Trabrennen am Sonntag: Rekord-Meile an der Côte d’Azur?

Bold Eagle mit Franck Nivard
Bold Eagle mit Franck Nivard, Prix d'Amerique, Vincennes, 29.01.2017, Foto: TT
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Das Wintermeeting ist vorbei und dennoch haben Vincennes Helden der letzten Monate ein Spielfeld auf dem sie ihr Können zeigen dürfen. Die Arena heißt Hippodrome de la Côte d’Azur, die Prüfung Grand Critérium de Vitesse ein Rennen das Jahr für Jahr die großen Stars anzieht und für Rekorde sorgt. 

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In den letzten 20 Jahren wurden auf der Hochgeschwindigkeitspiste in Cagnes-sur-Mer zahlreiche Bestzeiten aufgestellt. Moni Maker, Prix d’Amérique-Siegerin 1999 siegte als erstes Pferd in einer Zeit von unter 1:11,0 und trabte die Meile im Jahr 2000 in 1:10,5.

Varenne
Varenne, Foto: TT

Varenne siegte 2002 in der riesigen Zeit von 1:09,6 und dieser Rekord hielt bis Timoko bei seinem vierten Sieg im Klassiker 1.09,5 auf die Piste trommelte. Alles in den Schatten stellte Bold Eagle bei seinem Erfolg im letzten Jahr, denn der Hengst aus dem Stall von Sebastien Guarato legte eine Zeit von 1:08,9 vor und durchbrach damit eine neue Schallmauer. 

Timoko
Timoko, Foto: TT

Bleiben wir gleich bei Bold Eagle, der am Sonntag als einer der Favoriten im Klassiker an den Start geht. Der vierfache Millionär und doppelte Amérique-Sieger möchte seinen zweiten Treffer in diesem Rennen landen und die Chancen stehen nicht schlecht, denn über die kürzeren Strecken ist der Hengst mittlerweile deutlich besser aufgehoben und auch wenn die Startnummer 8 alles andere als günstig ist, trauen wir dem Ready Cash-Sohn aufgrund seines unglaublichen “Motors”, der in den letzten Wochen ein wenig sparsamer eingesetzt wurde einiges zu. Der Rennrekord-Halter, der im Vorjahr eine grandiose Leistung bot, trifft auf keinen geringeren als Readly Express, seinen Nachfolger als Prix d’Amérique-Sieger. 

Der Schwede aus dem Stall von Timo Nurmos, wie Bold Eagle ein Ready Cash-Sohn, revanchierte sich für seine knapp misslungene Titelverteidigung im Prix d’Amérique mit einem Sieg über Bélina Josselyn und Co. im Prix de France. Timo Nurmos verkündete erst kürzlich, dass die komplette Konzentration nun auf die Vorbereitung für den Elitloppet ausgerichtet wird, wo der Hengst den letzten Auftritt seiner großartigen Karriere absolvieren soll. Was passt da besser ins Programm als ein Start in diesem Meilenrennen, welches sein Fahrer Björn Goop mit Timoko bereits dreimal gewinnen konnte.

​Readly Express​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​
​Readly Express​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​, Foto: TT

Dank der guten Startnummer, der Siebenjährige tritt mit der 1 an, hat er bereits zu Beginn des Rennens einen deutlichen Vorteil gegenüber Bold Eagle und nach dem Eindruck aus dem Prix de France, sollte der “Express” das Maß der Dinge sein auch wenn abzuwarten bleibt, wie er mit der Sprintdistanz klar kommt, auf der er am Sonntag seine Premiere feiert. Jedenfalls wird der Skandinavien-Star seinen Rekord erheblich verbessern müssen um ganz vorne mitzumischen. 

Uza Josselyn mit Erik Adielsson
Uza Josselyn mit Erik Adielsson, Solvalla, 27.5.2018

Zu den Mitfavoriten in diesem Rennen gehört Uza Josselyn, achtjährige Top-Stute aus dem Besitz und Training des Schweizers Rene Aebischer. Die Stute beendete den Prix de France als Zweite, landete damit vor Bold Eagle und musste alleine den heutigen Favoriten vor sich dulden. Die Love You-Tochter ist eine tolle Beginnerin, kann in den Kurzstrecken-Prüfungen aber auch viel Speed gehen und im langen Einlauf von Cagnes, sollte sie optimal zur Geltung kommen. Nicht ausgeschlossen, dass sich die jüngste Frankreich-Millionärin hier erneut zwischen die beiden Hengste schiebt. 

Eine Spezialistin auf dieser Distanz ist Billie de Montfort, die bei 16 Starts auf dieser Strecke zwei Siege und neun Platzierungen vorweisen kann. Die Achtjährige hat einen Rekord von 1:09,2 / 1.609 m vorzuweisen und ist auf dem besten Wege demnächst die zweite Million an Renngewinnen voll zu machen und ist aktuell mit einem fünften Rang im Prix de France empfohlen. Im vergangenen Jahr belegte sie in dieser Prüfung den Ehrenplatz und auch in diesem Jahr meldet die Jasmin de Flore-Tochter Ambitionen an. 

Billie de Montfort
Billie de Montfort © Forni

Ein weiterer Kandidat für die Entscheidung ist Dijon mit Romain Derieux, der über die kurzen Wege meistens sehr gut zur Geltung kommt. Der Hengst ist aktuell in guter Form, belegte im Prix du Luxembourg Rang drei und im Prix de France Rang vier und scheint bereit zu sein um sein Vorjahresergebnis zu wiederholen, als er hinter Bold Eagle und Billie de Montfort in 1:09,4 den dritten Rang belegen konnte. 

Hinter diesen fünf Pferden dürften die restlichen Starter nur zu den Statisten zählen, wenngleich Bahia Quesnot auf dieser Ebene durchaus Möglichkeiten besitzt. Allerdings tritt die Stute lieber über längere Wege an und bei den restlichen drei Kandidaten dürfte die Klasse für eine Platzierung im Vordertreffen wahrscheinlich nicht ganz ausreichen. 

Es ist angerichtet für das große Speed-Treffen an der Côte d’Azur und man darf gespannt sein, ob am Ende der 1.609 m ein neuer Rekord an der Anzeigentafel aufleuchtet. Zu unterbieten sind 1:08,9!

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