Dortmund im Visier – die Sandbahn-Tipps von Marco Klein

Marco Kleins Rennanalyse

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Seit einem Monat hat es keine Galopprennen mehr in Deutschland gegeben. Die ohnehin schon alles andere als üppige Termin-Situation und das Winter-Wetter sorgten dafür, dass seit dem 24. Januar keine Prüfungen mehr hierzulande abgehalten werden konnten. Doch in dieser Woche geht es mit Volldampf weiter, denn Dortmund veranstaltet am Sonntag einen weiteren Termin auf der Sandbahn.

RaceBets-Ambassador Marco Klein ist diesmal allerdings nicht vertreten: „Ich habe aus bekannten Gründen keine Pferde genannt. Es könnte sein, dass ich im März wieder Pferde in Dortmund aufbiete, aber das hängt von den Wetterbedingungen ab und davon, ob die Sandbahn abtrocknet.“

Da man zwei Prüfungen der abgesagten jüngsten Veranstaltung an diesem Sonntag ins Programm integrierte, sind es nun sogar voraussichtlich acht Rennen, die die Fans des Sports am heimischen Livestream erwarten, falls alle Prüfungen zustandekommen.

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Marco Klein hat sich drei Rennen aus der Karte herausgepickt und sich seine Gedanken gemacht. Wir haben ihn am Dienstag gefragt, welche drei Rennen für ihn am spannendsten sind und ihn um seine Analyse gebeten. Außerdem ging er der Frage nach, weshalb diese Prüfungen für normale Rennsportfans besonders attraktiv sind. Hier seine Einschätzung. Sie stammt vom Dienstag und basiert auf dem Zeitpunkt vor der Vorstarter- und Starterangabe am Mittwoch bzw. Donnerstag. Es könnten sich also noch Veränderungen vor der Veröffentlichung ergeben haben, eventuell sind inzwischen Pferde gestrichen oder neu hinzugekommen oder sogar Rennen modifiziert worden. 

Hier Marco Kleins Einschätzung:

Dreimal Dortmund – das sagt der Experte

Dortmund, Sonntag, 21. Februar:

Ausgleich IV, 2.500 m

Shy Moon mit Miguel Lopez
Shy Moon mit Miguel Lopez, 24.01.2021, Dortmund

„Shy Moon finde ich noch einmal sehr interessant“

Der Ausgleich II über die Langstrecke von 2.500 Metern scheint ein kleines Feld anzulocken. SHY MOON finde ich noch einmal sehr interessant, er hat hier als Außenseiter in guter Manier und mit viel Speed gewonnen. Die Bedingungen waren damals ziemlich widrig, doch er kam damit gut klar. Auch mit Aufgewicht gebe ich ihm wieder solide Möglichkeiten.

ALL PRINCE war Dritter auf dieser Bahn, als der Sand nass war und er mit 62 Kilo ein hohes Gewicht zu tragen hatte. Zwar hat er lange nicht mehr gewonnen, aber ich kann mir nach diesem versprechenden Ansatz gut vorstellen, dass er wieder nach vorne laufen kann.

Meine dritte Empfehlung ist GLORY DAB von Christian von der Recke. Ende November hat er hier auf dieser Bahn gewonnen, die anschließende schwächere Leistung aus Mons dürfte kein Maßstab sein. Der fünfte Platz danach war wieder ein Schritt in die richtige Richtung.

Glory Dab mit Anna van den Troost
Glory Dab mit Anna van den Troost, 29.11.2020, Dortmund

Dortmund, Sonntag, 21. Februar:

Ausgleich IV, 1.700 m

„Ich gehe mit den Pferden aus dem oberen Gewichtsbereich“

Das Rennen mit dem stärksten Feld und damit die Prüfung für die Viererwette könnte der Ausgleich IV über 1.700 Meter werden. Hier gehe ich in erster Linie mit den Pferden aus dem oberen Gewichtsbereich.

ZALINCI hätte nach zwei zweiten Plätzen, auf Gras in Mülheim und zuletzt hier in Dortmund hinter einem Sensationssieger, einen Erfolg redlich verdient. Er war bei dieser Gelegenheit schon vor RED STAR, der ebenfalls mitmischen sollte. Mit der großen Erlaubnis von Sean Byrne traue ich ZALINCI wieder eine Menge zu. Vielleicht reicht es ja diesmal.

Zalinci
Zalinci, 16.05.2020, Düsseldorf

NIGHT RIDER hat den Mülheimer Treffer über 1.200 Meter anschließend in Dortmund auf der Kurzstrecke bestätigt, als er guter Vierter wurde. Nun wechselt er auf eine 500 Meter längere Distanz, aber als Speedpferd, das zuletzt noch viel Boden gutmachte, könnte ihm das entgegenkommen. Auch er geht mit einem Erlaubnisreiter an den Start.

So richtig in ihrem Element ist ORIENTAL PRINCESS auf der Sandbahn, nachdem die Stute doch einige Anlaufzeit gebraucht hat. Zwei Siege und ein zweiter Platz hinter dem stark verbesserten Taurus können sich wirklich sehen lassen. Sie könnte hier wieder die Oberhand behalten, zumal auch ihr die große Gewichtserlaubnis helfen dürfte.

Dortmund, Sonntag, 21. Februar:

Ausgleich IV, 1.950 m

„Mein Favorit ist Power Bullet“

Power Bullet mit Martin Seidl
Power Bullet mit Martin Seidl, 23.02.2020, Dortmund

Zahlenmäßig recht überschaubar ist das Aufgebot im Ausgleich IV über 1.950 Meter. Mein Favorit ist POWER BULLET aus dem Stall von Erika Mäder. Er fühlt sich auf diesem Kurs sehr wohl und war zuletzt nur hinter einer stark gesteigerten Konkurrentin.

Sein Hauptgegner sollte TAURUS sein, der nun zweimal in Folge in Dortmund auftrumpfte und insgesamt drei Rennen in diesem Winter für sich entschieden hat. Er war kürzlich wieder klar vor der Konkurrenz, vielleicht wird es nun kniffliger, aber ich traue ihm trotzdem wieder einiges zu.

Das sind für mich die beiden Pferde, die das Rennen unter sich ausmachen könnten. Platzchancen gebe ich ZENITH, der im Handicap so langsam an seine Grenze zu kommen scheint, aber dennoch immer sein Bestes gibt, und REDEMPTORIST, der auf einem kürzeren Weg Zweiter war und sich weiter gesteigert hat.“

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