Was ein Pferd nicht will, will es wirklich nicht


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Immer wieder begegnet man im Rennsport Pferden, die “nein” sagen. Das verwundert nicht, denn es sind Individuen, denen die Wichtigkeit von Rennen X nicht klar ist und die auch mal einen schlechten Tag haben können. Außerdem gibt es natürlich auch unter Rennpferden Arbeitsweltmeister, Faulpelze und andere Kandidaten. Am besten kann sich das Rennpferd einfach an der Startmaschine verweigern. Es geht nicht rein. Auch das sehen wir immer mal wieder. Zuhause klappt das wunderbar – auf der Bahn weiß es aber genau: Okay, wenn ich da rein gehe, muss ich arbeiten, darauf habe ich keine Lust, also lasse ich es. 

So ein Pferd ist schwer. 500 Kilo schwer. Wenn 500 Kilo nicht wollen, dann wollen sie nicht. Wirklich nicht. Da kann man mit Engelszungen auf das Tier einreden und “Bitte, Bitte” machen, es wird nichts. Leider geht das Pferd an der Startmaschine mit einem zweifelhaften Lerneffekt aus dem Rennen, denn man kann nun mal nicht zwei Stunden warten, bis Pferd A sich entschieden hat an Rennen X teilzunehmen. Es wird also irgendwann vom Start verwiesen. Und da verknüpfen sich prompt ein paar logische Schlussfolgerungen im Pferdehirn: “Ach, wenn ich nur lang genug Theater mache, muss ich nicht.”

Häufig liest man dann in den sozialen Medien, dass Pferde angeblich schlecht geschult wären, oder man das ja nur nicht richtig vorbereitet hätte. Das ist Quatsch. Es geht nur als Sieger aus einer Lernsituation raus, weil man das an einem Renntag nicht anders umsetzen könnte. Das gilt für jeglichen Pferdesport, weil man eine Veranstaltung nicht stoppen kann, nur weil sich ein Pferd heute dazu entscheidet, hinzuwerfen. Das ist leider einfach so, alles andere wäre für die restlichen Teilnehmer unzumutbar. Daher gibt es dafür keine kluge Lösung.

Ein Pferd kann eben für sich entscheiden, ob es etwas möchte. Und wenn es heute nicht will (vielleicht will es aber morgen), heißt das nicht, dass man nicht gut mit ihm umgegangen ist oder so – sondern einfach, dass es einen eigenen Kopf hat und es durchaus klug darüber nachdenken kann, was es will und was nicht. Jetzt in diesem Moment. Pferde sind keine Maschinen und funktionieren nicht einfach so, wie man das jetzt gerne hätte. Das sollte einem als Zuschauer und Wetter auch immer klar sein. Einige durchaus prominente Kandidaten haben sich so in der Vergangenheit auch einen Namen gemacht. Man denke an Pakistan Star, der manchmal im Rennen entschied, stehenzubleiben. Oder Chautauqua, der nicht zwingend aus der Startmaschine ging. King of Boxmeer war beim Publikum in Deutschland quasi schon Kult. 

Man sollte eben nur immer im Hinterkopf haben, dass Pferde auch nur Menschen sind und einfach mal einen schlechten Tag haben können oder sich um die Arbeit drücken müssen, weil sie einfach keine Lust haben. Das ist zwar ärgerlich für alle Beteiligten, aber was das Pferd nicht will, will es eben nicht.

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