Die teuersten Pferde müssen nicht die besten sein

Die teuersten Pferde müssen nicht die besten sein
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Was die Preise von Rennpferden betrifft, lassen sich oftmals nur die ermitteln, die über Auktionen abgerechnet wurden. Dass so manches Pferd wie man so sagt freihändig den Besitzer wechselte und dass ergänzend eventuell verschiedene Vereinbarungen getroffen werden, die den eigentlichen Preis relativieren, wird nicht überraschen. So etwas ist zum Beispiel beim Verkauf von Novellist aus Deutschland nach Japan geschehen. Der Preis wurde nicht bekannt gegeben, wird jedoch bei einem so erfolgreichen Pferd sicherlich im Millionenbereich gelegen haben. Der einstige Besitzer hat das Recht eigene Stuten kostenfrei zur Bedeckung zu schicken, allerdings wie erwähnt nach Japan. Die hier genutzte Liste über die teuersten Pferde der Welt ist nicht in diesem Jahr erstellt worden. Doch die hochpreisigen Käufe der letzten Jahre müssen sich erst noch beweisen. Ein finales Urteil ist nicht möglich.

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Top 10 – das Feld von hinten aufgezäumt

Auf Platz 10 einer nicht ganz aktuellen Top 10 steht mit einem Kaufpreis von 9,2 Millionen Dollar ein im Jahre 2006 an den Vizepräsidenten der Vereinigten Arabischen Emirate verkaufter Hengst namens Plavius. Der konnte seinen Erwartungen nicht gerecht werden und wurde irgendwann zum Wallach „befördert“. Er bestritt 18 Rennen und siegte zweimal, dabei verdient er knapp 41.000 Dollar. 9,7 Millionen Dollar wert war den gleichen Interessen aus Dubai ein gewisser Jalil, der ebenfalls nicht so gut war wie gedacht. Immerhin verdiente er über 327.000 Dollar gewann auch zumindest ein größeres Rennen. Den vorliegenden Informationen nach, ist er nun Deckhengst in China.

Plavius
Plavius

Snaafi Dancer eine Legende

Als die Legende der hochpreisig verkauften, letztlich aber enttäuschenden Pferde gilt Snaafi Dancer. 10,2 Millionen war dieser auf einer Auktion im Jahr 1983 wert, auch aufgrund seiner Abstammung. Doch er erwies sich als zu langsam und sah niemals eine Rennbahn. Außerdem konnte er aufgrund gesundheitlicher Probleme keine Nachkommen zeugen. Letztlich wurde er wohl das teuerste Reitpferd aller Zeiten. Es heißt, dass die Tochter des arabischen Käufers Muhammad bin Raschid Al Maktoum  ihn geschenkt bekam.

Geld aus dem Nahen Osten

Meydan City steht auf Rang 8. Er wurde wie so viele Pferde aus dieser Liste von den Scheichs aus Dubai erworben. Im Jahr 2006 war er auf einer Auktion 11,7 Millionen Dollar wert. Er konnte nie gewinnen, verdiente genau 1.360 Dollar in seiner Karriere. Ein Beispiel für ein Pferd, welches nicht ohne Grund teuer war, ist Seattle Dancer. Sein Preis von 13,1 Millionen Dollar Mitte der achtziger Jahre ist durch sein Blut bedingt. Er selbst hat zwar immerhin 182.000 Dollar auf der Rennbahn verdient, war jedoch ein erfolgreicher Vererber und wirkte kurz vor seinem Tod sogar in Deutschland. Platz 5 interessiert hier nicht wirklich, es handelt sich um ein 15 Millionen Dollar teures Springpferd namens Palloubet d’Halong.

Der grüne Affe

The Green Monkey, Platz 4 auf dieser Liste, zeigt einmal mehr, dass hohe Preise und die Meinungen von Experten nicht wirklich etwas besagen, wenn es um die Klasse eines Pferdes geht. Der grüne Affe war trotz seines Namens 16 Millionen Dollar wert. Verdient hat er kaum mehr als 10.000 Dollar. Er wurde Deckhengst in Florida, ein Sprung zu ihm kostete im Jahr 2014 5.000 Dollar, was im Grunde deutsche Verhältnisse sind. Jahr für Jahr wurde weniger verlangt. The Green Monkey verstarb im Jahr 2018.

Einmal kurz abgeschweift

Danedream, Foto: TT
Danedream, Foto: TT

Das teuerste Dressurpferd aller Zeiten soll an dieser Stelle nur erwähnt werden, weil es in Deutschland trainiert wurde und faktisch auf Rang 3 steht: Totilas war umgerechnet 21 Millionen Euro wert. (Als die deutsche Arc-Siegerin Danedream – zur Erinnerung: sie wurde als junges Pferd für 9.000 Euro nach einer Auktion verkauft – ihren kurzen Triumph feierte, fragte die Bild Zeitung allen Ernstes, ob nun das neue Superpferd in Deutschland gezüchtet werden könne: Totilas deckt Danedream. Ein anderer Sport, eine andere Pferderasse, das Ergebnis dieser Paarung wäre kaum mehr als ein Schauobjekt geworden.)

40 Millionen Dollar für Shareef Dancer

Sogar 40 Millionen Dollar kostete Shareef Dancer im Jahre 1983. Er ist der zweite Platz dieser Liste. Während seiner Karriere konnte er drei von fünf Rennen gewinnen und über 246.000 Dollar gewinnen. Der Grund für seinen Preis war aber seine Abstammung und tatsächlich hat er in der Zucht eingeschlagen. Eines der angeblich besten Pferde aller Zeiten namens Dubai Millenium stammt von ihm, dieser Hengst, der Stolz von Dubai, gewann das wertvollste Rennen der Welt, den Dubai World Cup, musste aber aufgrund einer Erkrankung leider früh in seiner Karriere als Deckhengst eingeschläfert werden.

Fusaichi Pegasus: 70 Millionen Dollar

Mit 70 Millionen Dollar am teuersten war der Kentucky Derby Sieger des Jahres 2000 Fusaichi Pegasus. Er gewann sechs seiner neuen Rennen und verdiente fast 2 Millionen Dollar auf der Bahn. Verkauft wurde erst im Anschluss an die Karriere und für die Zucht. Doch der Preis war auch in diesem Fall übertrieben. Am Anfang ließ ihn ein Konglomerat von Züchtern für 150.000 Dollar pro Sprung decken. Doch seine Nachkommen erfüllten die Erwartungen nicht, der Preis ging immer weiter nach unten und soll mittlerweile auf 7.500 Euro pro Sprung verringert sein. Das ist zumindest die offizielle Decktaxe 2020.

Eine Abschlussbemerkung

Winx, Foto: TT
Winx, Foto: TT

Viele erfolgreiche Rennpferde werden nicht verkauft, die Preis würden die hier genannten in vielen Fällen übertreffen. Das beste Pferd der Welt der letzten Jahre ist die australische Stute Winx. Sollten ihre Nachkommen irgendwann einmal auf einer Auktion auftauchen, werden vermutlich Fantastillionen Australische Dollar als Preis aufgerufen.

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