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Im Rennsport gibt es immer was Neues zu entdecken. Das mag ich so am Rennsport. Irgendwie stolpert man irgendwo über ein Pferd, eine Geschichte oder eine Erwähnung und plötzlich findet man sich in einem Strudel aus neuen Informationen wieder und am Ende hat man drei Stunden vor dem Bildschirm verbracht, um was über die Zucht von Rennpferden in Uganda zu lernen. Am Ende braucht man dieses Wissen nicht mehr (es sei denn, man bekommt eine sehr spezifische Frage bei “Wer wird Millionär?” gestellt), aber wir Rennsportler horten sowieso so viel unnützes Wissen, da schadet das auch nicht mehr. Wir sind wie der Drache Smaug im kleinen Hobbit – wir wollen alle Geschichten. 

Im eigenen Land kennt man sie meist (aber selbst da gibt es irgendwo, irgendwas und irgendwann) noch zu entdecken, wenn mal jemand eine verstaubte Kiste öffnet). Doch der Rennsport ist eben global und so kommt es, dass man dann auch mal stundenlang versackt, weil man Bilder von einer Provinzrennbahn in Argentinien sehen will. Wir gucken auch stundenlang alte Schwarzweißbilder, die jemand irgendwo aufgetrieben hat, um zu sehen, wie unsere eigentlich altbekannten Rennbahnen ausgesehen haben. Diese Schätzchen machen uns zum Indiana Jones unter den Sportfans. 

Wir horten alles. Ein antiquarisches Büchlein mit Rennsportnotizen? Super – wird gekauft. Unser Sport ist eben auch nicht so, dass man seine Devotionalien an jeder Ecke kaufen kann. Nicht wie beim Fußball, wo man im Fanshop problemlos das Trikot seines Lieblingsspielers kauft. Nein – wir haben das alles nicht. Umso mehr sammeln wir eben auch alles, was wir in die Finger bekommen können. Ich schleppe heute noch andächtig meinen Sprinter Sacre Fanschal mit mir herum (wirklich, wie so ein Fußballschal mit seinem Namen und seinen Farben), weil ich genau weiß, so was krieg ich hier niemals. Das heißt: Wir entdecken nicht nur, wir sammeln auch. Und weil man so wenig bekommt, sammeln wir auch gerne Informationen.

Wirklich bitter ist es für den Rennsportfan, wenn er die Informationen nicht bekommen kann. Eine kurze Randnotiz weckt das Interesse – aber es findet sich plötzlich nichts mehr im guten alten www. Und die Bibliothek zuhause gibt auch nichts her. Dann ist guter Rat teuer. Natürlich könnte man dann einfach sagen: “Dann weiß ich eben nicht, wer 1806 ein Rennen auf dem Stoppelacker in Schottland gewonnen hat.” Aber Rennsportfreunde besitzen auch einen inneren Monk, der sagt: “Du musst sterben, wenn du das nicht weißt!”. Fieberhaft wird gesucht. Immer wieder. Freunde gefragt, Social Media genutzt. Ich sagte ja – wir sind Drachen, die mehr und mehr Schätze anhäufen wollen. 


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Umso größer ist die Freude, wenn plötzlich jemand mit den gesuchten Informationen um die Ecke kommt. Party hard! Wir nehmen uns diese Infos, schauen sie glückselig an und dann werden die einfach in unserem Rennsportspeicher im Hirn weggespeichert. Danach werden wir sie vermutlich nie wieder benutzen, denn solche Sachen sind stets furchtbar spezifisch und nicht unbedingt nützlich (außer man schreibt ein Buch – aber “nützlich” sind sie dann im klassischen Sinne auch nicht). Vielleicht reden wir auch nie wieder drüber. Aber dieses “ich muss das wissen!” wurde endlich befriedigt und dann sind wir zufrieden. 

Also, natürlich nur so lange, bis wir wieder die nächste Frage haben, die uns keiner beantworten kann …

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