So ist das mit dem Wetter

So ist das mit dem Wetter
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Nun hat man also den Salat – ein Rennpferd, das unbedingt knietiefen Matsch oder Asphaltpiste benötigt, um seine maximale Leistung zeigen zu können. Wohin nun mit dem Pferd, wenn sich im Sommer Hitzeperioden mit Hurricanes abwechseln? Freut man sich an einem Tag noch über 30 Grad und Sonne, steht man am nächsten Tag schon im knietiefen Wasser, wie zum Beispiel vor einigen Jahren, als das Meeting in Bad Doberan wegen andauernder Regenfälle abgebrochen werden musste. Der vorangegangene Renntag konnte gerade noch durchgeführt werden; allerdings samt Blitz und Donner. Das letzte Rennen der Veranstaltung musste unbedingt noch gestartet werden. Während des Rennens peitschte der Regen in das Gesicht der Reiter und Pferde. Das Ziel wurde erreicht, alle gingen in das Trockene. 5 Minuten später flogen mehrere Pavillons über das Geläuf.

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Das Wetter für Wetter

In diesem Artikel wollen wir auf das Wetter schauen. Gemeint sind tatsächlich nicht die Wetter. Wetter im Sinne von Klima und Meteorologie hat für Pferde und auch für Aktive eine große Bedeutung. Man weiß von vielen Trainern und Reitern, die mehrere Wetter Apps auf ihren Handys haben. Sie wollen wissen, wie bei einer Veranstaltung das Wetter ist. Aber nicht nur Fragen danach, ob die Sonne scheint oder Regen angesagt ist. Regenmenge und -dauer, Windrichtung und –stärke, sowie nächtliche Temperaturen oder die genaue Minute des einsetzendes Südwindes müssen berechnet werden. Sicherlich hat auch der Stand der Sterne immense Bedeutung. All das führt nämlich zu wichtigen Informationen bezüglich des Geläufs. Und man weiß direkt, ob man Chancen hat oder ob man vielleicht sogar auf den Start verzichtet. Das kann schon mal der Fall sein, wenn es dann trotz Regentanz einen Liter zu viel regnet. Aber ehrlich: am Ende ist das Wetter dann doch oft nur eine Ausrede.

Wetter App
Wetter App, Foto: TT

Die Vorlieben der Pferde

Wie gesagt, Pferde haben unterschiedliche Vorlieben. Die einen mögen es fest unter den Hufen und die anderen weich. Bei wiederum anderen muss das Geläuf schwer sein oder tief. Das sind die so genannten Sumpfhühner. Sie sind dann erfolgreich, wenn es rund um ein Rennen wie aus Eimern schüttet. Liest man die Stallparaden der verschiedene Trainer vor dem Beginn einer Saison werden häufig die Vorlieben der einzelnen Kandidaten genauer betrachtet. Und nicht gerade selten ist weich die eigentliche Vorgabe, die man sich wünscht. Klar, auf einer Straße galoppiert kein Tier so schnell wie auf einem bestens gepflegten Grün.

Ehrlich gesagt liegt die Vermutung nahe, dass für die meisten Hengste, Stuten und Wallache der Untergrund gar nicht so entscheidend ist. Wenn überhaupt gibt es Nuancen. Die Bahn sollte allerdings bestens gepflegt sein, keine Löcher aufweisen, sondern eine gleichmäßig hohe Qualität haben. Aber das versteht sich fraglos von selbst. In Bad Harzburg gibt es gerne mal den einen oder anderen Sturm in den Bergen. In der Vergangenheit, also vor dem Umbau des Geläufs, konnte das Wasser bei heftigen Regenfällen schon mal aus dem Boden sprudeln. Und es lief den Berg hinab, wo die Pferde entlang galoppieren. An einem solchen Tag gab es definitiv eine Absage der Veranstaltung. Für so etwas hatte kein Pferd eine Vorliebe,

Gewitter über der Rennbahn
Gewitter über der Rennbahn

Ob die Pferde die gleiche Meinung wie Besitzer und Trainer haben?

Apropos Vorlieben. Erkennen lässt sich diese häufig anhand der Abstammung der Pferde. Vor allem der Vater trägt die Vorlieben oft stark in die nächste Generation. Als Wetter weiß man dann, dass man bei speziellen Bodenbedingungen oder wenn es zum Zeitpunkt des jeweiligen Rennens stark geregnet, ein Pferd beachten sollte. Liest man „Monsun“ im Stammbaum, kann der Name an einem Regentag schon mal Programm werden. Manche steigern ihre Leistungen tatsächlich beträchtlich. Bei anderen hingegen ist der Unterschied wie angedeutet nicht ganz so groß. Grundsätzlich kann auch das Stichwort Biorhytmus eine Rolle spielen. Manche Pferde haben im Herbst einfach bessere Form als im Frühjahr. Und das wiederholt sich Jahr für Jahr. Dies hat dann nicht speziell etwas mit dem Wetter zu tun, sondern allgemein mit dem Klima oder auch mit dem Aufbau beim Training. Außerdem bleibt ja auch immer noch die Frage nach der Bedeutung der Konstellation der Sternbilder am Tag der Geburt eines Pferdes, die man in die Überlegung einer Wette miteinbeziehen sollte.

