auch, weil Amerika sehr weit entfernt ist und dem Rennsport in Europa doch eher unähnlich. Wenn man an amerikanischen Rennsport denkt, dann denkt man immer: Kentucky Derby. Der Rennsportler (in Europa) denkt aber auch gleich: Nett … aber wer Pferde mit Medikamenten wie Lasix laufen lässt, der hat auch einen an der Pfanne. Die Amerikaner ticken dabei anders als wir und wer weiß, ob das nicht auch einer der Gründe ist, was in Santa Anita passiert?

Aber von vorn. Santa Anita ist einer der Vorzeigekurse Amerikas. Die Rennstrecke mit der opulenten Kulisse des San Gabriel Valleys ist atmende Geschichte. Seabiscuits Statue steht dort. Sein Jockey ebenfalls. Zenyatta. Die rote Erde hat viele Champions gesehen und deswegen ist Santa Anita auch häufig der Austragungsort des Breeders Cups und eben immer etwas ganz Besonderes.

Nur: Santa Anita ist derzeit auch die Rennstrecke mit den meisten Fatalities. Seit dem 26. Dezember sind dort 23 Pferde gestorben. Das ist eine verdammt hohe Zahl. Auch in Relation zu Renntagen und Starterfeldern – das ist etwas, das NIEMAND ignorieren kann. Der Track wurde bereits geschlossen und dann wieder eröffnet. Erneut starben Pferde. Was ist da also los?

Ich habe mir sagen lassen, dass Santa Anita ein Regenproblem hat. In Californien hat es übermäßig stark geregnet, vor allem in diesen Monaten. Jetzt sollte man meinen, dass die Strecke davon weich wird. Ist es aber nicht. Arbeitsreiter berichten, dass es einem Betongalopp gleichkommt.

Der letzte Incident ereignete sich an einem Übergang (was häufiger eine kritische Stelle ist, auch auf anderen Rennbahnen). Ein Übergang bedeutet einen kurzen Bodenwechsel, der ein Pferd natürlich aus dem Tritt bringen kann. Kann man jetzt mutmaßen, ob das mit dem Track an sich zu tun hat, oder ein schlimmer Zufall.

Irgendwie kriegen sie es aber nicht hin. Eine definitive Schuldfrage wird gestellt, aber niemand kann sie geben. Denn sicher hat es in Santa Anita auch schon in anderen Jahren mal mehr und mal weniger geregnet. Wisst ihr was das Kurioseste ist? Dass ich zum ersten Mal zugeben muss, dass ausgerechnet PeTA die richtigen Forderungen hat. PeTA möchte, dass die die Pferde ohne Medikamente laufen. Kein Lasix mehr.

Nicht: Pferderennsport ist Mord sondern – macht was. Das muss ich mir rot im Kalender anstreichen. Gleich dreimal, weil ich das für absolut richtig halte. Ein Pferd darf nicht laufen, wenn es mit Medikamenten vollgestopft wird. Das ist für mich ein krankes Tier und das hat nichts auf der Rennbahn verloren. Selbst wenn man es nur pro forma macht (warum tut man es dann überhaupt?).

Zudem fordern sie einen Synthetic track – angeblich der sicherste Untergrund für Pferderennen (kann ich jetzt so nicht verifizieren, aber auch nicht widerlegen – vielleicht hat jemand von euch die Zahlen?). Das kann durchaus sein. In Amerika sterben generell mehr Pferde – nur, es finden eben auch mehr Pferderennen national statt.

Churchhill Downs hat jedoch eine 50% höhere Fatality Rate als alle anderen Rennbahnen in Amerika – zum Vergleich. Dort starben seit 2016 43 Pferde. Seit 2016. Jetzt seht euch mal die Zahl von Santa Anita an, die seit Ende Dezember dort starben. Das geht so nicht weiter. Es muss ein Umdenken her. Sorry, aber da gehe ich ganz mit PeTA. Dieses eine Mal.

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