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Veranstalter wollen schönes Wetter

Das Thema Wetter ist nicht nur für die Pferde entscheidend. Auch für die Veranstalter ist es wichtig. Scheint die Sonne und sind die Temperaturen angenehm, kommen fraglos mehr Menschen zu einer Veranstaltung, als wenn es regnet und stürmt. Im Frühling und im Sommer sind die Bahnen besser besucht als im Winter. Verantwortliche schauen bereits Tage im Voraus auf Websites für das Wetter oder auf entsprechende Apps. Sie rufen vielleicht sogar den Deutschen Wetterdienst an. Zwar stehen die Zeiten meist frühzeitig fest, aber wenn am Vormittag ein Sturm angekündigt ist oder eine Regenfront, könnte eine Veranstaltung zum Beispiel später beginnen. Selbstverständlich werden die Boden- und Wetterprognosen in rhythmischen Abständen auf der Bahn durchgegeben. Was besonders Hobbyastronomen freut. Es heißt, dass eine Stunde vor dem Rennen ein wichtiger Zeitpunkt ist. Denn dann entscheiden die Zuschauer, ob sie das Haus verlassen. Ganz große Hitze hält übrigens ebenfalls von einem Rennbahnbesuch ab. Es sei denn man liebt diesen Sport so sehr, dass man sich keine Veranstaltung entgehen lässt. Wie selbstverständlich die meisten Leser dieses Wetterberichts. Aber manchmal wird auch einfach durchgezogen. In Warendorf gab es an einen der wenigen Renntage, die dort jemals stattfanden, Probleme mit dem Natursand. Am Tag vorher hatte es ein Unwetter mit sturzbachartigen Regenfällen gegeben. Eine nicht mehr aktive Reiterin hatte auf der 2000 Meter Distanz sieben Brillen mit. Alle waren nach 1000 Meter aufgebraucht, sie sah nichts mehr, musste den Rest ohne reiten, hinten gehend. Danach, so sagt sie, war sie erstmal eine zeitlang blind und hätte nicht direkt wieder reiten können.

Spezielle Pferderassen

Araberrennen
Araberrennen, Foto: TT

Abseits des Sports kann an dieser Stelle darauf hingewiesen werden, dass es weltweit über 400 Pferderassen gibt: Einige sind von der Evolution perfekt für die Kälte ausgestattet worden und andere für die Hitze und für die Wüste. Letztere sind die Araber und somit eine Rasse, die nicht nur Rennen bestreiten kann. Sie bildet auch den Ursprung der Vollblüter. Ein Araber hatten dünnes Fell und besonders breite Hufe, so dass er auch im Sand der Wüste schnell galoppieren kann. Araberrennen werden aber trotzdem auf demselben Grasboden gelaufen wie die Rennen für Englische Vollblüter. Hier stehen wir also dennoch vor der Frage: Was war zuerst da die Bodenvorliebe oder das Pferd?

Die Zucht

Viele Züchter lassen die gezüchteten Tiere Monate lang im Freien, egal ob im Sommer oder im Winter. Sie sollen sich der Natur anpassen und Sonne und Regen trotzen. Ein Pferd, das bei Regen direkt immer in den Stall geholt wird, würde mit diesen nicht klarkommen. Einfach gesagt würde es sich erkälten und um dies zu vermeiden, werden die Tiere abgehärtet. Kurz ein Blick zu den Trabern. Bei denen spielt das Wetter weniger eine Rolle. Wobei viel Regen zu Schlamm führen kann auf einer Trabbahn (die wenigen Grasbahnrennen für Traber lassen wir mal außen vor). Und der wird nicht allen Pferden liegen.

In den Zeiten der Smartphones

Die Trainer, die verantwortlich sind für die Pferde, leben natürlich auch in einer Welt der Smartphones. Das bedeutet, dass viele von ihnen eine ganze Reihe von Wetter Apps auf dem Handy haben. Und man weiß ja wie diese Programme funktionieren: Sie zeigen fast alle etwas anderes an. Empfehlenswert ist allerdings der Regenradar. Auf ihm sieht man, ob sich Regen einer Bahn nähert. Regnet es, weiß man, dass die Bahn weich wird. Es sei denn es ist nur ein kurzer Schauer und zuvor hat es wochenlang überhaupt nicht geregnet. Hilfreich kann da immer noch ein Regentanz oder ein Stoßgebet gen Himmel sein. Blöd nur, wenn dann ein Monsun aufzieht.

Fazit zum Thema Wetter im Galopprennsport

Das Publikum verfolgt das Rennen mit Regenschirmen
Das Publikum verfolgt das Rennen mit Regenschirmen

Sollte man als Wetter auf das Wetter achten? Wer dieses Thema mit aller Ernsthaftigkeit angeht, sollte genau dies tun. Den Teller leer essen oder etwas übriglassen, kann da schon zum entscheidenden Faktor in der Tagesplanung werden. Man muss nicht so weit gehen, dass man sich mehr als eine App auf das Handy lädt. Aber einen Überblick, ob es viel regnet oder ob die Sonne scheint, den sollte man haben. Zur Not tut es natürlich auch ein handelsüblicher Wetterfrosch. Im Grunde ist das aber alles eine Sache der Aufmerksamkeit. Es handelt sich um eine weitere Möglichkeit, um eine Entscheidung für die Wetten zu treffen. Aber eine Garantie besteht nicht. Denn vom Wetter sind sie alle betroffen. Alle Starter, Reiter, Trainer, Besitzer und so weiter. Die einen, weil sie aktiv sind, die anderen weil sie sich überlegen müssen, welche Kleidung sie tragen und ob sie einen Regenschirm mit auf die Bahn nehmen. Sicher stellt man sich hier auch die Frage nach dem ewigen „Wie“ – Wie haben sich nun tatsächlich die Bodenverhältnisse auf den Ausgang eines Rennens ausgewirkt? Eine Frage auf die man auch trotz fünf verschiedenen Apps, Regentanz oder Sternenkonstellationen nicht so schnell eine Antwort finden wird.

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